Lieblingsshop: Zeitlos schöne und nachhaltige Produkte von Granit

17. August 2017

 

Haha, endlich mal wieder ein Shoppingtipp nach all dem Minimalismus-Kram. ;) Aber ich konnte wirklich nicht widerstehen, euch hier mal den (Online-) Shop Granit vorzustellen, den ihr vielleicht schon kennt, vielleicht aber auch nicht.
Wegen des Umzugs recherchiere ich gerade recht viel nach Dingen, die wir demnächst im Haus benötigen, denn dort ist vieles ganz anders als in unserer Wohnung (zwei Bäder statt eines, Garten, ein offener Wohn-Essbereich,…). Trotz sehr zurückhaltendem Shopping von nur wirklich wichtigen Dingen (ok, FAST…) wird da doch noch einiges zusammen kommen. Da ich bei meiner Suche eine ganze Weile Granit komischerweise nicht wirklich auf dem Schirm hatte und dann bei einem spontanen Besuch ihres Ladens hier in Hamburg von ihren vielen, vielfältigen, wunderschönen und auch nachhaltig produzierten Produkte mal wieder sooo begeistert war, kommt nun hier dieser Blogpost – für diejenigen unter euch, die Granit noch nicht kennen oder so wie ich unter den tausend anderen Shops, die es so gibt, ein wenig vergessen haben.

 

 

Zunächst mal zum Konzept: Granit kommt aus Schweden und hat ein kleines, aber feines Sortiment wunderschöner Produkte aus acht Produktbereichen (unter anderem Aufbewahrung, Einrichtung, Küche, Garten,…). Das Unternehmen legt großen Wert auf qualitativ hochwertiges, zeitlos funktionales Design aus Naturmaterialien wie Korb, Stein und Holz in neutralen Farben, so dass man sehr lange Freude an den Gegenständen hat. Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine große Rolle: ein Großteil der Produkte wird in Schweden bzw. Europa hergestellt. Das erklärte Ziel ist eine zirkuläre Wirtschaft und die Wiederverwertung aller Rohstoffe.

Angefangen hat das Unternehmen mit Aufbewahrungslösungen, mittlerweile ist das Sortiment aber umfangreicher geworden. Nichtsdestotrotz liebe ich aber vor allem ihre einfachen Accessoires zum Verstauen und Ordnen wie die diversen schönen Körbe und Boxen. Und von ihren S-Haken aus Eisen habe ich mittlerweile schon eine Mini-Kollektion, die sich noch vergrößern könnte, wenn ich im Haus meinen Vorsatz umsetze, im Wohn-Essbereich die Gebrauchsutensilien offen aufzubewahren und somit als Deko zu nutzen. Ich habe die Haken in schwarz und mag vor allem, dass sie so stabil und schwer sind.

 

 

Sehr clever finde ich auch diese magnetischen Haken. Die muss ich unbedingt im Hinterkopf behalten, falls ich sowas in der Küche, im Bad oder in der Garage gebrauchen kann. Man kann sich mit den magnetischen Haken eventuell einige Bohrlöcher ersparen oder Dinge z.B. direkt am Kühlschrank aufhängen. Äußerst praktisch!

 

 

 

Diese super schlichte, sehr hübsche Lampe mit weißem Betonsockel und rundem Glasschirm ist einer meiner großen Favoriten in Granits Einrichtungs-Sortiment. Viel einfacher kann man eine Tischlampe eigentlich nicht gestalten, wodurch sie durch und durch den Ansprüchen eines jeden Minimalisten entsprechen müsste. ;)

Granit hat vieles für uns Urban-Jungle-Liebhaber zu bieten. Neben echten Pflanzen gibt es eine tolle Auswahl an sehr schönen Blumentöpfen in diversen Grautönen und robusten Materialien sowie die gerade allseits beliebten Ampeln in Makramee Technik.

 

 

 

 

 

Es gibt sogar ein paar Möbel bei Granit! Ich habe dort z.B. einen sehr coolen Sitzsack gesehen und aktuell gibt es eine limitierte Kollektion mit für die Küche entworfenen Möbeln aus Esche mit Lederdetails. Die Sitzfläche dieser Bank ist mit Leder umwickelt, das wie bei allen anderen Teilen der Serie aus dem schwedischen Tärnsjö stammt. Die Gerberei dort ist die weltweit einzige Öko-zertifizierte Gerberei!

 

 

Ähnlich ambitioniert in Sachen Nachhaltigkeit ist die Hautpflege-Serie, deren Produkte alle in Schweden hergestellt werden, deren Inhaltsstoffe aus kontrolliert ökologischer Produktion stammen und ohne synthetische Duft- und Farbstoffe, Silikonöle, Parabene usw. auskommen. Klaro sehen die Produkte im Badezimmer auch noch wunderbar aus.

 

 

 

Und, was mir wieder große Freude macht, siehe mein Vorsatz der dekorativen Gebrauchsgegenstände: es gibt bei Granit zahlreiche Haushaltsutensilien, die man keinesfalls im Abstellkämmerchen verstecken muss. Von schicken Putzeimern, über hübsche Wischlappen bis zu Flaschen für die obligatorischen selbst gemixten Putzmittelchen – alles dabei!

 

 

Nun muss ich eurer Euphorie leider einen kleinen Dämpfer verschaffen, denn wie ihr vielleicht bereits ahnt, gibt es Granit in Deutschland bisher nur in wenigen Städten: die Hamburger, Berliner und Kölner dürften sich zu den glücklichen zählen. Aber es gibt mittlerweile einen Onlineshop auf deutsch, der allerdings derzeit noch ein wenig „in der Mache“ zu sein scheint, denn nicht alle Produkte sind verfügbar. Vielleicht ein Grund mehr, der schönsten Stadt der Welt mal einen Besuch abzustatten? Granit findet ihr hier in Hamburg in der Poststraße Nähe Gänsemarkt. :)

Liebste Grüße
Karina

 

 

Bilder via Granit.com

Zimmerschau: Traumhaft schön und doch minimalistisch wohnen mit Rebekka

29. Juli 2017

 

Mit unserem Umzug ins Haus möchte ich meine Ideen vom Wohnen mit wenigen Dingen rigoros in die Tat umsetzen. Mein Zuhause war immer schon ziemlich aufgeräumt, aber einerseits doch voller Dinge und andererseits war die Ordnung hier und da nur oberflächlich. Deswegen ist das alles jetzt schon irgendwie Neuland für mich, weshalb ich versuche, für meine neue Vorstellung des Wohnens Vorbilder zu finden. Rebekka alias silentandcalm ist für mich so ein Vorbild. Ich habe in meinem letzten Blogpost schon zwei Bilder aus ihrem Zuhause gezeigt, heute kommt eine volle Homestory mit einem Interview rund ums Thema Cozy Minimalism. Weil ich ihr Zuhause einfach LIEBE! Und ich unbedingt herausfinden wollte, wie sie das eigentlich macht, dass es so ruhig und doch sooo gemütlich bei ihr aussieht.

 

 

Erst einmal: wo wohnst du, mit wem wohnst du dort und wie groß ist dein Zuhause?

Liebe Karina, erst einmal herzlichen Dank für all die schönen Komplimente. Es ehrt und berührt mich sehr, wie du meine Art zu Leben siehst.

Ich weiß, dass ein Leben mit wenigen Dingen und wenig Deko nicht dem Geschmack aller einrichtungsinteressierten Menschen entspricht. Manche Menschen fühlen sich eher mit vielen Dingen wohl, mich machen zu viele Gegenstände in meinem Lebensraum einfach nervös.

Die Gestaltung des Wohnraums ist für mich eine sehr private Sache. Deshalb freut es mich wirklich von Herzen, dass du mir deine Zeit schenkst und dass dich mein Stil berührt hat.

Ich lebe mit meinem Mann und unserem zehnjährigen Sohn in Basel. Uns stehen 110 Quadratmeter zur Verfügung: 90 m² verteilt auf vier Zimmer und ein Atelierraum mit weiteren 20 m². Es ist nicht nur unsere Familienwohnung, sondern auch die erste gemeinsame Wohnung von meinem Mann und mir.

 

 

Du wohnst ja mit so wunderbar wenigen Dingen, ich finde deine Wohnung aber trotzdem totaaal gemütlich und überhaupt nicht „clean“. Was ist dein Rezept dafür? Und wie würdest du deinen Wohnstil generell beschreiben?

Ich kenne mich zu wenig mit einrichtungsspezifischen Begriffen aus, um meinem Wohnstil einen Namen zu geben. Ich mag einfach natürliche Materialien und Dinge, die schon eine Geschichte haben. Vielleicht nennt sich mein Wohnstil natural living oder so ähnlich.

Mein Rezept dafür? Ich folge einfach meinem Herzen. In viele Dinge habe ich mich irgendwie verliebt (klingt jetzt sehr esoterisch, ich weiss, aber das ist – wenn es eines gibt – mein Geheimnis). Ich liebe es, in einer ruhigen, reizarmen Umgebung zu leben und mich mit Dingen zu umgeben, die sich einfach gut anfühlen.

 

 

 

Definierst du dich überhaupt als Minimalistin beim Wohnen? 

Hinter dem Wunsch nach Minimalismus stehen viele Kräfte. Wahrscheinlich geht es darum, sich selbst irgendwie einordnen zu können. Wir haben so viele Möglichkeiten, und die Welt steht uns vermeintlich offen. Dennoch fühlt sich das Leben oft nach einer Suche an.

Beruhigend ist jedoch, dass diese Suche menschlich ist :). Unter Minimalisten werde ich wohl nicht als Minimalistin gelten. Aber ich habe auch nicht den Anspruch, so gesehen zu werden.

Ich bin wohl eher Ästhetin als Minimalistin.

 

 

 

Ist das Wohnen mit wenigen Dingen eine bewusste Entscheidung von dir nach einem längeren Weg durch den Shoppingwahn (so wie bei mir, haha) oder steckte das einfach schon immer in deiner „Wohnseele“?

Ich mag es sehr, mich mit schönen Dingen zu umgeben. Viele der Sachen, die ich am meisten liebe, habe ich entweder gefunden, vom Flohmarkt oder selbst gemacht. Vielleicht bin ich einfach etwas wählerisch :).

Aber ich lebe mit einem echten Minimalisten – im materiellen Sinne – zusammen (er würde sich jedoch nie als solchen bezeichnen). Mein Mann wirkt bestimmt auch regulierend (das klingt jetzt echt schlimm, entschuldige Hannes, aber mir tut es wirklich gut). Er mag unsere Wohnung und meinen Stil, aber er kauft sich selbst kaum je etwas.

Was ich an ihm jedoch sehr bewundere und liebe ist seine Schaffenskraft. Er ist künstlerisch sehr begabt und sein Luxus ist es, dass er sich dafür Zeit nehmen kann. Ich mag das sehr, weil dabei so viel Schönes entsteht.

Er beruhigt mich.

 

 

Für mich ist es eine Herausforderung, in Zukunft mit nur ganz wenigen Dingen zu wohnen, denn jedes Teil muss dann ja ein „Volltreffer“ sein und genau meinem Geschmack und dem gewünschten Zweck entsprechen. Wie wählst du deine wenigen Einrichtungsstücke aus?

Die Einrichtung und unser Habe sind über die Jahre gewachsen. Für mich ist es am schönsten, wenn sich Dinge einfügen. Wenn ich etwas kaufe, dann folge ich einfach meiner Intuition. Mit Farben bin ich sehr zurückhaltend. Für mich ist es am einfachsten, wenn ich bei meiner Farbpalette bleibe. Obschon man ja in meinem Fall nicht wirklich von Farben sprechen kann :) . Ich mag abgegraute Töne und Schaumolweiß (höhö).

Bei Gebrauchsgegenständen ist mir die Langlebigkeit wichtig. Es stört mich, wenn Dinge, trotz guter Pflege, schnell kaputt gehen und die Reparatur dann mehr kostet als eine Neuanschaffung.

 

 

Was ist mit dem bekannten „Krempel“ und allgemeinen Gebrauchsgegenständen? Hast du davon auch nur ganz wenig oder bewahrst du all das nur sehr gut versteckt auf? 

Natürlich besitze ich auch Krempel. Der gehört irgendwie dazu. Nicht alles ist sinnhaft und zweckbestimmt. Ich besitze viele Dinge, die ich schön finde, die ich aber nicht wirklich brauche. Aber auch Dinge, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie besitze. Da ich meine Tage jedoch nicht nur mit Räumen und Ordnen verbringen möchte, habe ich sie einfach akzeptiert.

 

Und wo ist dieser Krempel? Ich seh nämlich nix. ;)

Also wir besitzen: 1 Truhe, 1 Sideboard, 1 kleine Kommode, 1 Schrank im Kinderzimmer, 1 kleinen Schrank in der Küche, zwei Regale halbhoch, zwei Kommoden für Kleider und ein Schuhregal vor der Haustür. Darin befindet sich: Dinge, die wir brauchen und solche, die wohl unter die Kategorie Krempel fallen. Dazu kommt: Ein Keller mit Regalen. Darauf befinden sich 5 Kisten mit Flohmarktkram und saisonale Dinge wie Skier, Weihnachtskugeln etc. Im Atelier haben wir 1 Regal mit 4 Kisten. Darin befinden sich Spielsachen, die Max nicht bespielt und solche, die er gerne aufbewahren möchte. Im Kinderzimmer habe ich verschließbare, alte Körbe unter das Bett gestellt. Darin befinden sich alle aktuellen Spielsachen.

Inventur unseres Besitzes :-)))) Am schönsten fände ich jedoch Wandschränke.

Vor einigen Jahren gab es auf BBC eine Sendung, da ging es darum, ganze Häuser auszuräumen. Das ganze Inventar wurde auf einer Plane ausgebreitet. Der Anblick des gesamten Besitzes war für alle überwältigend. Im Anschluss kehrten nur noch jene Dinge ins Haus zurück, die den Bewohnern wirklich wichtig waren. Alle anderen Sachen wurden verkauft oder entsorgt. Der Effekt dieser Räumung war beeindruckend: Plötzlich wirkten die Räume befreit und harmonisch. Und das einzig, weil sie nur noch mit Gegenständen bestückt waren, die den Menschen etwas bedeuteten.

Ich fände es selbst auch unheimlich spannend, einmal unseren gesamten Besitz auf einer Fläche ausgebreitet zu sehen. Das wäre bestimmt beeindruckend. Also, sollte uns jemand den Wohnraum aus- und im Anschluss wieder einräumen wollen, bitte einfach melden :).

Da die Wahrscheinlichkeit, dass das passieren wird, sehr gering ist, werde ich auch in Zukunft ab und an am Flohmarkt mitmachen. So geht die Geschichte in einer anderen, neuen Umgebung für die Dinge weiter. Von den unverkauften Sachen wandert immer ein großer Teil direkt in einen Secondhandshop. Vermisst habe ich noch nie etwas.

 

 

Bist du eigentlich eher eine Viel-Ausmisterin oder eine Wenig-Käuferin?

Gibt es auch eine Mischform? Ich kaufe zum Beispiel selten Möbel oder sperrige Sachen, auch bei Dekoartikeln bin ich zurückhaltend. Am wohlsten fühle ich mich in aufgeräumten Zimmern.

Das Thema Ausmisten ist aber trotzdem ein Dauerbrenner. Deshalb nun ein kurzer Exkurs zum Leben mit offenem Kleiderschrank.

Ich liebe meine Kleider. Ich achte mich darauf, dass sie aus schönen Materialien und zeitlos sind. Ich pflege sie gut und (Achtung Esoterik!) es verbindet mich etwas mit ihnen.

Es fällt mir unheimlich schwer, mich von Stücken, in denen ich mich wohl fühle, zu trennen. Da ich ja nicht einfach wild drauf los kaufe, sondern mit Bedacht auswähle und die Kleider pflege, besteht eigentlich auch kein Grund, mich von ihnen zu trennen.

Dennoch sind sie auch ein Stressfaktor, weil sie so viel Raum einnehmen und dem Zimmer immer eine etwas chaotische Note verleihen.

Nun könnte ich ja einfach einen großen, geschlossenen Schrank kaufen, aber dann hätte ich einen großen Schrank und das Luxusproblem wäre zwar nicht mehr sichtbar, würde aber noch immer bestehen. So viel zu dem Problem eines wohlstandsverwöhnten Menschen. Und nun zur Lösung: Ich akzeptiere es einfach. Denn anscheinend gibt es für mich keine andere Lösung.

In allen anderen Bereichen fällt mir das Loslassen leicht. Ausmisten geschieht da eher nebenher: Ich habe immer eine Tüte oder Kiste in der Wohnung, da wandern die Dinge rein, die ich nicht mehr haben möchte. Für diese Sachen suche ich dann ein neues Zuhause. Ich verschenke gerne, oder mache auch regelmäßig Flohmarkt.

 

 

Sogar das Zimmer von eurem Sohn (siehe Bild oben) sieht so herrlich ruhig und aufgeräumt aus. Schaffst du es wirklich, auch mit Kind halbwegs krempelfrei zu bleiben? 

Absolut nicht! Unser Sohn ist – wohl wie der Großteil aller Kinder – ein Sammler. Ich möchte ihm das auch nicht nehmen. Manche Menschen fühlen sich einfach wohler, wenn sie von vielen Dingen umgeben sind. Ich behaupte, dass es in der kindlichen Natur liegt, den eigenen Besitz möglichst sichtbar aufzubewahren. Jedes Ding scheint noch von enormem Wert zu sein und die kindliche Ästhetik unterscheidet sich nach meiner Erfahrung doch sehr von jener der Erwachsenen.

Mir ist die Entwicklung zu einer freien Persönlichkeit wichtiger als mein ballastfreies Leben. Mein Sohn soll sein Zimmer möglichst frei gestalten können. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung er sich entwickeln wird. Vielleicht ist er später eher der Nestbautyp, der sich mit ganz vielen Dingen umgibt :).

 

 

Hast du abschließend noch ein paar ultimative Tipps für uns für eine ruhige Gestaltung des Wohnraums?

1. Sich ein Farbkonzept überlegen. Möglichst neutrale Farben wählen. Beim Kauf neuer Stücke unbedingt bei den Farben bleiben. Ich persönlich rate auch davon ab, farbige Möbel zu kaufen, die nicht überstreichbar sind. Lieber selbst mal den Farbtopf zur Hand nehmen.

2. Viel weiss braucht als Kontrast natürliche Stoffe. Vollholzstühle oder Leinen, Wolle etc. schaffen eine wohnliche Atmosphäre.

3. Jedem Ding einen festen Ort geben. Wie schon Oma sagte: Jedes Ding an seinen Ort, erspart viel Müh und manch böses Wort.

4. Mit kleinen Kindern: Spielsachen werden am Abend wieder gemeinsam verräumt. In manchen Bereichen wird nicht gespielt. Mit großen Kindern: Spielsachen bleiben im eigenen Zimmer und werden nicht quer im gemeinsamen Wohnraum verstreut. Das klappt bei uns ganz gut. Das Zimmer sieht dafür manchmal aus: O la la… :-D

5. Kein wildes Potpourri bei Bett-, Frottee- und Küchenwäsche. Klingt jetzt vielleicht etwas pingelig, schafft aber viel Ruhe.

6. Shampooflaschen umfüllen, oder gleich Seifen kaufen.

7. Warten können. Meist besitzen wir so viel, dass es kaum Dinge gibt, die wir wirklich benötigen. Wenn ich also bereits einen Besen besitze, muss ich mich nicht stressen, damit ich gleich am nächsten Tag DEN perfekten Ersatz finde. Bis jetzt habe ich immer einen schönen Ersatz gefunden. Und am meisten Freude habe ich, wenn ich ungeplant DEN Besen finde. Kommt immer alles gut :-))).

8. Mit Kindern: Tabuzonen einrichten: Ich mache unheimlich gerne Geschenke. Ich habe eine Schublade mit Bändern, Klebestreifen, Leim und Schere. Die gehört nur mir. Niemand nimmt daraus meine Schere und meinen Klebestreifen. Ich habe dies so organisiert, weil ich mich einfach nicht erst eine Stunde auf die Suche machen wollte. Es klappt gut.

9. Ach ja: Lieber Matt als Glanz!

 

 

Liebe Rebekka, ganz vielen Dank für die vielen, inspirierenden Antworten!

Ich hoffe, euch hat die heutige Zimmerschau gefallen und die Bilder sowie Rebekkas Worte konnten diejenigen unter euch zu neuen Ideen anregen, die so wie ich auf der Suche nach einem aufgeräumten und doch liebevoll eingerichteten Zuhause sind!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Alle Fotos von Rebekka alias silentandcalm

Cozy Minimalism: mit wenigen Dingen gemütlich wohnen – 7 Ideen

23. Juli 2017

 

Wohnen mit wenigen Dingen fände ich für mich eine wunderbare Sache. Wie ihr wisst, habe ich mich, inspiriert durch Minimalismus und Mari Kondos Buch, auf eine große Reise begeben, bei der ich einerseits extrem aussortieren und andererseits anders (das heißt vor allem weniger) kaufen möchte. Gleichzeitig ziehen wir im Herbst in ein Haus ein. Ich freue mich totaaal über diese Gelegenheit eines Wohn-Neustarts, bei dem ich meinen Wunsch nach einem einfacheren Wohn-Leben umsetzen kann! Es soll sich vieles ändern… was, das versuche ich derzeit noch genauer herauszufinden, aber über eine Sache mache ich mir besonders Gedanken:

Wie schaffe ich es, mit wenigen Dingen gemütlich zu wohnen?

Ich meine: kennt ihr diese Architektur-Reportagen aus Wohnzeitschriften, wo man nach der Präsentation der Außenfassade die Gestaltung des Innenraums zeigt und dann nur diese völlig leergefegten Räume sieht? Ein langer Flur mit einer Bodenvase. Ein offener Wohn-Essbereich mit einer Salz- und einer Pfeffermühle auf der Kücheninsel und einer Obstschale auf dem Esstisch. Ich fand diese Bilder immer schrecklich. So tot. Aber auf eine Art und Weise waren sie eben auch minimalistisch. Ich möchte aber nicht, dass es in unserem Haus so steril aussieht. Also bin ich gerade dabei, mir Ideen zu überlegen, wie es bei uns mit wenigen Dingen schön, gemütlich und einladend aussieht. Cozy Minimalism eben.

 

1. Lieber eine große Sache statt vieler kleiner Kleckerdinge wählen
Wenn man beginnt, Minimalismus für sich zu entdecken, lernt man auch, leeren Raum wert zu schätzen. Dabei muss jeder für sich die richtige Balance finden. Wie ich oben schon schrieb: ich möchte es nicht ganz leer und steril haben. Meine Idee ist, die vielen kleinen Dinge mit wenigen großen zu ersetzen. Ich sage nur: Statement Pieces.
Beispiele: Statt drei kleiner Vasen eine große, statt vieler Pflänzchen eine große Palme, statt drei Stühlen am Esstisch lieber eine lange Bank. Die „raumfüllende Wirkung“ ist die gleiche. Man hat aber weniger rumzuräumen, kann sich bei den Pflanzen pflegemäßig auf einen Kandidaten konzentrieren und die Optik einer Bank mit vier Beinen ist viel ruhiger als die zwölfbeinige Stuhl-Gang.

 

 

2. Mit echten Sachen einrichten
Achtung, nun wird’s esoterisch. ;) Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass für mich Dinge aus künstlichen Materialien in ihrer „Ausstrahlung“ zu wenig Raum einnehmen. Die positive Wirkung auf den Raum ist eher gering, manchmal sogar negativ, so dass ich früher versucht habe, durch Masse fehlende Klasse zu ersetzen. Also mit viel Deko eine schönere und „wärmere“ Wirkung zu erzielen. Das funktioniert natürlich, aber wenn man in Zukunft auf viel Deko verzichten möchten, muss man andere Wege finden. Ich möchte daher unser Haus mit (noch) mehr natürlichen Materialien einrichten.
Beispiele: Statt Spanplatten-Möbel massives Holz. Statt neuer mehr alte Möbel mit Geschichte. Statt synthetischer Stoffe Naturmaterialien wie Leinen, Wolle oder Baumwolle.
Ich erhoffe mir, dass wenige dieser natürlichen „Zutaten“ ausreichen werden, um unser neues Zuhause super wohnlich zu machen!

Mein Vorbild hierfür ist Rebekka, deren Instagram-Account silentandcalm eine wunderbare Inspiration für das Wohnen mit ganz wenigen, aber echten Dinge ist. Und findet ihr, es fehlt bei ihr etwas? Ich finde, nein! Es sieht sooo gemütlich und einfach wunderschön bei ihr aus!

 

 

 

3. Mit lebendigen Sachen einrichten
Wie praktisch, dass Pflanzen gerade modern sind. ;) Ein einzelnes, großes Exemplar kann nämlich meiner Meinung nach ein halbes Zimmer mit Leben füllen und somit eine Menge „toter“ Dekorationsteile ersetzen. Dasselbe gilt für Schnittblumen. Gut, ganz lebendig sind sie ja nun nicht mehr. :/ Aber ich finde, dass ein einfacher, größerer Blumenstrauß oder einige grüne Zweige weitere Dekorationsteile oft überflüssig machen.
Beispiele: Siehe mein Bild aus unserem Flur unten, den neuerdings eine üppige Fischschwanzpalme ziert. Oder: Statt gewöhnlicher Weihnachtsdeko kann man das Zuhause lieber mit natürlichen Materialien wie Lärchenzweigen schmücken (hier geht es zu meinem Blogpost zu natürlicher Weihnachtsdekoration).

 

 

4. Leeren Raum mit Bildern füllen
Eine weitere Idee von mir ist, Stellen, die einem doch zu leer erscheinen, mit einem Bild zu schmücken. Ich finde, das ist eine gute Alternative zu üppiger Deko, da Bilder an der Wand wenig Arbeit machen: sie stören beim Staubwischen nicht, fangen auch selber kaum Staub, verrücken nicht und können viel Kleinkram ersetzen. Wer Tipp 1 beherzigen möchte, greift auch hier lieber zu einem einzigen, größeren Exemplar statt zu vielen Bilderchen.
Beispiele: Statt eine Kommode mit viel Deko vollzustellen, lieber ein Bild drüber hängen. Statt eine Wand mit einem Regal zu zieren, das man wieder mit Dingen füllt, auch hier lieber ein Poster, Foto oder Gemälde wählen.

 

5. Gebrauchsgegenstände als Deko benutzen
Wenn man seine Menge an Deko-Teilen gering halten möchte, ist es ganz praktisch, wenn Gebrauchsgegenstände hübsch anzusehen sind. Dann kann man diese in (wenigen) offenen Regalen ausstellen und ohne rein dekorative Dinge wie Vasen, Kerzen und Co. eine wohnliche Wirkung erzielen.
Beispiele: Eine Schürze aus Leinen, ein stylisches Kehrset und ein schicker Staubwedel hängen an Haken an unserem Küchenbuffet und sind ein schöner Hingucker.

 

 

6. Die richtigen Dinge besitzen
Ach herrje… welche Dinge aus meinem Besitz mir wirklich wichtig sind und ich daher behalten möchte, versuche ich seit Monaten Stück für Stück heraus zu finden. Mittlerweile habe ich dabei schon unglaublich viel gelernt und weiß, dass ich in Zukunft viel klüger einkaufen kann (hier findet ihr meinen Blogpost zum Thema Fehlkäufe vermeiden). Denn es ist ja offensichtlich: wenn man mit möglichst wenigen Dingen wohnen möchte, muss die Trefferquote in Bezug auf Praktikabilität, Qualität und Ästhetik extrem hoch sein! Aber wenn man es schafft, sich mit den richtigen Dingen zu umgeben (und dieses „richtig“ kann und soll für jeden etwas anderes bedeuten!), dann kann man auf viel Brimborium verzichten, das nur irgendwelche Lücken füllen soll.
Beispiele: Der absolute Lieblingskerzenständer statt eines Tischs voller kleiner Teelichthalter. Eine schöne, hochwertige Bettwäsche statt einer Armada an Dekokissen. Ein hübscher, warmer, robuster Wintermantel statt drei Mäntel für jede Gelegenheit (uuuaaah, hat da jemand ne Idee?!).

 

Minimalistisches Schlafzimmer

 

Und wenn ich mich an den paar Dingen, mit denen ich mein Zuhause einrichte, irgendwann sattgesehen habe? Dann kommt hier Tipp Nummer

 

7. mal eben flott umdekorieren
Wenn das ganze Wohnszenario mit zig Dekoteilen, Möbelstücken und Gebrauchsgegenständen zu komplex ist, ist es ziemlich aufwendig, mal eben umzudekorieren. Man räumt ein Teil von A nach B, zwei andere Teile müssen dafür nach C umziehen. Für die Sachen, die auf C standen, findet man irgendwie keinen passenden Platz. Grübelgrübel, räumräum… Ok, manchen macht das total Spaß, aber ab einer gewissen Grenze fand ich es doch ziemlich anstrengend. Wenn man aber nur ein paar wenige, ausgesuchte Sachen hat, kann man in recht kurzer Zeit einen Raum umdekorieren. Ich habe dann viel mehr Lust, mit einer kurzen Umräumaktion frischen Wind in unser Zuhause zu bringen, damit Langeweile bei der Einrichtung keine Chance hat.
Beispiel: Frische Blumen in die Vase auf dem Esstisch, zwei Kerzenständer miteinander vertauschen, ein Bild von A nach B hängen. Fertig. Ich hoff’s zumindest. ;)

Was meint ihr, schaffe ich es, mit meinen Ideen ein minimalistisches Zuhause mit wenigen Dingen zu haben, das trotzdem warm, gemütlich und lebendig wirkt? Habt ihr noch weitere Tipps und Erfahrungen für mich? Ich bin nach wie vor auf Ideensuche!

Liebste Grüße
Karina

Möbel zu verkaufen :)

19. Juli 2017

Ihr Lieben, unser Umzug ins Haus rückt näher (2 Monate nur noch!) und bevor es losgeht, möchten wir uns von drei Möbelstücken trennen, die wir zwar nach wie vor super schön finden, aber im neuen Zuhause stilistisch oder platzmäßig leider nicht mehr passen. Bevor ich sie bei Ebay reinstelle, wollte ich einfach mal hier auf meinem Blog anfragen, ob jemand Interesse hat. Irgendwie scheint ihr meinen Stil ja zu mögen, also müssten dem ein oder anderen doch bestimmt diese Möbel gefallen. ;)

 

Unser geliebtes Daybed! Da ich im Haus gerne ein ganz normales Bett für Gäste hätte, muss ich dem Schlafsofa leider Tschüss sagen. Es ist von Knoll und natürlich Vintage. Der Velours-Bezug und das Polster sind soweit ich weiß noch Original und beides ist noch gut erhalten. Maße: Länge wie auf dem oberen Bild 210 cm, ausgezogen wie auf dem unteren 250 cm, die Liegefläche ist dabei 200 cm lang und 80 cm tief. Gesamttiefe 82 cm, Höhe 81 cm.
Der Preis für dieses Bett ist recht hoch, da es schon Sammlerwert hat. Mit diesem praktischen und sehr hübschen Beistelltischchen am rechten Ende findet man es sogar fast gar nicht. Ich steige hier also mal mit 890 Euro ein und freue mich auf Angebote. :)

 

VERKAUFT
Ach, leider ist in unserer neuen Küche kein Platz hierfür: unser cooles Vintage Buffet. Die Maße sind: Höhe 175 cm, Tiefe 36 cm, Breite 78 cm. Leider hat es Wasserflecken auf der unteren Ablage, die sich aber nicht allzu schwer entfernen lassen müssten. Klar kann man auch einfach etwas drauf stellen. ;)  180 Euro VHB.

 

 

Die Konsole von IKEA Stockholm in Farbe Eiche ist bis auf unauffällige Kratzer am rechten Bein gut erhalten. Die Maße sind Länge 150 cm, Höhe 70 cm, Tiefe 38 cm. Neupreis war 199 Euro, ich verkaufe es für 125 Euro VHB.

Verschicken kann ich die Möbel leider nicht, daher kann ich nur Selbstabholung anbieten oder evtl. noch Abholung durch eine Möbelspedition. Wer Interesse hat, kann sich die Sachen natürlich gerne mal ansehen. :) Schreibt mir einfach einen Kommentar oder eine Email an karina@ohwhataroom.de!

Liebste Grüße
Karina

 

Zimmerschau: eklektischer Mix bei Modebloggerin Sue Giers

6. Juli 2017

 

… und schon kommt eine weitere Zimmerschau (nachdem ich euch kürzlich erst das Zuhause meiner Freundin und Strickdesignerin Doro gezeigt habe)! Ich habe nach einer längeren Elternzeit-Pause mal wieder eine schöne Homestory für houzz, die große Online-Plattform fürs Wohnen und Einrichten, fotografiert. Ich war bei Sue Giers, Modebloggerin bei SoSue und Einkäuferin für die Hamburger Boutique Linette. Ihre große Altbauwohnung bewohnt sie zusammen mit ihren drei Kindern und zahlreichen wunderschönen Möbel- und Dekorationshighlights aus verschiedenen Epochen und Stilen. Mich hat ihr eklektischer und farbenfroher Mix sehr begeistert. Meine liebsten Bilder aus der großen Homestory seht ihr nun hier!

 

 

 

 

 

Neugierig auf mehr? Alle Fotos sowie ein spannendes Interview, das meine Kollegin Kerstin mit Sue geführt hat, findet ihr hier bei houzz.

Na, gebt’s zu, hier hättet ihr auch gerne mal Fotograf gespielt, oder? :D Mir hat das Projekt jedenfalls riesen Spaß gemacht und es war mir eine Freude, so viel Stil und Schönheit ablichten zu dürften.

Liebste Grüße
Karina

 

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