Meine 14 besten Tipps fürs rigorose Ausmisten – super für Härtefälle!

13. Juli 2018

 

Ich möchte euch heute mal meine allerbesten Tipps für das Aussortieren, vor allem von Härtefällen, verraten. Ihr findet hier gleich nur diejenigen Tricks, die sich in meiner nun eineinhalbjährigen Minimalismus-Praxis am besten bewährt haben. Es soll nicht um allgemeine Anfänger-Hilfe zum Ausmisten gehen (à la „Raum für Raum vorgehen“, „überlegen, was man im letzten Jahr nicht benutzt hat“ und so weiter), denn diese Ideen findet man zuhauf in allerlei Ratgebern. Es geht hier stattdessen um ein paar spezielle Tipps für diejenigen, die schon einigen Kram loswerden konnten, aber trotzdem noch Sachen zuhause haben, bei denen sie sich schwer tun.
Ich habe die einzelnen Punkte nicht aus anderen Blogs usw. zusammengestellt, sondern spontan aus dem Gedächtnis notiert, was mir in letzter Zeit am meisten geholfen hat. So können aber natürlich trotzdem Ideen von anderen dabei sein, wenn sie sich bei mir bewährt haben. Also los geht’s!

 

 

Mach ein Foto davon!

Diesen Tipp findet man eigentlich schon recht häufig, aber da er mir bei hunderten (!) Teilen geholfen hat, sie auszusortieren, muss er einfach mit in meine Liste und zwar an allererste Stelle.
Ich habe leider die Angewohnheit, mit allen möglichen Dingen (ob Kleidung, Deko, altes Spielzeug usw.) bestimmte Erinnerungen zu verknüpfen, so dass es mir bei unendlich vielen Sachen kaum gelungen wäre, sie wegzugeben – wenn ich nicht schon vor einigen Jahren darauf gekommen wäre, ein Foto des Gegenstandes zu machen! Die meisten Teile muss ich nicht physisch besitzen, sondern es reicht mir ein digitales Bild davon. Ich habe auf meinem PC ein paar Ordner, nach Jahren sortiert, wo die Bilder dann landen und wenn ich möchte, kann ich sie mir ansehen und in meinen schönen Erinnerungen schwelgen.

 

Nicht erst überlegen: wohin damit?

Den Fehler mache ich irgendwie noch immer und ich kann euch nur ans Herz legen, es besser zu machen als ich. ;) Wenn mir nämlich nicht spontan eine Möglichkeit einfällt, wie ich ein Teil loswerden kann (Flohmarkt, Verschenken, Müll, …), belasse ich es erst mal an Ort und Stelle. Aber das ist natürlich Quatsch. Erst mal ist wichtig: weg damit. Wenn eigentlich klar ist, dass man etwas nicht mehr haben möchte, sollte es aus dem täglichen Umkreis verschwinden und sei es erst mal in eine Kiste, die auf den Dachboden kommt. Es geht beim Minimalisieren ja darum, sich Schritt für Schritt nur noch mit den Sachen zu umgeben, die einem wichtig sind und nichts soll von diesen besonderen Sachen ablenken. Und fürs erste reicht: aus den Augen, aus dem Sinn! Wenn irgendwann ein paar Kisten voll sind, kann man ganz in Ruhe alles durchsortieren und überlegen, was wie einen neuen Besitzer findet oder entsorgt wird.

 

 

Gegen das schlechte Gewissen I: „Aber es war doch teuer.“

Ein Gedanke, der mir in solchen Fällen geholfen hat: „Ich habe zwar mal viel Geld hierfür ausgegeben, aber im Moment habe ich mir damit, jedesmal wenn ich das Teil erblicke, nur ein schlechtes Gewissen gekauft.“ Und ich gebe doch kein Geld aus, um jetzt ein schlechtes Gewissen zu haben. Dann lieber weg mit dem Ding und weg mit dem miesen Gefühl.

 

Gegen das schlechte Gewissen II: „Aber es war doch ein Geschenk.“

Hier wiederum hilft mir ein Gedanke, der in manch anderer Tippsammlung zu finden ist: Der Schenkende wollte euch mit dem Geschenk eine Freude machen, denn er wollte euch damit zeigen, dass er euch wertschätzt. Diese Freude hat er euch in dem Moment der Übergabe gemacht und damit ist der wichtigste Zweck des Geschenkes bereits voll und ganz erfüllt! Wenn das Geschenk aber eigentlich nicht euren Geschmack trifft oder euch mittlerweile nicht mehr gefällt, ist es daher in Ordnung, es wegzugeben. Wenn ihr mögt, macht vorher noch ein Foto davon (siehe oben…).
Und ich muss sagen: wenn jemand ein Geschenk von mir weitergeben würde, wäre ich auch nicht schrecklich beleidigt. Ihr etwa?

 

Würde ich es heute noch mal kaufen?

Dieser Trick ist eigentlich ganz schön fies, weil man doch wirklich viele Sachen besitzt, die man völlig ok findet, auch wenn man sie heute nicht sofort wieder kaufen würde. Daher ist dieser Tipp eher für solche Teile gedacht, bei denen ihr sowieso am hin und her überlegen seid und euch euer Bauchgefühl schon flüstert, dass es eigentlich kein Lieblingsteil mehr ist und weg kann. Oft ist dann nämlich bloß ein schlechtes Gewissen schuld, dass man das Aussortieren nicht fertig bringt. Kein guter Grund fürs Behalten (siehe oben)! Da es hier um solche Härtefälle gehen soll, die noch den letzten Schubs brauchen: überlegt euch bei diesen Sachen doch mal, ob sie so sehr eurem jetzigen Geschmack entsprechen, dass ihr sie heute wieder kaufen würdet. Einige meiner zahlreichen Dekoteile sind nach dieser Frage dann doch in die Flohmarktkiste gewandert…

 

 

Benutze ich das etwa nur noch, um es zu benutzen?

Seid mal ganz ehrlich: gibt es noch Sachen bei euch zuhause, die ihr nur noch benutzt, um sie auch ja mal zu benutzen? Also bei mir traf das zum Beispiel auf einige Kleidungsstücke zu. Ich habe ein paar Sachen nur deswegen getragen, weil ich dachte: „Oje, das müsste ich doch mal wieder anziehen, sonst hängt es hier ja ganz umsonst, das arme Teil.“ Oder: „Die Vase steht aber schon lange im Schrank herum. Gibt es nicht doch ein Plätzchen, wo ich sie mal wieder hinstellen könnte?“ Solche Gedanken sind keine Schande, aber in diesem Blogpost geht es ja wie gesagt um rigoroses Minimalisieren und da sollten Sachen, die man gebraucht, nur um sie zu gebrauchen, lieber rausfliegen.

 

Wackelkandidaten fliegen am Ende ja doch raus

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass fast alle Sachen, bei denen ich mir zunächst unsicher war und die dann erst mal geblieben sind, nach einiger Zeit doch rausgeflogen sind. Irgendwie flüsterte da schon wieder mein Bauchgefühl, dass ich das Teil irgendwie nicht mehr brauche, aber so ganz sicher war ich mir noch nicht. Ein paar Wochen oder Monate später habe ich aber gemerkt: „Tja, nun haste das wirklich nicht ein einziges Mal benutzt/getragen/dekoriert. “
Es hilft aber natürlich, wenn man selber erst mal diese Erfahrung macht. Ihr müsst mir ja nicht alles glauben. ;) Also beobachtet euch doch mal in eurem Minimalisierungs-Prozess, ob es euch auch oft so ergeht wie mir. Und dann könnt ihr beim nächsten Mal vielleicht früher die richtige Entscheidung treffen.

 

Motivationsschub durch Minimalismus-Videos

Wenn ihr vor eurer nächsten Aussortier-Aktion noch einen Motivations-Booster braucht, kann ich euch den Rat geben, vorher einfach noch ein paar sehr gute Minimalismus-/ Aussortier-Videos zu schauen. Wenn mir mal wieder ein toller Beitrag unterkommt (ich schaue alle paar Tage bei YouTube rein), kribbelt es mich jedenfalls immer richtig in den Fingern, mal wieder ne Runde auszumisten. Welcher YouTuber euch nen guten Schubs gibt, müsst ihr vielleicht selber erst mal rausfinden. Mir haben am Anfang The Minimalists, Daniel Frerix oder Minimal Mimi super Inspirationen geliefert. Mittlerweile liebe ich Carmen Elaine total für ihre intelligente und gleichzeitig lustige psychologische Durchleuchtung des Themas und Messy Minimalist deckt auch herrlich meine eigenen Schwächen beim Thema Ausmisten auf.

 

Erst mal alles raus!

Diesen Tipp kann man in verschiedenen Varianten umsetzen. Die Hardcore-Version ist die sogenannte Packing Party, bei der man seinen gesamten Besitz in Kartons packt und nur das wieder nach und nach herausnimmt, was man braucht. Nach einer bestimmten Zeit (halbes Jahr oder so) kommt alles, was noch in Kartons ist, weg.
Naja, wenn man ein bisschen crazy drauf ist oder eh grad umzieht, ist das sicher absolut ne coole Idee.
Man kann aber auch nur eine Mini Packing Party mit der Kleidung machen und dann nur wieder das hervorholen, was man anziehen möchte. Oder man macht dies mit den Küchenutensilien. Je nachdem, in welchem Bereich man seine eigenen „Härtefälle“ hat. In diesem kleinen Rahmen ist eine solche Aktion sicherlich gut umsetzbar!
Der Trick hierbei ist, dass es immer eine Hemmschwelle gibt, wenn man ein Teil aus seinem „Gefüge“ (also dem Kleiderschrank, dem Küschenschrank,…) herausnehmen möchte. Löst man das Gefüge aber rigoros auf, indem man gleich alles in Kisten packt, gibt es nun die sehr praktische Hemmschwelle, etwas wieder herauszukramen. Außerdem weiß man manchmal tatsächlich nicht, was man in letzter Zeit wirklich noch benutzt hat. Nach dieser Aktion weißt du es aber genau.

 

Mein allererstes Mal rigoroses Kleiderschrankausmisten, damals noch in der alten Wohnung: erst mal alles raus!

 

Mit Leere wohnen lernen

Bei diesem Tipp geht es vor allem um Möbel und Deko. Aber da das hier ein Interior Blog ist, wird euch ein speziellerer Tipp hierzu sicher interessieren.
Ich persönlich habe in unserer alten Wohnung eher so dekoriert, dass ich versucht habe, leere Stellen möglichst hübsch zu füllen. Oder: wenn ich etwas tolles entdeckt habe, habe ich es mit der Hoffnung gekauft „dass ich irgendwo schon noch ein Plätzchen dafür finde“. Das Ergebnis war eine eher üppig dekorierte Wohnung.
Seit ich Minimalismus und seine positiven Folgen auf mein Leben entdeckt habe, versuche ich eher nur dann eine leere Fläche zu füllen, wenn sie mir tatsächlich auch „innerlich“ leer und/oder kalt erscheint. Mit Leere zu wohnen muss man manchmal aber erst lernen. Ihr könnt dafür zum Beispiel eine Fläche, eine Ecke eines Raumes oder ein ganzes Zimmer leer räumen. Genießt dann erst mal die Leere und gewöhnt euch daran. Nach und nach könnt ihr dann eure absoluten Lieblingsstücke wieder dahin räumen, wo ihr dann wirklich noch das Bedürfnis habt, etwas schönes hinzustellen oder aufzuhängen.
Auf diese Weise macht ihr die Erfahrung, dass man mit ganz wenigen Teilen schon eine wunderbare Wirkung erzielen kann – wenn es eure Lieblingsstücke sind! Der Rest ist ein weiterer Schwung von überflüssigem Zeugs für eure Aussortiert-Kiste.

 

Ein leerer Couchtisch bei einem dekoverliebten Interior-Junkie? Ja, das gibt es!

 

Was sind eigentlich meine Lieblingsteile?

Nach diesem Verfahren sortiert man quasi im Umkehrschluss aus. Beziehungsweise man sortiert wieder ein. Ich habe es oben schon angedeutet: statt zu überlegen, was man alles nicht mehr mag, ist es manchmal leichter zu entscheiden, was eigentlich eure Lieblingsstücke sind. Das hört sich doch auch gleich viel netter an, oder? Alles, was den Titel „Lieblingsstück“ nicht verdient, kann eigentlich weg.
Da es auch völlig in Ordnung ist, auch einige nur-okay-Teile zu besitzen, ist dies natürlich auch wieder nur ein Tipp fürs sehr rigorose Ausmisten. Aber darum soll es hier ja schließlich auch gehen. :)

 

Praktische Mengen-Limits setzen

Wenn es ums super gründliche Minimalisieren geht, können die folgenden drei Mengen-Limits helfen, ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Überlege dir doch vor dem Aussortieren mal, wieviele Teile du von etwas im Alltag überhaupt brauchst. Beispiel: drei Jeans, eine trendige Coulotte, eine Chino und eine elegante Hose können dem ein oder anderen schon reichen, ohne dass man je unten ohne gehen muss. ;) Reduziere auf genau diese Menge, indem du von allem dein Lieblingsstück auswählst. Der Rest darf dann gehen.
Oder: Nein, man braucht meist keine zehn Lippenstifte. Den meisten reicht z.B. ein roter, ein pinker und ein natürlicher Ton.

 

Räumliche Mengen-Limits setzen 

Wenn der Platz trotz Aussortierens immer noch nicht reicht, muss man dann doch mal der Wahrheit ins Auge sehen. Quillt der Küchenschrank irgendwie nach wie vor über vor Kochutensilien? Hängen die Kleiderbügel immer noch dicht an dicht? Hast du in deinem Bücherregal keinen Zentimeter Platz für neue Bücher? Dann geh doch noch mal alle meine Härtefall-Tipps durch und sortiere radikal so viel aus, bis in allen Schränken locker Platz für alles ist. Ich habe zum Beispiel die Erfahrung gemacht, dass es fast immer Quatsch ist, zusätzlichen Stauraum oder weitere Ordnungsutensilien zu kaufen. Mit konsequentem Minimalisieren löst sich fast jedes Platz-Problem. Also das Ziel ist hier, nur so viel zu besitzen, wie in deine Schränke passt. Punkt. Aus. Ende.

 

 

 

Emotionale Mengen-Limits setzen 

Höre doch mal in dich hinein, welche Menge von xy sich für dich aus dem Bauch heraus richtig anfühlt. Fändest du es „einfach bloß irgendwie schön“, einen eher luftig-leeren Kleiderschrank zu haben? Dann stell dir vor, wie leer er ungefähr sein soll und miste mit meinen und anderen Tipps so lange aus, bis du deinen Wunsch erreicht hast.
Oder: Fühlt es sich einfach noch immer nach Reizüberflutung an, wenn du dich in deiner Wohnung umschaust? Dann vertrau und folge diesem Eindruck.
Wichtig ist schlussendlich vor allem, was sich für dich persönlich richtig und gut anfühlt.

 

So, das wäre es mit meinen super duper Härtefall-Tipps aus meiner bisherigen Minimalisierungs-Erfahrung. Ich hoffe wie immer, für euch war die eine oder andere gute Idee dabei, mit der ich euch einen weiteren Schubs in Richtung weniger Zeugs geben konnte. Und falls jemand von euch noch den eigenen Lieblingstipp beisteuern möchte: immer her damit in die Kommentare!

Liebste Grüße
Karina

 

Minimalismus im Garten (auch und vor allem mit Kindern)- wie denn das?

30. Juni 2018

 

Werbung: Beitrag entstanden in Zusammenarbeit mit Wayfair

 

Ganz viele „klassische“ Minimalisten wohnen in einem kleinen oder sehr kleinen Zuhause und meist ist dieses Zuhause eine Wohnung. Die Gründe kann ich gut nachvollziehen: weniger Wohnraum macht weniger Arbeit, muss mit weniger Dingen bestückt werden und kostet weniger Geld.

Nun komme ich daher, nenne mich manchmal sogar „Minimalistin“ und ziehe in ein (mittelgroßes) Haus mit (mittelgroßem) Garten?

Naja, zu Recht hat Minimalismus viele Gesichter und ich bin ja nun ganz sicher keine von der ganz harten Sorte. Ich denke daher, man darf sich durchaus auch mit Haus und Hof Minimalist nennen. ;)

Wie ich es drinnen mit meinen weniger-ist-mehr-Ideen halte, habe ich euch ja nun schon in vielen Blogbeiträgen gezeigt. Heute kommen ein paar allererste Ideen zum Thema minimalistische Gartengestaltung hinzu und ich berichte euch, was das Thema eigentlich mit diesem hübschen Spielhaus zu tun hat, das ihr auf den gleich folgenden Bildern seht!

 

 

Vor allem, wenn man Kinder hat, ist ein eigener Garten natürlich wunderbar, denn die Kleinen können sich schnell mal draußen austoben, ohne dass man hinterher stundenlang aufräumen und putzen muss. Wie sagt man so schön: Tür auf, Kinder raus. Zweitens, und dieser Punkt war mir auch sehr wichtig, kann man mit einem eigenen Garten den Kids das Thema Natur leichter näher bringen. Was haben wir bei uns nicht schon alles beobachten können: eine riesige Weinbergschnecke („Fipsi“), knallgrüne Grashüpfer, wuselige Ameisennester, ein hübsches Eichelhäherpaar hinten bei der alten krummen Eiche, eine dicke Kröte,… Gerade bei einer natürlichen Gartengestaltung gibt es draußen schon reichlich spannendes, ohne dass man den Garten mit riesen Mengen Spielgeräten und Spielzeug vollstellen muss. Aber ein wenig gut überlegtes Spielzeug ist natürlich schön und sinnvoll! Womit wir zum ersten Punkt meiner Ideensammlung zum Thema minimalistische Gartengestaltung kommen:

 

 

Wenige, aber sinnvolle und möglichst multifunktionale Spielgeräte

Ich habe einige Zeit überlegt, welche Spielgeräte wir für Levi in den Garten holen wollen. Eine schöne natürliche Sandkiste, für die die Vorbesitzer des Hauses mal einen ehemaligen Teich mit Sand zugeschüttet haben, ist schon da und wird super gern genutzt. Ansonsten sind ja Schaukeln und Rutschen die Klassiker, aber ich war hier bis jetzt vorsichtig mit einem Kauf. Ich kann mir vorstellen, dass sie nach einiger Zeit nicht mehr so oft genutzt werden, da man ja dort nicht so viele Spielvarianten hat. Außer in unterschiedlichen Positionen zu schaukeln und zu rutschen. ;) Und für den „Notfall“ gibt es ja auh Schaukeln und Rutschen auf dem Spielplatz oder im Kindergarten. Deswegen haben wir uns erst mal nur für ein Spielhaus entschieden, da es ganz unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bietet. Selbstverständlich musste es auch schick aussehen, schließlich fällt mein kritischer Blick ständig in den Garten.

 

 

Schon öfter wurde ich bei sehr speziellen Wünschen im Onlineshop Wayfair fündig (siehe mein Kaffeeservice, die chromfarbenen Lampen im Duschbad und der schöne hölzerne Handtuchhaken im Gäste-WC). Und auch hier hatte ich wieder Glück: Die Spielhütte von KidKraft gefiel mir super! Die vielen kleinen Extras wie der Tisch oder die Kreidetafel regen die Fantasie zu immer neuen Spielvarianten an ohne zu viel vorzugeben.

An dem Tischchen gibt es öfter kleine Essenseinladungen mit leckerem Holzobst und -brot. Der Opa durfte sich bei seinem letzten Besuch dort auch schon stundenlang bewirten lassen. Manchmal gibt es sogar frische Spiegeleier vom Herd.

 

 

 

 

 

Natürlich kann man in der Spielhütte auch ganz wunderbar Kaufmannsladen oder Eisdiele spielen. Selten habe ich so leckeres Eis wie hier gegessen!

Und mindestens ein Mal am Tag wird auch der Briefkasten gecheckt, seit der Papa einmal eine Karte dort hineingesteckt hat. Nun ist es meine Aufgabe, zumindest alle paar Tage für neue Post zu sorgen. Puh! Aber Levis Freude über eine gefundene Karte macht meine Mühe zehnmal wieder wett.

 

 

Wenn eure Kinder absolute Kletterer und Tober sind, ist vielleicht wirklich eine Rutsche und / oder Schaukel das richtige für euch. Levi liebt aber solche oben beschriebenen Rollenspiele sehr und ich denke, für uns ist die Spielhütte genau die richtige Wahl. Und wie gesagt finde ich sie auch wirklich hübsch mit den weißen Sprossenfenstern, dem Satteldach und den neutralen Farben. Ach ja, eigentlich hat die Spielhütte rote Gardinen, aber ich wollte Levi eine Freude machen und habe sie durch solche mit Dino-Motiv ersetzt. Er interessiert sich langsam für diese Urwesen, denkt sich schon eigene Fantasienamen aus (Paffinodon oder so…) und malt sie auch gerne (vor allem einen Stegosaurus).

Derzeit ist die Hütte leider nicht auf Lager, aber ab August wird sie wieder vorrätig sein. Sonst schaut doch auch mal bei den anderen Gartenspielhäusern, die es bei Wayfair gibt. Da sind wirklich einige weitere entzückende Modelle in unterschiedlichen Preisklassen dabei.

 

 

Nun kommen noch ein paar weitere Ideen zum Thema minimalistische Gartengestaltung. Wie gesagt, sind mein Liebster und ich die Ober-Garten-Anfänger überhaupt. Deswegen sind dies nur meine ersten Ideen und ich freue mich sehr (!!!) über weitere Tipps und Erfahrungen von euch!

 

Spielzeug aus der Natur statt gekaufter Plastikkram

Dies ist ein weiterer Tipp gegen das Spielzeugchaos im Garten. Klar haben wir auch „Plastikkram“ zum Spielen. Aber um sich draußen zu beschäftigen, braucht es natürlich nicht immer fertiges Spielzeug. Das wissen wir Eltern und die Kinder sowieso. Deshalb ist dieser Tipp eher als Erinnerung gedacht, aus einfachen Dingen wie Stöckern, Blumen, Sand und so weiter selber etwas zu kreieren. Wem die Ideen ausgehen: Bücher über Naturspielzeug gibt es in Hülle und Fülle. Ich bewundere auch derzeit allerhand spannende Naturkreationen während der Eingewöhnungszeit in Levis Waldkindergarten. Und dann gibt es ja auch noch viele uralte Kinderspiele wie Seilhüpfen, Himmel und Hölle, Verstecken, Fangen etc., die mit ganz wenig Zeug auskommen. Wie gesagt, nur mal als Erinnerung, dass eine kleine Menge „fertiges“ Spielzeug absolut ausreichend ist.

 

Bild ist Fremdmaterial aufgrund von trauriger Ödnis im eigenen Garten (Noch! Naturgarten in Arbeit!).

 

Naturgarten statt Steinwüsten

Das ist ein Thema, das mir derzeit sehr am Herzen liegt und ich muss nun versuchen, mich kurz zu fassen.

Ein Naturgarten zeichnet sich vor allem durch heimische Pflanzen aus. Diese sind für Insekten und andere Tiere unheimlich nützlich, vor allem, da aus verschiedenen Gründen ihr Lebensraum immer begrenzter wird (ein bekanntes Beispiel ist das Thema Bienensterben). Ein Beitrag zum Erhalt der Natur ist für mich der eine Grund, mich für einen Naturgarten zu entscheiden. Außerdem finde ich Naturgärten auch unheimlich schön und ich habe selber große Freude an der Beobachtung von großen und kleinen Tieren, die man mit so einem Garten anlocken kann. Wie oben bereits erwähnt ist das auch eine wundervolle Beschäftigung für Kinder ganz ohne „Zeug“!

Das tolle ist, dass Naturgärten mit relativ wenig Pflege auskommen. Und keine Zeit für unangenehme Tätigkeiten zu verschwenden ist ja einer der vielen Gedanken im Minimalismus.

Ebenso ist vielen Minimalisten und auch mir ein nachhaltiges Leben wichtig und mit einem Naturgarten würde ich einen kleinen Teil dazu beitragen.

 

Bild ist Fremdmaterial (siehe oben).

 

Minimalistische Steinwüsten? Nein danke!

Googelt mal „minimalistischer Garten“. Da findet man nur Bilder von Gärten mit viel Stein, Rasen und Gräsern. Optisch beschreibt das so einen Garten sicher richtig. Aber das Herz des Minimalismus bedeutet für mich persönlich: Leben. Echt Werte. Nachhaltigkeit. Ein natürlich angelegter Garten passt für mich viel besser zu dem positiven, lebendigen Geist, den Minimalismus vermitteln möchte.

 

Im Garten auch mal fünfe gerade sein lassen

Es ist natürlich Geschmackssache, aber mir persönlich gefällt ein ganz akkurater, unkrautfreier Garten nicht besonders. Da ich selber ab und zu mal Wildkräuter nasche, freue ich mich über unseren Löwenzahn, Giersch und die Brennnesseln. Um die Sandkiste mähen wir das Gras nicht und es ist eine hübsche hohe Gräserwiese entstanden, in dem den ganzen Tag die Grillen zirpen.
Klar muss man die Wildnis auch ab und zu mal bändigen, aber wem ein wenig Wildwuchs gefällt, muss sich beim Unkrautjäten auch nicht kaputtarbeiten.

 

Bild ist Fremdmaterial (siehe oben).

 

An Nachbars Baum gesammelte Felsenbirnen. Lecker!

 

Arbeit vs. Arbeit

Ja, ein Garten macht immer Arbeit. Auch ein Naturgarten. Aber bis jetzt kann ich sagen, dass viele Arbeiten, die wir im Garten zu erledigen hatten, sehr erfüllend waren. Das fand sogar mein Liebster, der oft nach getaner Arbeit meinte: „Hat aber Spaß gemacht!“. Rasenmähen gehörte nun nicht dazu, aber das Pflanzen der ersten Stauden, das Gießen der ausgesäten Wildblumenwiese,… Das alles war sehr erfüllend. Man fühlt sich dann irgendwie so richtig schön erd- und naturverbunden. Und wenn es dann nächstes Jahr ans Ernten und Naschen in der Obsthecke geht… Ich kann es kaum erwarten!

Man darf also auch als Minimalist Gartenbesitzer sein. ;) Die Arbeit hierfür kann eine erfüllende Aufgabe statt ein lästiges To Do werden!

 

Liebste Grüße
Karina

 

Home Tour durch unser Waldhaus! Mit Tipps fürs minimalistische, aber hyggelige wohnen in weißen Wänden.

10. Juni 2018

 

Werbung: Beitrag entstanden in Zusammenarbeit mit Kolorat

 

Viele von euch freuen sich schon lange auf diese große Home Tour durch unser Waldhaus und ich bin natürlich auch aufgeregt, euch jetzt endlich durch unser ganzes Zuhause führen zu können.

Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Onlineshop Kolorat entstanden, der aus dem Zweierteam Monja und Sebastian besteht und Farben sowohl für Wände als auch für Möbel herstellt. Monja hatte die Idee dieser Kooperation und schrieb mir eine Mail. Ich war erst mal vorsichtig mit einer Zusage, denn ich wollte dieses Mal gänzlich auf aufwendige Gestaltung der Wände verzichten. Bloß keine Tapeten und auch keine fünf verschiedenen Grautöne an den Wänden wie in der alten Wohnung. Ob es denn überhaupt interessant für den Shop wäre, wenn ich bloß ihre weiße Wandfarbe für die anstehende Renovierung verwende? Da habe ich mit Monja ein wenig gebrainstormt und eigentlich wäre es doch gerade mal toll, euch zu zeigen, dass weiße Wände alles andere als langweilig sind!

Aber dazu gleich mehr. Erst mal möchte ich euch herzlich begrüßen in unserem Waldhaus! Tretet ein, ich hoffe, es gefällt euch und viel Spaß!


 

Willkommen in unserem Wohnzimmer!

Oder man müsste ja eigentlich sagen: in unserem Wohn-Essbereich mit offener Küche. ;)

Hier halten wir uns natürlich die meiste Zeit des Tages auf. An der Stelle, wo ich das Foto oben gemacht habe, geht es auch raus in den Garten. Dieser Raum bietet also wirklich alles, was das Herz begehrt: gemütliche Kuschelabende auf dem Sofa, leckeres Essen, unterhaltsame Spiele- und Malstündchen am Esstisch und ein herrlicher Blick raus ins Grüne. Und es ist auch noch reichlich Platz zum Fangen Spielen (immer um den gemauerten Küchenblock herum) und Tanzen (bevorzugt zu „Schnappi, das kleine Krokodil“).

 

 

Den Essbereich kennt ihr ja schon aus diesem Blogpost und er ist auch eines meiner liebsten Motive auf Instagram. Hier steht unser maßgefertigter Altholztisch, der eines meiner allerliebsten Möbelstücke geworden ist. Inzwischen habe ich die schwarzen Sprossenstühle gegen unsere ehemaligen weißen Balkonstühle von HAY ausgetauscht. Erst war es nur ein Test, aber es gefällt mir überraschend gut! Die Sitzbank war ja schon beim Einzug da und ich habe mir eine Sitzauflage, bezogen mit alten Bauernleinen, anfertigen lassen.

 

 

 

 

Hier ist unsere Sofaecke. Wir haben nach wie vor unser weißes Ikea KIVIK Sofa. Der Bezug kostet mich ehrlich gesagt schon einige Nerven, weil es mit zwei Männern im Haus wohl nicht möglich ist, ihn länger als eine Woche sauber zu halten. Aber meistens nehme ich die extra Arbeit des immer-mal-wieder-Waschens stillschweigend hin, denn nach wie vor LIEBE ich den Bezug. Schon hier beim Sofa zeigt sich meine weiß-Liebe und die Zeit fürs Waschen hole ich mir wieder, weil ich quasi noch nie das Bedürfnis hatte, mit neuen Kissen und einer großen Umstyling-Aktion seinen Look zu erneuern. Ich finde es einfach seit Jahren jeden Tag super schön.

 

 

 

Also die Küche. Ich finde den gemauerten Küchenblock ja ganz cool, den wir von den Vorbesitzern übernommen haben. Aber wie ihr euch vielleicht denken könnt: mein Traum ist es doch, ihn weiß zu streichen. Das war eigentlich auch unser Plan, aber dann kam irgendwie doch ein Einspruch des Liebsten und weil wir ja alles andere so machen, wie ICH es will, musste ich erst mal klein beigeben. Naja, es ist schon in Ordnung so.
Die Schiebetüren haben wir auch so mitgekauft. Sehen super aus, vor allem mit den Schienen oben. Aber manchmal sind sie doch etwas unpraktisch.
Hinter den Schiebetüren verbergen sich die offenen Ikea-Küchenschränke. Da wir nach wie vor eher wenig Küchenutensilien besitzen, findet man dort auch unsere Fotos, meine immer weiter schrumpfende Deko- und Kissenbezugsammlung, unsere Reiseführer, Kerzen, den Batterienvorrat und anderes.

Für jeden Wohnbereich möchte ich euch hier auch ein paar meiner Tipps und Erfahrungen fürs Wohnen mit weißen Wänden geben. Und kurz erläutern, wie ich dort meine Ideen für gemütlichen Minimalismus umgesetzt habe.

 

Wohn-Essbereich – minimalistisch wohnen in weiß

Der komplett weiß gestrichene Raum ist, zusammen mit den großen Fenstern und dem weißen Betonboden, super hell. Das ist klasse, weil wir uns hier ja sehr viel aufhalten!

Ich bin absolut flexibel, was das Einrichten und Umdekorieren angeht. Ich möchte ja nur noch mit sehr wenigen Dingen dekorieren. Es stört mich inzwischen sehr, wenn zu viel rumsteht. Wie ihr gesehen habt, sind z.B. die Fensterbank fast und der Couchtisch gänzlich leer. Aber ein wenig Abwechslung möchte ich doch gern ab und zu haben. Umdekorieren ist für mich jetzt so leicht, weil zu weiß einfach alles überall gut aussieht. Und weil ich nur wenige Teile umstellen muss, geht es noch einfacher und schneller.

Weiße Wände müssen natürlich überhaupt nicht klinisch kühl wirken. Ich bin ja ein Fan von Cozy Minimalism und möchte es unbedingt auch hyggelig haben. Meine Tricks hier im Wohn-Essbereich:
– Viele Textilien aus natürlichen Materialien wie Leinen (Sofakissen, Sitzauflage), Fell (auf dem Schaukelstuhl) oder Wolle (der Teppich von Linie Design in der Sofaecke). Auch der Zickzackstrauch auf dem Sideboard hat einen textilen Übertopf.
– Ich kombiniere zum vielen weiß warme Farben. Ich mag derzeit beige sehr gerne und habe den Teppich, den Bezug der Sitzauflage und ein paar Kissen in dieser Farbe.
– Holz und Korb sehen zu weiß wunderhübsch aus. Ich habe einen großen Korb neben dem Schaukelstuhl stehen, in dem immer zwei Decken fürs Sofa parat liegen. Überm Esstisch, der einen warmen, dunklen Holzton hat, steht eine alte hölzerne Teigmolle.

Weiß ist durchaus pflegeleicht. Flecken konnte ich mit einem Schmutzradierer bisher gut entfernen. Wenn nicht, habe ich im Abstellraum immer ein kleines Schraubglas (nehmt ein altes Gurkenglas oder ähnliches) mit der weißen Wandfarbe griffbereit. Damit und mit einem kleinen Pinsel bewaffnet, mache ich alle paar Monate eine Tour durchs Haus. In der Küche haben wir an einer kritischen Stelle übrigens seidenmatte Latexfarbe, die man gut abwischen kann.

 

 

Im Erdgeschoss liegt auch unser kleines Gästezimmer. Ich nutze es aber auch gerne mal, um mit Levi ne Kuschelrunde mit Büchern einzulegen. Es ist einer meiner liebsten Räume. Vielleicht weil es so leer ist. :D

Wir haben hier auf ein Bett verzichtet. Ich fand die Idee mit der Matratze auf dem Fußboden einfach nett und super gemütlich.

In die Wandnische habe ich ein ganz einfaches Regal aus einem Fichtenbrett gebaut, auf dem unsere Gäste ihren Kleinkram ablegen können. Die Garderobe besteht aus einem entrindeten Ast.

 

 

 

Gästezimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Gerade im Gästezimmer finde ich es schön, wenn es nicht zu voll ist. Schließlich brauchen die Gäste Platz für ihre Sachen und wenn Levi und ich hier auch mal ein Mittagspäuschen machen, möchte ich nicht von überflüssigem Kram abgelenkt werden. Ein Gästezimmer sollte daher möglichst nie als Abstellraum benutzt werden!

Natürliche Materialien machen den kleinen, weißen, fast leeren Raum gemütlich: das Holzbrett, der romantische Ast, der Strohhut an der Wand.

Strukturierte Oberflächen wirken gut gegen glatt und kühl wirkendes weiß. Auf dem Stuhl liegt ein gestricktes Kissen und der bereits erwähnte Ast ist schön schrubbelig. Auch der Kerzenständer ist aus einem rauen Eisen gefertigt und die Vase hat eine feine Rillenstruktur.

 

So, nun weiter in die nächsten Räume des Erdgeschosses. Aber nanu?! Hier ist ja doch nicht alles weiß. Ja, stimmt, ich hab am Anfang vielleicht ein wenig geflunkert. Es war nämlich so, dass beim Einzug einige Bereiche (Flur, Treppenhaus und Gäste-WC) in einem dunklen grau gestrichen waren. Das hat uns eh gut gefallen und so haben wir es einfach übernommen und mit einem Neuanstrich in der gleichen Farbe (RAL 7030 steingrau) aufgefrischt. Also haben wir genau zwei Wandfarben im ganzen Haus. Aber es ist tatsächlich so, dass es eine perfekter Kombi ist. Warum, verrate ich gleich.

 

 

Das Gäste-WC liegt jedenfalls ebenfalls im Erdgeschoss. Das Edelstahl-Waschbecken ist von den Vorbesitzern. Ich hätte mir ein solches wohl nie selber ausgewählt, aber ich finde es richtig, richtig gut, weil es mal was ganz anderes ist und das Gäste-WC dadurch so gänzlich von den zwei anderen Bädern unterschieden wird.
Den Spiegel habe ich aus unserem alten Bad mitgenommen. Das Silikonband von HAY wurde aber durch ein schönes dunkelbraunes Lederband ersetzt.

Hinter dem Bad befindet sich übrigens noch ein ganz kleiner Hauswirtschaftsraum, in dem sich unsere Heizung, der Waschtrockner, Staubsauger und ein (sehr praktischer!) an der Wand montierter Wäscheständer befinden. Der Raum ist aber noch nicht blogreif. :D Irgendwann mal wird der schick gemacht, dann zeig ich ihn euch hier natürlich sofort!

 

 

Nun sind wir in unserem Flur im Erdgeschoss. Ich mag ihn super gern! Vor wenigen Wochen ist endlich der alte Schrank, den wir uns haben schwarz streichen lassen, eingezogen. Das war seit einiger Zeit ein großer Wunsch von mir und ich habe diese Investition noch keine Sekunde bereut. Hier passt unsere ganze Garderobe rein, wodurch der Flur immer ziemlich picobello aussieht.
Allerdings muss man dazu sagen, dass wir vor der „richtigen“ Haustür noch einen Vorbau haben, der als Schmutzschleuse dient (auch noch nicht blog-schick). Und er macht seinem Namen alle Ehre… Dort steht auch unser Schuhregal drin, ein weiterer Grund, warum dieser Flur sehr ordentlich ist.
Die wunderbare vom Tischler maßgefertigte Treppe ist auch im Haus „inklusive“ gewesen. Wir haben noch im ganzen Treppenhaus Netze montiert, der Sicherheit wegen. Unter der Treppe ist ein kleiner Abstellraum, der derzeit vor allem zur Unterbringung unserer Handwerksutensilien genutzt wird. Da hab ich ja doch ein paar mehr als passionierte DIYerin.

 

Flur und Gäste-WC- minimalistisch wohnen in weiß

Hä, aber hier ist doch alles grau. Ja, schon. Was ich aber damit sagen will: Das dunkle grau ist genau die richtige Abwechslung und der perfekte Kontrapunkt zum strahlenden weiß in den meisten anderen Räumen. Vom hellen Wohnzimmer in den schummrigen Flur laufen – ich mag den Kontrast total! Und: was ich erst zu weiß dekoriere, sieht zu grau plötzlich ganz anders aus.

Wir haben uns hier übrigens an die Idee der Vorbesitzer gehalten und nicht hier und da mal einen Raum oder eine Wand grau gemalert. Stattdessen zieht sich der Flur im EG mit anschließendem Treppenhaus übers erste Stockwerk bis hoch ins Dachgeschoss wie ein grauer Tunnel durchs Haus. Das sorgt für zwei klar definierte Bereiche, was auch ruhiger wirkt als ein hin und her von weiß und grau.

Der dunkle Farbton hat von ganz allein schon eine tolle, etwas mystische Ausstrahlung, zu der ich kaum zusätzliche Deko benötige. Wenn, dann kombiniere ich dazu fast immer schwarz. Macht den Look noch geheimnisvoller. :) Das Gäste-WC wird durch die besondere dunkle Farbe zu einem Örtchen mit eigenem speziellen Look statt sein Dasein als langweiligen, aber notwendigen 08/15 Raum zu fristen.

Noch ein Tipp für minimalistisches Wohnen: wo man nur spärlich einrichtet, auf besondere Stücke achten. Der schwarze Schrank ist ein echtes Statement-Piece und macht allein schon sehr viel her.

Und er ist wie gesagt ein richtiges Stauraum-Wunder und sorgt für einen aufgeräumten Eingangsbereich. Ich bin froh, auf meinem „Trampelpfad“ vom EG ins obere Stockwerk nicht mehrmals am Tag durch ein Garderoben-Chaos laufen zu müssen.

Und: im Flur möglichst auf EIN großes Stauraum-Möbel beschränken statt auf viele kleine Garderobenhaken, Boxen und Regale. Das wirkt natürlich auch viel ruhiger.

 

 

 

Oben seht ihr den Flur im ersten Stock. Hier gibt es gar nicht viel zu sagen, außer: wie ihr seht, keine Deko. Auch hier tut es mir gut, wenn mein Blick nicht ständig an Bildern oder Dekoteilen hängen bleibt.
Ach ja, wir haben hier und im Dachgeschoss übrigens weiß geöltes Eichenparkett, was auch eine schöne Abwechslung zu unserem weißen Betonboden im Erdgeschoss ist.

Vom Flur geht rechts der begehbare Kleiderschrank ab, den wir auch so übernommen haben. Ich muss es immer wieder erwähnen, da ich schon ein wenig stolz auf mein Reduzieren der letzten eineinhalb Jahre bin: mein Mann beansprucht derzeit wesentlich MEHR Platz im Kleiderschrank als ich. :) Da aber auch er nicht allzuviel Kleidung hat, bleibt im Schrank auch noch genügend Platz für Levis Kleidung und zwei Schubladen sind derzeit sogar leer.
Minimalismus für den Kleiderschrank ist sowieso das beste, was man machen kann und für viele ist das Ausmisten der Klamotten der Start in das ganze Thema. Ich habe mein Kaufverhalten hierbei (und für Deko) jedenfalls am krassesten verändert.

 

 

 

Kurz noch mal ein Blick in unsere zwei Badezimmer. Die kennt ihr ja schon aus meinem letzten Blogbeitrag.
Wir haben im ersten Stock ein Duschbad und ein Wannenbad. Wir benutzen zu 90% ersteres, aber wenn die Familie wächst, sind zwei Bäder vielleicht irgendwann sehr praktisch. Das Wannenbad wurde von den Vorbesitzern sogar als Kinderbad eingerichtet, was mir noch mal bewusst wurde, als ich dort mal die Toilette benutzt habe. Hoppla, ist die niedrig!

 

 

 

Badezimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Im ersten Stock wirkt das viele weiß eh viel gefälliger dank des schönen Eichenfußbodens. Wer zufällig sowieso komplett renoviert und wirklich fürchtet, mit nur weißen Wänden eine zu kühle Atmosphäre zu haben, nimmt einen gemütlichen, warmen Holzfußboden – et voilà. Dieser hier hat durch die weiße Ölung auch keinen zu rustikalen Look, sondern wirkt modern und skandinavisch frisch.

Wenn ich eines in den letzten zwei Jahren gelernt habe, dann: Ordnung kommt nicht durch viele tolle und teure Ordnungsutensilien sondern nur durchs rigoroses Aussortieren. Behalte nur, was du brauchst und liebst, dann ist aufgeräumtes Wohnen sooo viel einfacher. Das gilt meiner Erfahrung nach vor allem fürs Badezimmer. Wir haben wirklich wenig Zeug in diesen Räumen und so sieht es hier (fast!) immer ziemlich schick aus.

Auch im Bad braucht man keine aufwendige Wandgestaltung mit besonderen Wandfarben und Fliesen. Ich bin mit den weißen Wänden und Fliesen sehr happy. Von Klinikatmosphäre keine Spur dank schöner, hochwertiger Handtücher, hübscher Pflanzen, Bilder und kleiner Körbe. Auch im Bad kann man die gleichen „cozy minimalism“ – Ideen anwenden wie in den Wohnräumen!

Statt tüdeliger Deko habe ich bei den Sachen, die „eh sein müssen“ in besonders schöne Exemplare investiert. Zum Beispiel habe ich mich für richtig coole schwarze Armaturen entschieden (mehr dazu in meinem entsprechenden Blogpost). So steht weniger extra Kram herum, um den Raum aufzuhübschen.

 

 

Und jetzt: willkommen in Levis Kinderzimmer!

Da wir in der alten Wohnung kein Kinderzimmer hatten (nicht, weil wir keinen Platz gehabt hätten, sondern weil er mit unter drei Jahren eigentlich noch keines brauchte), habe ich hier im Haus mein erstes Kinderzimmer überhaupt eingerichtet. Da Levi bei uns schläft und kein eigenes Bett hat, findet man hier eigentlich nur zwei Kuschelecken (die alte Liege aus dem Wohnzimmer, flach ausgelegt, sowie den Baldachin von Numero 74) und Stauraum. Wie im Flur steht auch hier ein alter, schwarz gestrichener Schrank, in dem sich Levis Spielzeug befindet.

 

 

Kinderzimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Weiß ist im Kinderzimmern toll, denn es macht einen Raum hell und freundlich. Zusätzlich habe ich hier noch mal das grau aus dem Flur benutzt, um die Wand halb hoch zu streichen. Das betont den unteren Bereich des Raumes und macht das Kinderzimmer noch gemütlicher.

Alte Möbel sind im Kinderzimmer einfach sooo hübsch! Sie wirken herrlich nostalgisch und schaffen immer eine hyggelige Atmosphäre mit ihrem duftenden, alten Massivholz. Und auch hier ist der schwarze Schrank ein echtes Statement-Piece, so dass das Kinderzimmer nicht mehr viel auffällige Deko braucht.

Überhaupt wäre ich mit Deko im Kinderzimmer seeehr vorsichtig. Kauft lieber hübsches Spielzeug, das reicht als optisches Highlight. Aber bitte nicht nur solches, dass IHR cool findet, sondern es sollte auch von den Kindern bespielt werden! Es gibt so viel stylisches Spielzeug, bei dem ich mir denke: und was soll das Kind damit machen?

Gegen das Spielzeugchaos hilft nur sehr, sehr bewusstes Kaufen. Und Achtung auch bei Geschenken! Wenn erst mal viel da ist, ist es nicht so leicht, mit oder ohne Kind (je nach Alter) wieder auszusortieren. Im Internet gibt es einige Tipps zum Thema „bewusste Spielzeugauswahl“.

Und wieder Naturmaterialien: Geflochtene Körbe waren auch hier meine erste Wahl, um für Levi leicht zugänglichen Stauraum zu schaffen.

 

 

 

Hier kommt unser Arbeitszimmer! Die Grundelemente habe ich eins zu eins aus unserer alten Wohnung übernommen. In diesem Raum möchte ich allerdings noch ein wenig etwas umgestalten. Was genau sich ändern soll, weiß ich aber noch nicht.
An der linken Wand hängen meine wichtigsten Wohn-Inspirationen aus Zeitschriften. Die Collage ist aber klein, zu jedem Raum habe ich bloß ein bis zwei Bilder.

 

Arbeitszimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Wie ihr weiter unten seht, befindet sich gegenüber dem Schreibtisch unser vintage String Regal. Der warme Holzton sieht einfach wunderbar vor der weißen Wand aus. Würden sich nur die weißen Möbel in dem Raum befinden, wäre mir der Look sicher zu kühl.

Eine Pflanze und eine Holzschale geben dem Raum noch mehr Wärme.

Dank gründlichen Ausmistens habe ich statt zweien nur noch einen Schubladenschrank in der Mitte des Schreibtisches stehen. Das String Regal konnte ich auch um etwa ein viertel verkleinern. Die Schränke überm Schreibtisch haben wir beim Kauf übernommen. Unter anderem konnte ich dort durchs Minimalisieren alle meine Bücher unterbringen. Auch im Arbeitszimmer gilt: es ist immer genug Stauraum da, wenn man bloß das behält, was man benötigt und liebt. :)

Die Ecke mit dem String Regal ist übrigens der einzige Platz in der Wohnung, den ich noch mit Deko „inszeniert“ habe. Ein kaputter Stuhl, auf dem man nicht sitzen kann, eine kaum benutzte Schneiderpuppe, lauter kleine Deko-Staubfänger und Bücher, die ich nie wieder lese, die aber gut aussehen. Auch beim Minimalismus gilt: erlaubt ist, was gefällt. ;)

 

 

 

 

Erklimmen wir nun die letzten Stufen durchs graue Treppenhaus in das Dachgeschoss…

Im Haus findet man einige Bereiche mit Klinkerwänden. Das alte Klinkerhaus aus den späten 1920ern wurde nämlich von den Vorbesitzern kernsaniert und mit einem Anbau erweitert. Hier an dem Treppenabsatz vor dem Schlafzimmer sieht man einen Teil der früheren Außenwand. Ich hoffe, ich kann ihn bald weiß streichen. Im Duschbad und im Kletterzimmer haben wir das ja bereits umgesetzt.

Neben der Tür zum Schlafzimmer ist noch ein kleines Kabuff, in dem ich unter anderem Levis Sachen aus Babyzeiten (Kleidung, Tragetücher, Stoffwindeln,…), Weihnachts- und Osterdeko und meine Semestermodelle aus Modestudentenzeiten lagere. Wir haben weder Dachboden noch Keller und der Schuppen ist etwas schimmelig. Da sind diese kleinen Einbauten selbst für eine Minimalistin Gold wert. ;)

 

 

 

Hier sind wir nun in unserem Schlafzimmer. Das Dach wurde gut isoliert, so dass es hier selbst bei Sommerhitze absolut erträglich ist. Das herrlich große 2 x 2 Meter Familienbett habe ich natürlich behalten sowie die Lampen und auch meinen sehr praktischen vintage Nachtschrank, in dem meine und vor allem Levis Bücher sind sowie Taschentücher, Notizzettel und anderer Kleinkram.

 

 

Hinter dem Schlafzimmer befindet sich noch der folgende super kleine Raum. Wofür der konzipiert wurde, weiß ich gar nicht genau. Wir nutzen ihn jedenfalls derzeit als Kletterzimmer. :) Hier ist wie bereits erwähnt auch eine der wunderschönen weiß gestrichenen Klinkerwände. Ehrlich, ich LIEBE diesen romantischen Look. Wie gern hätt ich ihn auch für den Küchenblock. Najaaa…

 

 

Schlafzimmer – minimalistisch wohnen in weiß

An sich sind Schlafzimmer super für heimelig dunkle Wände in z.B. dunkelblau, grau oder gar schwarz. Wir haben hier allerdings viele unruhige Bauelemente wie Schrägen, Winkel, Dachbalken und eine Schiebetür. Wenn alles weiß ist, verschwinden die einzelnen Details ein wenig und der Raum wird ruhiger.

Im Schlafzimmer habe ich schon immer auf Deko verzichtet. Das habe ich auch im neuen Haus so beibehalten. So komme ich abends am besten zur Ruhe.

Statt Deko kann man natürlich das Bett mit toll gemusterter Bettwäsche „dekorieren“. Ich selber mag aber auch hier weiß am liebsten. Dafür habe ich in schöne Leinenbettwäsche investiert, die allein schon viel her macht und mit ihrem natürlichen Knitter Struktur reinbringt.

Auch die Struktur der Klinkerwand und die weißen Holzbalken setzen einen romantischen Kontrast zu den glatten weißen Wänden.

Neben Leinen habe ich hier auch anderen Naturmaterialien den Vorzug gegeben: das Bett hat statt eines klassischen Holz- oder Metallrahmens einen kuscheligen Wollbezug, der dunkle Holzton des Nachttisches wirkt wohnlich warm.

 

 

Ich würde euch noch liebend gern unseren Garten zeigen, aber da sind wir leider noch nicht wirklich weit gekommen. Deshalb nur mal ein hübsches Foto von unserer (natürlich!) weißen Garage mit romantischen blauen Blümchen. Als absolute Neu-Gärtnerin war ich schon unheimlich stolz, nach Monaten endlich die verwitterten Korbampeln bepflanzt zu haben. :)

Falls ihr zufällig auch eine große oder kleine Renovierung plant, konnte ich euch nun vielleicht von der universalen Schönheit weißer Wände überzeugen. ;) Aber auch farbliche Experimente finde ich absolut spannend! Fehlt euch da noch die nötige Inspiration oder benötigt ihr Tipps, bin ich dafür aber vielleicht nicht eure Topp-Expertin. :D Hierfür kann ich euch aber sehr den Onlineshop für Farben Kolorat empfehlen, mit dem ich für diese Home Tour zusammengearbeitet habe. Monja und Sebastian helfen euch nämlich auch bei einem Farbkonzept und beraten euch gern umfassend zu allen Thema rund um eure Farb-Neugestaltung. Und ihre Farbauswahl ist riesig! Selbst bei der Auswahl der richtigen weißen Farbe (ich habe genau diese hier) sowie bei meinen vielen Fragen zum Streichen der Klinker (kein Problem mit der Farbe von Kolorat!) habe ich viele gute Tipps bekommen.

 

 

 

Die Qualität der Kolorat Farben kann ich übrigens nach ausführlichem Test (ein 140 qm großen Haus zu streichen bietet ausreichend Zeit hierfür) absolut empfehlen. Die hochdeckende Farbe hat uns viel Zeit erspart, der Geruch war nicht unangenehm und die Verarbeitung klappte super. Wir haben jedenfalls gern mit den Farben gearbeitet und ich bin über diese Kooperation wirklich happy.

So, nun ist die wirklich seeehr große Home Tour beendet und ich hoffe, es gefällt euch in unserem neuen Haus und ihr konntet vielleicht auch ein paar Tipps fürs Wohnen mit weißen Wänden, fürs Minimalisieren oder auch für irgendein anderes Thema mitnehmen.

Liebste Grüße
Karina

 

Eine Tour durch unsere Badezimmer – mit meinen geliebten schwarzen + weißen Armaturen

4. Mai 2018

 

Werbung: Beitrag entstanden in Zusammenarbeit mit Tap Trading Hannover Sylt*

 

So, langsam sollte es mal mit der versprochenen Hometour durch unser frisch bezogenes Waldhaus losgehen, oder? Bevor ich demnächst die große Rundumschau mache, gibt es heute schon ein kleines Schmankerl. Ich zeige euch unsere zwei Badezimmer!
Bei den beiden Räumen war es mir wichtig, meine Ideen zum minimalistischen Wohnen umzusetzen. Ich habe in den letzten Monaten bereits viel an Kosmetika ausgemistet, so dass wir in beiden Bädern mit wenig Stauraum auskommen. Da bleibt zum Beispiel mehr Platz zum Singen und Tanzen unter der Dusche! :) Und natürlich wollte ich mit möglichst wenig Stehrumchens zwei super schöne und einladende Badezimmer gestalten. Schließlich muss vor allem im Bad oft geputzt werden und ich kann es wirklich bestätigen: die vielen „clear surfaces“ machen mein Hausfrauenleben um einiges leichter. ;)

Umso genauer muss nun aber jede Anschaffung überlegt werden. Mit wenigen Dingen große Effekte zu erzielen ist, um es mal auf den Punkt zu bringen, manchmal echt sauschwer. Grüppchenbildung und wenige große statt vieler kleiner Dinge sind da einige meiner Tricks, für die ihr gleich ein paar Beispiele finden werdet. Und ich habe mir einen groooßen Wunsch erfüllt und für das Duschbad geniale schwarze Armaturen einbauen lassen. Das hatte einen riesen Effekt auf den ganzen Look. Aber nun mehr zu all dem!

 

 

Willkommen also zur kleinen Badezimmer-Tour!

Ich zeige euch als erstes unser Duschbad mit meinen sehr geliebten neuen schwarzen Armaturen. Dazu erst mal eine kleine Geschichte. Ich bin ja wie wohl manch anderer hier großer Pinterest-Fan und habe dort schon seit längerem eine Badezimmer-Pinnwand mit recht vielen schwarzen Armaturen, die sich nach und nach als mein absoluter Traum für unser zukünftiges Haus, wann immer es kommen möge, herauskristallisierten. Als das Haus dann kam, allerdings mit klassischem Chrom in den Bädern, ging ich erst mal auf die Suche nach coolen schwarzen Wasserhähnen und Duschen. Hoppla! Was Karina sich so wünscht, ist entweder unerschwinglich oder nicht existent. Das erlebe ich leider öfter und hat mich früher dazu bewogen, selber nähen zu lernen. ;) Nach etwas längerer Onlinerecherche habe ich dann aber zum Glück doch noch den Shop Tap-Trading Hannover Sylt gefunden, der wirklich super schöne Armaturen in allen erdenklichen Oberflächen anbietet – auch in matt schwarz und zu erschwinglichen Preisen.

 

 

Tap-Trading wurde 1995 in Hannover gegründet und seit dem Jahr 2000 vertreibt das Unternehmen als Tap-Trading Hannover Sylt als einer der ersten hochwertige, exklusive Armaturen für designinteressierte Menschen – wie mich. ;) Der eigene Online-Shop entstand 2015, wo Tap-Trading seitdem ein sehr umfangreiches Sortiment aus den Bereichen Bad, Badgestaltung, Sanitär- und Wohnaccessoires anbietet. Es gibt zwei Linien: Nostalgie und Design. Man findet also von modern über klassisch bis zum romantischeren Nostalgie-Look alles, was das Herz begehrt.

Ich habe mir dort zuallererst die Waschtischarmatur aus der Serie „Oxo“ mit hohem Auslauf ausgesucht, da ich so eine große geschwungene Form als Wasserhahn schon immer toll fand. Sie ist richtig schön auffällig und gibt dem ganzen Waschtisch einen sehr coolen, modernen Look und ist zu dem vielen weiß natürlich ein toller Kontrast!

 

 

 

 

Dann musste natürlich auch eines un-be-dingt her: eine schwarze Duscharmatur! Am liebsten hätte ich ja eine Rainshower-mäßige mit großer Kopfbrause gehabt, aber da wir in der Dusche eine Schräge haben, war das platzmäßig leider absolut nicht drin. Zum Glück gab es bei Tap-Trading noch die Variante mit Stabhandbrause und mit diesem Mini-Kompromiss bin ich nun total happy! Jeden Morgen denke ich nun beim Betreten der Dusche: hach, wie schön. Ich finde, die schwarze Armatur sieht einfach super cool aus zu den hellgrauen XXL-Fliesen in der Dusche.

 

 

 

Hier und da habe ich bezüglich der schwarzen Armaturen schon mal Fragen wegen des Putzaufwandes bekommen. Generell finde ich, dass man nicht mehr Kalkflecken als auf Chrom-Armaturen sieht. Meinem Gefühl nach ist eher das Gegenteil der Fall. Den Wasserhahn putze ich also ganz normal alle 1-3 Tage. Die Dusche wische ich allerdings jedes Mal mit meinem Handtuch trocken, was nicht zwingend nötig wäre, aber weil ich sie so liebe, tue ich ihr den Gefallen. ;) Zur Lieferung der Armaturen kam auch eine Pflegeanleitung mit. Das wichtigste hieraus: bitte keine Scheuermittel und -schwämme und keine Reiniger auf Essigbasis benutzen. Aber dies wird eigentlich bei allen Armaturen so empfohlen, damit die Oberfläche lange schön bleibt.

 

 

Nun kommen hier noch ein paar konkrete Beispiele, wie ich in diesem Bad versucht habe, mit wenigen Dingen viel Effekt zu erzielen.

Erstens wie gesagt die Armaturen. Sie sind kein zusätzlicher Gegenstand, der überflüssigen Platz wegnimmt und „müssen ja eh sein“. Ich habe mir meine Traum-Armaturen gegönnt und damit bereits einen tollen Effekt erzielt.

Dann setze ich wo es geht auf wenige große Gegenstände: Einen üppigen Zickzackstrauch statt vieler kleiner Pflänzchen. Ein großes Bild statt einer Galerie mit Miniformaten. Bilder sind überhaupt gut in Bädern. Sie müssen zum Putzen nicht beiseite geräumt werden und bringen viel Effekt mit! Auf der Fensterbank steht eine Gruppe gleicher Körbchen statt eines wilden Mixes.

Ach ja, die Aufbewahrung! Man kann ja eine Menge Geld für Badmöbel ausgeben. Da ich zunächst unter dem bereits eingebauten Waschtisch passende Unterschränke mit Schubladen haben wollte, habe ich mal ein Angebot von einem Tischler angefragt. Wir wären schnell bei tausend Euro gewesen. Ich fand das schon echt viel, aber als mein Mann dann meinte: ich bezahl doch nicht tausend Euro, um mein Deo irgendwo reinzustellen, dachte ich: Mein Gott, stimmt! Ich habe in letzter Zeit wie gesagt viel Kosmetika und Co. aussortiert, mein Liebster hat eh nicht viel und da war es einfach nicht nötig, einen großen Schubladenschrank anfertigen zu lassen. Ich habe dann einfach eine weiße Platte unter den Waschtisch montiert, weiße Holzkästen rein gestellt und fertig! In den Kästen findet unsere komplette Körperpflege, sowie Handtücher, Haartrockner,… einfach ALLES seinen Platz. In der Klappe rechts finden sich die Putzmittel und- schwämme. Diese Lösung funktioniert also super für uns! Minimalismus olé!

 

 

So, nun zu unserem Wannenbad, das hauptsächlich von den beiden Männern hier benutzt wird. Hier war beim Kauf des Hauses schon einiges schönes vorhanden. Wanne, Waschbecken, Toilette, Heizung, Boden und Fliesen blieben, wie übrigens auch im Duschbad, wie sie waren. Aber auch hier wollte ich gerne neue Armaturen. Zunächst dachte ich an die schwarzen wie im ersten Bad. Aber das hätte irgendwie nicht zu dem Boden aus geweißter Eiche gepasst, der in diesem Raum (aus einem mir völlig schleierhaften Grunde) recht dunkel und rötlich wirkt. Also entscheid ich mich fürs genaue Gegenteil: weiß!

 

 

 

 

Der weiße Wasserhahn und die weiße Badewannenarmatur, ebenfalls aus der Serie „oxo“, sehen herrlich frisch aus und nehmen sich gleichzeitig vor den weißen Wänden bzw. Wandfliesen zurück. Hier durfte daher sogar ein wenig Farbe einziehen, so dass sich auf dem weißen Metallregal tatsächlich ein paar Braun- und Blautöne finden lassen. ;) Da wie gesagt hauptsächlich mein Mann und Levi das Bad nutzen (ich bade quasi nie), hab ich das Regal speziell für meinen Liebsten hergerichtet: sein geliebtes Hamam-Tuch, eine herrlich duftendes Badeöl, eine Kerze, … Levis Badespielsachen sind in der weißen Kunststoff-Box untergebracht, auf der das Zickzack-Bäumchen neben der Wanne steht. So ist es hier alles immer ziemlich aufgeräumt.

 

 

 

 

 

Zum Abschluss noch einen Tipp, falls ihr euch auch so hübsche Armaturen fernab vom Sanitär-Standard aussuchen möchtet. Ich habe leider tatsächlich etwas Mühe gehabt, einen Klempner zu finden, der mir diese Armaturen installiert. Immer wollten sie nur die Waren aus ihrem eigenen Sortiment einbauen. Begründet wurde dies damit, dass sie auf andere Artikel keine Gewährleistung geben können. Das hat mich sehr geärgert, zumal ich hier wirklich super hochwertige Ware liegen hatte. Letztendlich habe ich aber doch noch Erfolg gehabt, also lasst euch nicht unterkriegen. Eigentlich ist ein Klempner ja schließlich ein Dienstleister, der von euch bezahlt wird und der nicht unbedingt nur am Verkauf seiner Produkte interessiert sein sollte. Naja, SOLLTE. ;)

Ich hoffe, euch hat der Einblick in unsere Badezimmer und vor allem die Wahl meiner Armaturen gefallen. Und vielleicht konntet ihr ja auch ein paar Ideen für eure eigenen Bäder mitnehmen.

Liebste Grüße
Karina

 

 

* Die Zusammenarbeit mit Tap-Trading entstand auf meine Idee hin, nachdem ich so happy war, diese tollen Armaturen entdeckt zu haben und ich sie euch hier gerne ausführlich vorstellen wollte.
Danke noch mal an Herrn Büttner für die sehr nette Zusammenarbeit!

 

DIY: ein Wandschmuck für Ostern (Last Minute geeignet!)

20. März 2018

 

 

Heute mal ein klitzekleines, easy peasy Oster-DIY für Kurzentschlossene – wie mich. :) Ich bewundere ja diejenigen Blogger, die sich schon Monate vor den Feiertagen neue DIYs überlegen und sie dann Wochen vorher umsetzen und posten. Ich gehöre leider nicht dazu. :D Hier wird so gebloggt, wie mein Leben läuft und da ich erst an diesem Wochenende zum österlichen Dekorieren gekommen bin, bekommt ihr nun mal erst heute meine Idee für einen hübschen Oster-Wandschmuck. Aber hey, er ist super einfach gemacht und es sind noch fast zwei Wochen Zeit. Mit einem Gang ins Blumengeschäft müsstet ihr eigentlich alle Zutaten zur Hand haben. Ich hatte sie sogar alle zuhause. Ihr benötigt:

Einen einfachen Kranz.

Drei ausgepustete Eier (ich habe Gänseeier benutzt, genauso könnt ihr auch Hühnereier nehmen).

Nähgarn (in drei ca. 30 cm lange Stücke geschnitten).

Streichhölzer.

Und wer mag, noch ein kleines Häschen. :)

 

 

Bindet die Eier in unterschiedlicher Höhe an die Unterseite des Kranzes. Dafür brecht ihr ein Streichholz in kleine Stücke (1-2 cm lang), bindet das Nähgarn an je einem Stückchen fest und steckt es in das Loch an der Oberseite des Eis. Das Streichholz verkantet sich dann so, dass es nicht mehr herausrutschen kann. Dann müsst ihr den Kranz eigentlich nur noch an die Wand hängen. Fertig ist eine schöne minimalistische Oster-Wanddekoration.

 

 

Ich habe noch Levis Ostheimer Holzhasen in den Kranz gesetzt. Vielleicht habt ihr ein ähnliches Häschen zuhause? Der Kranz sieht in jedem Fall auch ohne ihn hübsch aus! Ich muss selber mal sehen, wie lange der Hase dort sitzen bleiben darf, Levi hat in diesem Fall das letzte Wort.

 

 

Aber seid ihr eigentlich immer ganz früh dran mit eurer Osterdeko? Vielleicht kommt dieses kleine Bastelprojekt für euch ja genau zum richtigen Zeitpunkt. :)

Liebste Grüße
Karina

 

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