Wie ich es schaffe, weniger zu kaufen und Fehlkäufe zu vermeiden – 11 Tipps

18. Juni 2017

 

Auf meinem Weg zu einem minimalistischeren Wohnstil bin ich nicht nur dabei, Sachen nach und nach auszusortieren, sondern vor allem auch mein Kaufverhalten zu verändern. Mit welchen Tricks ich es bisher geschafft habe, weniger zu kaufen und Fehlkäufe zu vermeiden, das möchte ich euch heute mal erzählen. Ich hoffe, es sind auch ein paar Tipps für euch dabei! Manche kennt ihr sicher schon, ich habe sie aber trotzdem hier mit aufgenommen, wenn sie für mich sehr gut funktionieren. Andere Tipps sind aus meiner eigenen Erfahrung heraus entstanden. Inklusive ist hier und da auch mal wieder eine Reise in meine tiefenpsychologischen Kaufsucht-Abgründe. ;) Also, los geht’s!

 

Achtung bei Trendkäufen!
Trends sind kurzlebig, das wissen wir alle. Das ist ja auch deren Sinn und völlig in Ordnung. Aber ich möchte in Zukunft noch mehr darauf achten, keine oder noch weniger Trendkäufe zu tätigen. Zwei, drei Teile pro Trend sollen für mich das Maximum sein. Und vor allem: keine großen Stücke wie zum Beispiel Möbel kaufen. Eine Vase darf auch nur mal ein, zwei Jahre ein Lieblingsstück sein. Aber ein Esstisch sollte schon länger halten, oder? Beispiel: Ich habe viele Dekoteile aus Kupfer, aber ich mag nur noch sehr wenige davon wie die säulenförmige Vase. Hätte ich mir zum Beispiel vor ein paar Jahren einen Couchtisch aus Kupfer gegönnt – ach du je. Deswegen wird es auch keinen mit Marmorplatte geben (auch, wenn ich so was im Moment sooo schick fände.)

 

Achtung bei „einmaligen Gelegenheiten“ und „wenn ich schon mal da bin“-Situationen!
Hier tappe ich nach wie vor öfter mal in die Shoppingfalle und kaufe eher unnütze Dinge. Und zwar in Situationen, in denen ich denke: „Ich bin doch so selten hier, jetzt muss ich auch was kaufen.“. Beispiele sind unsere gelegentlichen Trips nach Kopenhagen oder Bummeln in netten, günstigen Shops wie Tiger und Søstrene Grene, wo ich nicht so oft hinkomme. Einfach nur das Bummeln genießen, wieder aus dem Laden gehen und nichts kaufen – das fällt mir oft noch schwer.
Das selbe gilt für Onlineshops. Ich habe sehr oft meinen Warenkorb mit mehr Dingen befüllt, als ich eigentlich kaufen wollte, einfach, weil ich ja eh schon was bestelle und „sich die Versandkosten dann noch eher lohnen“. Auweia…

 

Achtung bei Souvenirs!
Dass Deko-Mitbringsel aus eher exotischen Ländern bei mir zuhause meist ziemlich fehl am Platze wirkten, habe ich schon ziemlich früh bemerkt. Trotzdem bin ich in der Vergangenheit in ähnliche Shoppingfallen getappt. Zum Beispiel haben wir mal Urlaub in einem im Shabby Chic gestylten Bed and Breakfast mit angeschlossenem Shop gemacht. Es war wirklich zauberhaft dort! Aber die Deko-Teile, die ich mir da gekauft habe, weil ich mich vom dem Flair habe mitreißen lassen, waren nicht lange meine Lieblinge… Also: bleibt im Urlaub auf dem Boden der Tatsachen und überlegt euch genau, ob ihr euch gerade nur von der speziellen Atmosphäre einlullen lasst und ob die Sachen, die ihr shoppen möchtet, wirklich, wirklich EUER Stil sind.

 

Foto: Jenny Mustard

Foto: Jenny Mustard

Minimalismus zum coolen Lifestyle erklären
Statt sensationell schönen und nach dem aktuellen Trend eingerichteten Wohnungen aus Pinterest nachzueifern, habe ich für mich einen neuen Lifestyle als das ultimativ coole erklärt: Minimalismus. Ich hatte nämlich oft das Bedürfnis, bei den toll durchgestylten Wohnungen mithalten zu müssen, um mich „angesagt“ zu fühlen. Wenn ihr auch shoppt, um einem bestimmten Lifestyle hinterherzujagen, sucht euch doch einen, der das Shoppen sehr zurückhaltend sieht. Wie wäre es mit Minimalismus? ;) Eines meiner coolen wenig-shoppen-Vorbilder ist zum Beispiel Jenny Mustard, deren herrlich spärlich eingerichtetes Zuhause ihr oben auf den Bildern seht. Wenn ich also mal wieder einem Kauf widerstanden habe, fühle ich mich neuerdings immer seeehr coooool.

 

Test: einen Monat lang keine Kleidung und keine Deko kaufen
Das habe ich mal gemacht, einfach nur um zu testen, ob ich dann wirklich mehr Zeit habe. Ergebnis: ja, hatte ich. Diese Erfahrung motiviert mich nach wie vor, zurückhaltender zu shoppen.

 

Gefährliche Shops identifizieren
Bei mir gibt es ein paar (Online-)Shops, in denen ich in der Vergangenheit öfter mal Sachen gekauft habe, die sich später dann als eher kurzlebige Lieblinge oder sogar Fehlkäufe herausgestellt haben. Diese Shops sind entweder sehr günstig oder stehen für einen Lifestyle, von dem ich glaube, dass ich ihn mit einem Kauf in mein Leben holen müsste. Dazu zählen zum Beispiel Bolia oder H&M Home. Hat man diese Bösewichte identifiziert, kann man sie meiden oder sich wenigstens beim Shoppen fragen, ob man dieses oder jenes Teil wirklich haben will oder sich mal wieder von niedrigen Preisen oder einem tollen Image beeinflussen lässt.

 

Newsletter abbestellen
Den Tipp liest man immer wieder. Warum habe ich es so lange trotzdem nicht gemacht? Naja, ich hatte Angst, etwas zu verpassen. Seit ich mir aber einen Ruck gegeben habe und jetzt doch die letzten Newsletter von Onlineshops abbestellt habe, muss ich sagen: richtige Entscheidung. Ich hatte ja oft gar nicht mal etwas gekauft nach dem Klick auf die Links in der Email. Aber gerade deswegen kann ich gut auf die Newsletter verzichten, denn bei meinem Minimalismus-Weg ist es mir auch ganz wichtig, möglichst wenig Zeit online zu verbringen.

 

Vorsicht bei Sale-Aktionen und Rabatten
Das ist ebenfalls ein altbekannter Tipp. Aber natürlich bin auch ich ständig in die Rabatt-Falle getappt und habe mir Sachen gekauft, die ich nicht brauche und die ich nicht wirklich, wirklich toll fand. Vor wenigen Monaten erst habe ich in einem Einrichtungsladen extra mehr Teile gekauft, weil man ab einer bestimmten Einkaufssumme 25% Rabatt bekam. Oh-oh…

 

Wünsche aufschreiben und erst mal abwarten
Auch dieser unter Minimalisten weit verbreitete Tipp hat mir geholfen, Spontankäufe zu vermeiden. Bei Gebrauchsgegenständen, die ich glaubte zu benötigen, hat sich oftmals herausgestellt, dass sich einfach meine Gewohnheiten verändern und sie mittlerweile überflüssig wären. Bei Dingen, die ich einfach super schön fand, hat sich mein Geschmack oder der Trend dann doch schneller als erwartet verändert. Was bin ich froh, mir damals doch nicht den teuren Eames House Bird gekauft zu haben…

 

 

Finde deinen eigenen Stil
Puh, ganz schön schwierig. Auch ich interessiere mich für Wohntrends und werde nach wie vor von ihnen beeinflusst. Aber seit ich minimalistischer wohnen und leben möchte, habe ich es mir zur großen Aufgabe gemacht, meinen ureigenen Wohnstil zu finden. Dabei versuche ich herauszufinden, welche Teile mich schon viele, viele Jahre begleiten und glücklich machen und was deren Eigenschaften sind. Tatsächlich sind es zum Beispiel die Farben schwarz-weiß und blau sowie schöne Hölzer und sehr schlichte Midcentury Teile. Beispiele sind unser String-Regal, mein praktischer und schöner Nachttisch sowie – das ist jetzt ein klein wenig makaber – ein paar Käfer und Falter in kleinen schwarz-weißen würfelförmigen Kästen. Letztere habe ich zu Teenager-Zeiten von der Mutter meiner besten Freundin, einer Kunstlehrerin, geschenkt bekommen und ich finde sie immer noch schön.
Wenn man sich bewusst macht, was einen bereits viele Jahre begleitet, kann man daraus Richtlinien für zukünftige Käufe ableiten und sich vor Fehlkäufen schützen.

 

Nicht gekauft = ausgemistet
Haha, das ist mein ganz spezieller Trick, mit dem ich mich bereits mehrfach überlistet habe, um einem Kauf zu widerstehen.
Ich miste jetzt ja seit einigen Monaten Stück für Stück aus und kenne inzwischen sehr gut das schöne Gefühl, ein weiteres Teil, das man nicht mehr wirklich braucht, losgeworden zu sein. Wenn ich dann in letzter Zeit etwas nettes in einem Geschäft gesehen habe, von dem ich überlegte, es zu kaufen, ich aber wusste, das es mich eigentlich nicht wirklich begeistert, habe ich es so gemacht: Ich habe innerlich nein zu dem Teil gesagt und mir dabei einfach vorgestellt, ich hätte das Ding gerade aus meinem Besitz aussortiert. So habe ich jetzt statt des negativen Gefühls des Verlusts, das ich früher beim Nicht-Kaufen hatte, ein super gutes Aussortiert-Gefühl. :)

 

Waren ein paar Tipps für euch dabei? Oder habt ihr noch mehr Ideen, wie man zurückhaltender und gezielter shoppen kann? Ich bin gespannt!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Zimmerschau bei Strickdesignerin Doro: lässiger Mix aus alt und neu

10. Juni 2017

 

Juchu, endlich mal wieder eine Zimmerschau! Das ist eigentlich meine Lieblingskategorie meines Blogs, aber es ist leider zu selten, dass ich dazu komme, tolle Wohnungen für euch zu fotografieren und hier zu zeigen. Als ich neulich aber bei meiner Freundin Doro in Würzburg zu Besuch war, hatte ich die Gelegenheit dazu. Und heute kann ich euch ihr wunderhübsches Zuhause zeigen, das vor allem durch eine tolle Mischung aus alten und neuen Styles sowie ein paar DIYs seinen sehr individuellen Look bekommt.
Doro kenne ich noch aus Berliner Modestudenten-Tagen und während ich irgendwann im Interior gelandet bin, arbeitet sie seit einigen Jahren für ihr Strick- und Wolllabel Wooltwist, das ich euch an anderer Stelle auch schon mal vorgestellt habe. Aber nun auf zur Zimmerschau!

Doro wohnt mit ihrem Freund Flo und ihrem bald einjährigen Sohn Matteo im Erdgeschoss eines schönen Neubaus in Würzburg mit direktem Gartenzugang aus fast allen Zimmern. Als ich da war, war allerbestes Wetter und es war wirklich herrlich, von überall her raus gehen zu können. Durch die bodentiefen Fenster war es auch wunderbar hell in der Wohnung.
Wie bei Neubauten meist üblich, bildet ein großer Wohn-Essbereich mit offener Küche das Herz des Zuhauses. Gegessen wird bei Doro, die übrigens eine super Köchin ist, an einem uralten Tisch (ein toller Glücksfund vom Sperrmüll!) mit lässigem Vintage Stuhlmix. Die Bank ist ein Upcycling-Projekt aus einem alten Ikea Pax Schrank und die sensationelle Lampe ein DIY aus einem Ast und drei einfachen schwarzen Lampenfassungen mit XXL-Glühbirnen.

Statt mit kurzlebigen Trendobjekten dekoriert Doro lieber mit Pflanzen, Kerzen oder zweckmäßigen Dingen aus schönen Materialien. So findet man zum Beispiel eine kleine Sammlung schöner, individueller Keramik in ihrem Küchenschrank.

 

Wie ich ist Doro glückliche Besitzerin des Kivik Sofas von Ikea, das bei ihr eine große gemütliche Sitzecke für die kleine Familie und ihre zwei Katzen Anouk und Levi bildet. Der weiße Diamond-Chair, die spacige Pendelleuchte von House Doctor und der Couchtisch von Ferm Living bilden mit ihren filigranen Drahtgestellen eine tolle Einheit aus alt und neu.

 

Doro arbeitet, so gut es mit Baby eben geht, für ihr Label Wooltwist von zu Hause aus. Daher hat sie sich ein besonders hübsches und inspirierendes Homeoffice geschaffen, in dem die Utensilien für ihren Job nicht nur Arbeitsmaterial, sondern auch Deko sind. Zwischen Türmen aus dicken Garnrollen, Moodboards und Strickproben bearbeitet sie die Bestellungen ihrer Webshop-Kunden und entwickelt neue Ideen für ihre Strickgarne und modernen Stricksets.

 

In dem niedrigen Schrank mit den vielen kleinen Schubladen und den Messinggriffen finden alle Garnrollen und sonstigen Arbeitsutensilien Platz. Er ist eigentlich ein 08/15 Möbelstück aus dem Baumarkt. Doro ahnte aber gleich, da kann man mehr draus machen und hat ihn kurzerhand in einem schönen lichtgrauen Farbton gestrichen. Der hübsche Grobstrickpulli aus Merinowolle ist der „Softy“ Sweater aus Doros Shop und kann als Strickset bestellt werden. :)

 

Das Malm Bett im Schlafzimmer wird für den kleinen Matteo mit einem Beistellbett kombiniert, so dass hier die ganze Familie Platz zum Schlafen hat. Ich weiß noch, wie gut mir das altbekannte Bett von Ikea in Doros Zuhause gefiel. In dem Raum kam seine eigentlich sehr schöne minimalistische Form super zur Geltung. Dazu weiße Bettwäsche, eine gemütliche graue Strickdecke und an jeder Seite des Bettes eine ganz einfache messingfarbene Leuchte – fertig ist ein Raum, in dem man wunderbar zur Ruhe kommen kann.

 

 

In Matteos Babyzimmer steht eine zauberhafte Wiege mit einem sogenannten Moses Korb, die ein glücklicher Ebay-Fund war. Der knuffige Pinguin, der sich im Korb versteckt und der große weiße Stern am Boden sind zwei Ideen aus Doros Buch „Knooking – Häkeln im Stricklook“. Auch die riesige Holztruhe erzählt eine schöne Geschichte: sie stand früher mal bei einem Müller und war eine Mehlkiste,  beherbergt heute aber das Bettzeug für Doros und Flos Gäste.

 

Und Doro hat nicht nur ein Händchen für schöne Inneneinrichtung, auch ihre Terrasse, die rund um die Wohnung verläuft, hat sie mit vielen großen und kleinen Kübelpflanzen super schön dekoriert. Ich quetsche Doro schon jetzt ab und zu mit Fragen rund um das Thema Gärtnern aus, denn auch wir sind ja bald (uuuaaah!) Bewohner eines Hauses mit Garten. Aber demnächst kann Doro mir auch ganz direkt mit Tipps zur Seite stehen, denn die kleine Familie wird bald nach Hamburg ziehen. Ich freu mich so! Und dann wird es auch ganz bestimmt wieder eine Homestory aus Doros neuem Zuhause hier oben im hohen Norden geben.

Liebste Grüße
Karina

 

Kinder und Minimalismus? Krempelfrei bleiben mit Kindern: Ideen und Erfahrungen

19. Mai 2017

 

Wenn man beim Ausmisten seinen ganzen Besitz durchgeht, wird man als Mama schnell feststellen, dass ein Großteil der Dinge zusammen mit dem Kind/den Kindern ins Zuhause gezogen sind. Ist ja normal und ok, denn drei, vier oder fünf Personen sind mehr als zwei und Kinder benötigen schon ein paar spezielle Dinge. Ich schreibe „ein paar“, denn ganz sicher sind es nicht so viele wie uns von der Spielzeug-, Kindermöbel- und Lebensmittelindustrie vorgegaukelt wird. Dass man eine Babyhaarbürste, Babymineralwasser, Quetschies (=Obstsmoothies in Wegwerfverpackungen) oder sprechende und blinkende Plüschtiere nicht braucht, diese Meinung teilen viele. Aber Windeln, Kinderwagen und Wundcreme? Das ist doch „typisch Baby“! Naja, wir jedenfalls sind ohne all das ausgekommen. Hier kommen ein paar eigene Erfahrungen und Ideen, wie man mit weniger Dingen Kinder groß bekommt.

Tragetuch statt Kinderwagen
Ganz oben auf der Liste der wichtigsten Anschaffungen steht bei werdenden Eltern ein Kinderwagen. Das war bei mir genauso, als ich gerade erfahren habe, dass ich schwanger bin. Uns war aber auch schon früh klar, dass wir auch eine Babytrage haben möchten. Bei der Recherche nach geeigneten Modellen fragte ich mich dann aber immer öfter, ob wir denn wirklich, wirklich auch einen Kinderwagen benötigen. Nach ein bisschen Überlegen haben wir beschlossen, es einfach mal ohne zu probieren und das war eine suuuper Entscheidung! Levi lag in seinem ersten Lebensjahr nicht ein Mal in einem Kinderwagen, sondern war immer in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe. Noch heute, er ist zwei, nehme ich meist die Trage statt den Buggy. 

Unsere Tragen habe ich in einem Körbchen im Flur stehen. Im Moment benutze ich nur den MySol und die Trage von Studio Romeo. Wir haben auch noch je ein Tragetuch von Didymos und von ByKay. Die haben wir benutzt, als Levi noch gaaanz klein war, weil die für ihn besseren Halt boten.

Hier einige Vorteile, Tragen statt einen Wagen zu benutzen:
– Es ist viel günstiger! Kinderwagen kosten neu so 800 bis 1200 Euro. Ein neues Tragetuch bekommt man für um die 80 Euro.
– Tragetücher nehmen viel weniger Platz zuhause weg.
– Kein Kinderwagen-Geschleppe.
– Mobilität beim Treppensteigen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
– Das Kind ist immer ganz nah bei einem, man kann ihm alles zeigen und erzählen und es jederzeit abknutschen.

Bücher leihen statt kaufen
Ich habe es schon in einem vorherigen Blogpost geschrieben. Ich kaufe nur noch wenige Kinderbücher, nur noch ganz besonders tolle. Ich lese Levi sooo viel vor und wenn ich immer neue Bücher kaufen würde, hätten wir wohl schon ein ganzes Regal voll. Also leihe ich immer schön Bücher in der Bücherei aus.
Außerdem kann man statt der „normalen“ Bücher auch mal Pixie-Bücher kaufen. Die nehmen nur einen Bruchteil des Platzes weg und die Geschichten sind genau so schön.

Familienbett statt Kinderbett
Als Levi geboren wurde, hatten wir noch ein Beistellbett im Schlafzimmer stehen. Zum Glück konnten wir das irgendwann als Sitzbank für ihn umfunktionieren, denn gebraucht haben wir es eigentlich nie so wirklich. Gut, als Rausfallschutz war es super, als unser Bett nur 1,40 m groß war. Aber Levi lag nie drin. Irgendwann habe ich unser Bett auf 2m Breite erweitert und Levi schläft nach wie vor bei uns. Wir finden’s super schön. Und wir sparen uns erst mal Kinderbett, -matratze und -bettzeug. Leisten könnten wir uns das alles, darum geht es nicht. Es ist einfach dieses Minimalismus-Ding, dass viele Dinge viel Arbeit machen. In diesem Fall gilt: ich mache lieber ein Bett als zwei. :)

Windelfrei und Stoffwindeln statt Wegwerfwindeln
Ich habe mich in der Schwangerschaft zu allen möglichen Themen dumm und dusselig recherchiert. Da lief mir auch irgendwann das Thema Windelfrei über den Weg. Muss ich ausprobieren, dachte ich. Also haben wir Levi, als er etwa drei Wochen alt war, immer mal wieder abgehalten, wenn wir dachten, dass er mal groß oder klein muss. Das ging mal nach Gefühl, mal nach Signalen, mal nach der Uhr. Es hat mal besser, mal schlechter geklappt.

Zur Sicherheit hat Levi aber auch oft Stoffwindeln getragen. Wir haben uns für die gDiapers entschieden. Die waren praktisch und schön schlicht (ich wollte Stoffwindeln ohne bunte Muster haben, was eher schwer zu finden war). Das mit dem Waschen klappte ganz gut und war auch nicht übermäßig viel Arbeit. Das lag aber auch daran, dass ja viel in der Toilette bzw. im Töpfchen landete und die Windel oft einfach sauber blieb. Wegwerfwindeln trug Levi selten und wenn, dann Öko-Windeln.

Bei unserem Windelfrei-Projekt waren wir nie verbissen und Humor braucht man auf jeden Fall, wenn man das probieren will. Denn ja, es geht auch ziemlich oft was schief. :D
Levi war jedenfalls trotzdem irgendwie mit 15 Monaten Tag und Nacht trocken, was mich selber überrascht hat, denn es kam so spontan und von ganz alleine. Er hatte irgendwann gar keine Lust mehr auf Windeln und dann klappte es auch sehr gut ohne. Ich sehe das nicht als unseren Verdienst an, aber ich bin trotzdem ein bisschen stolz und unheimlich froh, denn wir sparen BERGE an Müll bzw. Wäsche und Arbeit dadurch, dass wir nur ca. halb so lange gewickelt haben wie manch andere.

Ne Menge Tipps rund um Stoffwindeln und Windelfrei findet ihr zum Beispiel hier.

Wasser statt Kosmetik
Ich besitze quasi keine Kosmetikprodukte für Levi. Durchs Teilzeit-Windelfrei musste Levi selten in seinen Ausscheidungen liegen, dadurch hatte er nie einen wunden Po. Eine Wundcreme habe ich also nie gekauft und auch nie gebraucht. Er wird immer mit Wasser gewaschen, nur seine Hände ab und zu mit Seife. In der Badewanne ist nur Wasser und auch Shampoo benutze ich nicht bei ihm. Natürlich wird er trotzdem immer sauber und riecht nicht komisch oder so. Ich höre von anderen höchstens, wie gut er duftet. :) Einmal-Feuchttücher benutzen wir nur ab und zu unterwegs. Durch die stets sanfte Reinigung ist Levis Haut nie trocken und braucht keine Creme. Als Sonnenschutz nehme ich Kokosöl (aber Achtung: Sonnenschutzfaktor ist nur ca. 4!), Kleidung und einen Sonnenhut. Und wir bleiben möglichst im Schatten! Bisher hatte er so nie einen Sonnenbrand.

Kinderkleidung kaufen nach Bedarf statt nach Lust und Laune
Ich kann es absolut verstehen, wenn man in der Schwangerschaft und in den ersten Monaten mit Baby riesen Freude am Babykleider-Shopping hat. Das ging mir genau so. Und erst seit ich mich mit dem Thema Minimalismus beschäftige, kann ich mich beim Shoppen zurückhalten, weil ich einfach nicht möchte, dass unsere Schublade für Levis Klamotten so voll wird. Und weil mit erst jetzt so richtig bewusst geworden ist, dass Levi viele Sachen kaum getragen hat. Entweder, weil die Menge einfach ZU GROß war oder die Sachen einfach unpraktisch waren. Man muss eben erst mal schauen, was so zu dem eigenen Lebensstil passt. Durch das Windelfrei-Ding waren zum Beispiel Einteiler wie Strampler und teilweise auch Bodys eher unpraktisch und verstaubten daher in den Schubladen.

Ich kann mich mittlerweile ganz gut beherrschen. Ich kaufe nur noch das, was wir wirklich benötigen und – ganz heißer Tipp, haha – GUCKE GAR NICHT ERST IN DEN SHOPS. Denn wenn ich erst mal etwas süßes gesehen habe, fällt es mir nämlich nach wie vor schwer, zu widerstehen.

In der aktuellen Größe habe ich jedenfalls mittlerweile vielleicht nur noch halb so viele Sachen wie in den damaligen Babygrößen. Es ist schön zu wissen, dass alle Kleidungsstücke auch genutzt werden und alles in eine Schublade unserer Ikea-Malm-Kommode passt, ohne dass ich quetschen muss.

Die Spielecke für unseren kleinen Sohn im Wohnzimmer mit Ikea Besta Schrank.

Spielzeug?!
Puh, keine Ahnung, wer Tipps hat, bitte melden. ;) Wir haben im Vergleich zu anderen bestimmt nicht mega viel Spielzeug, aber für mich fühlt es sich nach zu viel an (es ist jedenfalls mehr, als oben auf dem schicken Bild zu sehen ist). Zu unserer Verteidigung muss ich aber sagen, dass wir vielleicht ein Viertel davon selber neu gekauft haben, ein Viertel ist vom Flohmarkt und der Rest sind – wer errät es? – Geschenke. Was wir in Zukunft versuchen wollen, ist, uns zu Weihnachten und Co eine große Sache von mehreren Personen zu wünschen. Mal sehen, wie das klappt.

Ich hoffe, hier waren ein paar schöne Ideen und Anregungen für alle (werdenden) Mamas und Papas dabei!

Liebste Grüße
Karina

 

Freude Freude Freude: Ab Herbst ist dies unser neuer Wohnzimmer-Ausblick!

18. Mai 2017

 

Jaaa, es ist eine Pferdewiese! Und auf der anderen Straßenseite unseres neuen Zuhauses sind Schaaafe! Leute, ich freu mich so und seit gestern ist es auch ganz sicher: wir werden im Herbst umziehen und ab dann sehr dörflich wohnen (ich schreibe nicht „auf dem Dorf“, denn DAS ist tatsächlich noch Hamburg). Es wird eine ganz schön krasse Veränderung werden, aber in letzter Zeit wurde mein Wunsch, aus der Stadt raus zu ziehen immer stärker und nun hat es tatsächlich geklappt. Und natürlich freue ich mich nicht nur auf die unfassbar schöne Natur, sondern auch auf die Gestaltung eines neuen Zuhauses. Höhö. Das wird ein Spaß, ihr Lieben!
So, mehr wird für heute nicht verraten, ich halte euch aber natürlich auf dem Laufenden!

Liebste Grüße
Karina

 

Wie weiße Möbel weiß bleiben und ich meine Lieblingskleidung pflege – zwei super Helfer!

10. Mai 2017

 

Heute kommt hier mal die Hausfrau in mir zu Wort! ;) Ich möchte euch verraten, welche zwei Helfer ich benutze, damit a) unsere vielen weißen Möbel herrlich weiß bleiben und b) unsere gute Kleidung immer wie neu aussieht. Das Bild oben verrät es auch schon. Für alle möglichen weißen Flächen benutze ich Schmutzradierer, für Kaschmir- und Wolle-Seide-Kleidung einen Fusselrasierer. So bleiben Möbel und Mode sehr lange sehr schön und sehen viele Jahre gepflegt und fast wie neu aus.

Ganz ehrlich: ich weiß gar nicht, was ich ohne die Schmutzradierer machen würde. :D Wir haben ja zum Beispiel echt viele weiße Ikea-Möbel und gerade deren Flächen haben nach einiger Zeit oft so nen merkwürdigen Grabbel-Grauschleier, der sich mit Staubtuch oder feuchtem Lappen nicht entfernen lässt. Das gilt zum Beispiel für unseren Ikea-Couchtisch. Aber auch unseren Esstisch und meinen Schreibtisch reinige ich damit regelmäßig. Ich habe dort sogar schon Kugelschreiberstriche wegbekommen. Oder kennt ihr diesen gräulichen Schatten, der sich auf Schreibtische legt, weil an ihnen auch mal mit Bleistift geschrieben wird? Unten zeige ich mal ein vorher-nachher-Bild von meiner Schreibtisch-Reinigung… die Platte wird wieder wie neu!

Super sind Schmutzradierer auch für Türen sowie Tür- und Fensterrahmen, wenn hier vom Anfassen Grauschleier oder vom Dagegenstoßen dunkle Schrammen entstehen. Ich habe vor wenigen Tagen eine Schramme mit unserem schwarzen Hocker an unsere Küchentür gezaubert, die ich aber ganz einfach wegradieren konnte. Siehe Bild unten…

Um unseren Abfluss in der Küche gab es nach vielen Jahren der Nutzung immer so einen dunklen Rand. Der ging mit normalem Putzen nicht weg. Mit dem Schmutzradierer kein Problem! Eine andere dunkle Schramme im hinteren Teil ist aber leider nicht weggegangen, wie ihr auf den Bildern seht.

Ich würde allgemein natürlich aufpassen, auf welchen Oberflächen ihr den Schmutzradierer verwendet. Kunststoff kann damit zum Beispiel stumpf werden. Am besten ist es wie immer, mal kurz an einer unauffälligen Stelle zu testen. Und generell erst mal zu probieren, den Schmutz mit „normalen Mitteln“, also zum Beispiel einem feuchten Lappen weg zu bekommen. Da es sich bei dem Material des Schmutzradierers außerdem um Kunststoff handelt (Melaminharz) und sich beim Gebrauch feinste Kunststoffpartikel lösen, sollte er besser nicht übertrieben oft verwendet werden. Denn Mikroplastik ist bekanntermaßen gar nicht gut für uns und die Umwelt. Deswegen besser auch nicht für Geschirr und ähnliches verwenden! Weitere Infos und Anwendungstipps zu Schmutzradierern, die den Umfang dieses Blogposts sprengen würden, findet ihr zum Beispiel hier.

Und nun mein zweites Must-Have für eine lange Lebensdauer eurer Lieblinge: der Fusselrasierer. Es passiert vor allem bei Strick und sowohl bei Kunstfasern, als auch bei Wolle oder Cashmere: Pilling! Also die Bildung von kleinen, unschönen Knötchen auf der Oberfläche von Textilien. Wenn die einem nichts ausmachen, null problemo. Mich stören sie aber tierisch, weil ich finde, dass selbst der teuerste, hochwertigste Pullover billo aussieht, wenn er mit Pillingknoten übersät ist. Um meine Textilien immer wieder fast wie neu aussehen zu lassen, rasiere ich sie also regelmäßig.

Am besten funktioniert so ein Fusselrasierer bei Strick aus Naturfasern, also zum Beispiel bei Wolle und Kaschmir. Bei Jersey geht es auch super gut. Schwierig wird es leider bei Kunstfasern. Zwei Pullis mit Kunstfaseranteil, die ich besitze, werden daher leider wirklich mit den Monaten immer unansehnlicher. Irgendwie kann der Rasierer die Knötchen nicht „fassen“. Hm… sehr schade.

Meine dicken schwarzen Wintersocken aber, die nach einer Weile immer übersät sind mit hellen Fusseln, sehen nach der Rasur wieder klasse aus (Bild oben). Auch meine zwei Kaschmirpullover pflege ich damit regelmäßig (Bild unten).

Unverzichtbar ist der Fusselrasierer auch geworden, seit wir für Levi ein paar Wolle-Seide-Bodys besitzen. Diese sehen vor allem nach dem ersten Tragen echt schlimm aus. Nach dem Rasieren sind sie aber wieder wie neu! Je öfter sie getragen werden, desto weniger pillen sie dann auch und der Rasierer muss immer seltener ran.

Ein Hinweis aber noch zum Fusselrasierer: arbeitet in Ruhe und legt das Kleidungsstück ganz flach hin. Es ist sehr ärgerlich, wenn die Klingen mehr als nur die Fussel, also den Strick selbst, erfassen. Da gibt’s ein Löchlein. :( Ist mir ein Mal passiert und ist eher kontraproduktiv bezüglich Langlebigkeit.

 

Schmutzradierer kaufe ich in der Drogerie. Fusselrasierer gibt es dort manchmal ebenfalls. Auch ein großer Kaffeeanbieter hat sie ab und zu. Oder ihr schaut mal im Internet, in Kaufhäusern,…

Ich bin jedenfalls froh, diese zwei Helfer hier zu Hause zu haben, da ich meine Lieblingsdinge gern pflege und möglichst hübsch habe. Und es ist ja auch irgendwie viel nachhaltiger, sein Hab und Gut sorgfältig zu pflegen, anstatt es immer wieder mit etwas neuem zu ersetzen. Ihr wisst schon, Minimalismus und so… ;)

Liebste Grüße
Karina

 

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