Unsere Kletterkammer mit Kletterturm…ehrlich unentbehrlich!

16. Januar 2018

 

Ich bin immer noch irgendwie im ganzen Haus am Einrichten und habe euch bisher noch nicht viel gezeigt, da alles nur dreiviertel fertig ist. Ich versuche mich derzeit bestmöglich auf die wichtigsten Dinge zu konzentrieren, die Sachen, ohne die man echt nicht wohnen kann. Wie zum Beispiel ein Kletterzimmer! Und zwar nicht nur für Levi, nein, auch ich kann nicht ohne ein solches leben. Das weiß ich aber erst jetzt. ;)
Lange habe ich überlegt, wie ich das Kämmerchen hinter unserem Schlafzimmer nutzen könnte. Gleichzeitig wollte ich Levi eine Möglichkeit zum Turnen bieten, wusste aber nicht was, wie und wo. Bis ich endlich darauf kam, dass die Kammer mit ihrem stabilen Dachbalken aus Holz doch der beste Ort genau hierfür ist! Ich habe mir dann einen Kletterturm* bestellt, den ich mit einem speziellen Schaukelhaken* am Balken befestigt habe. Und los ging es!

Levi und ich lieben die Kletterleiter und wir turnen und schaukeln hier nun ab und zu herum. Meist darf ich aber eigentlich gar nicht und ich muss meinen Sohnemann immer regelrecht überreden, mich auch mal dran zu lassen. Wer mich kennt, weiß, dass ich absolut kein Sportfan bin (außer Tanzen und Yoga verweigere ich eigentlich alles), aber Klettern mag ich tatsächlich recht gern! Es macht echt Spaß, auch wenn ich in dem kleinen Raum natürlich nicht die allergrößten Möglichkeiten habe, meine Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Ein bisschen schaukeln und Kopfüber hängen geht aber.

 

 

 

In unserem neuen Kletterzimmerchen findet aber auch unser wunderhübscher Hängesesssel von Granit einen Platz, den wir uns gekauft haben, noch bevor wir ins Haus eingezogen sind. Also nach dem Klettern (oder davor oder zwischendrin) kann man hier auch noch so richtig schön chillen.

Jetzt wo dieses Kämmerchen fertig ist, kann ich doch wirklich die Hände in den Schoß legen. Wer braucht schon Lampen, wo doch aus der Wand ragende Lampenkabel einen solchen Charme haben? Oder Gardinen, Handtuchhaken (auf den Boden fallende Handtücher sind auch ein prima Ersatz für fehlende Badematten!) oder ein halbwegs gemütliches Kinderzimmer. Seht ihr? Also.

Liebste Grüße
Karina

 

Wolkenlampe von Hema

*Affiliate-Link

Weihnachten im Waldhaus

23. Dezember 2017

 

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

Bevor wir alle in hoffentlich ruhige und gemütliche Weihnachtsfeiertage abdüsen möchte ich euch gerne noch meine diesjährige Weihnachtsdekoration zeigen. Ich habe ja schon letztes Jahr auf viele Naturmaterialien gesetzt (Lärchenzweige, Tannenzapfen etc.), aber durch meinen derzeitigen Hang zum Minimalismus hatte ich dieses Mal noch weniger Lust auf Deko aus Porzellan und Co. Außerdem haben wir ja den Wald quasi rund ums Haus, da ist es umso passender, sich fast ausschließlich in der Natur zu bedienen.

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

Unseren Tannenbaum haben wir allerdings nicht selbst geschlagen. ;) Den haben meine beiden Lieblingsmänner ganz klassisch an einem Wochenende im Nachbarort gekauft. Es war trotzdem ein besonderes Erlebnis, war es doch für uns unser erster großer Baum im eigenen Haus.
Ich besaß vorher so gut wie keinen Baumschmuck außer dem alten silberfarbenen, der noch von meiner Ur-Urgroßmutter stammt. Über diesen bin ich aber umso glücklicher. So ein hübscher schlichter Baumschmuck mit Geschichte! Von meiner Oma (also ihrer Enkelin) habe ich mir noch ein paar Strohsterne gemopst, die Filzeicheln wieder hervorgeholt, die ich vor ein paar Jahren auf dem Wochenmarkt gekauft habe und noch sechs Glaskugeln und ein paar Jutepüppchen bei Granit gekauft. Fertig ist unsere schlichte, locker-leichte Christbaumdekoration.

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

 

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

Beim Adventskranz griff ich zu meinen altbewährten Tannenzapfen. An die Kerzen band ich dieses Mal aber noch kleine mattweiße Porzellanziffern, die ich letztes Jahr bei Depot gekauft hatte. Die Girlande mit den weißen Papiersternchen habe ich mal selber gebastelt und ich find sie immer wieder sehr süß. Sie hängt an einem Sanddornzweig, den ich im Sommer von Spiekeroog mitgeschleppt habe. Mein Liebster war BEGEISTERT über die stachelige Fracht, die natürlich in keinen Koffer passte und von Hand (Autsch! AUTSCH!) über die Fähre und durch Touristenmassen getragen werden musste. Also ich finde, es hat sich gelohnt.

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

 

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

Das mit den Tannenzweigen im Einbauregal ist auch ne schöne Geschichte. Unser Nachbar muss eine große Tanne auf seinem Grundstück fällen und bevor dies in Angriff genommen werden soll, hat er schon mal einige große Zweige abgeschnitten. Ob ich welche abhaben möchte? Äääähhh… JA! Erst wusste ich nicht so recht, was ich damit eigentlich tun wollte, aber anstatt sie alle kleckerweise im Haus zu verteilen, habe ich sie einfach in das noch leere Regal gelegt, ein paar Tannenzapfen (was sonst?) drauf drapiert und fertig war eine schöne üppige Weihnachtsdekoration ohne viel Klimbim.

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

 

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

 

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

 

Meine minimalistische, natürliche Weihnachtsdekoration in unserem Waldhaus

Und jetzt noch eine Kleinigkeit, für die ich tatsächlich, wie ich’s mir vor dem Umzug ausgemalt habe, extra in den Wald gestapft bin. Von Levis Baldachin hatte ich die Sterne abgeschnitten (ich fand sie im Sommer nicht so passend) und ich wollte sie jetzt zu Weihnachten unbedingt als Deko verwenden. Also bin ich auf die andere Straßenseite in den Wald marschiert (da hört ihr’s!) und habe mir einen kleinen herumliegenden Birkenzweig gesucht, um die Sterne daran aufzuhängen. Und diese einfache Deko ist tatsächlich auch irgendwie mein Liebling dieses Jahr, weil ich sie auch so schön in dem grau gestrichenen Flur finde.

So, das war sie, unsere diesjährige Weihnachstdeko. Nun bleibt mir nur noch, euch allen ein wunderschönes Fest mit euren Lieben zu wünschen!

Frohe Weihnachten und liebste Grüße
Karina

 

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch aus Ahrensburg

17. Dezember 2017

 

Werbung: Beitrag entstanden in Zusammenarbeit mit M&S Antiquitäten*

 

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch von M&S Antik in Ahrensburg

 

Ich bin ja sooo froh, wieder zurück auf meinem Blog zu sein! Könnt ihr es euch vorstellen: wir mussten nach unserem Umzug sechs Wochen auf den Internetanschluss warten. Da war ich, vor allem als nicht-Smartphonebesitzerin, lange Zeit wirklich aufgeschmissen. Aber nun bin ich wieder da und ich werfe erst mal ein fröhliches „Willkommen in unserem Waldhaus!“ in die Runde!

Der Umzug ging einigermaßen reibungslos über die Bühne und wir sind inzwischen recht gut eingerichtet. Wie ihr euch denken könnt, macht mir die Gestaltung unseres Hauses unglaublich viel Spaß! Am fertigsten ist unser Wohnbereich im Erdgeschoss und es ist auch mein allerliebster Raum im Haus. Und ich freu mich riesig, euch als ersten Einblick in unser Zuhause unseren wunderbaren neuen Esstisch aus Altholz zeigen zu können.

 

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch von M&S Antik in Ahrensburg

Die Vorbesitzer hatten im Haus bereits einen Betonboden gegossen, der in hellgrau schon sehr schön war, aber da ich mir schon lange einen weißen Boden (ob nun Holz oder Beton) gewünscht habe, habe ich ihn bei der Renovierung natürlich weiß gestrichen. Und ich bin sooo glücklich damit! Um dem Raum trotzdem ganz viel Wärme und Gemütlichkeit zu verleihen, war aber auch schnell klar, dass ein massiver Holztisch her musste und nach langer erfolgloser Suche habe ich mich dazu entschieden, einen nach meinen Wünschen anfertigen zu lassen. In Ahrensburg, also ganz in der Nähe, habe ich dann den Antikhandel M&S Antiquitäten gefunden, der nach Wunschmaß Tische aus alten Dielen fertigt – perfekt! So bald wie möglich bin ich dann dort hingefahren und war erst mal begeistert von den vielen schönen antiken Möbeln in den großen Ausstellungsräumen und überhaupt dem tollen alten Fabrikgebäude, das direkt gegenüber des traumhaften Ahrensburger Schlosses liegt. Ich habe mich dann dort lange und ausführlich zu Material, Maßen und Verarbeitung beraten lassen. Das hat schon mal viel Spaß gemacht und es war ein gutes Gefühl, meinem Wunschtisch schon ein ganzes Stück näher gekommen zu sein. Nach einigen Wochen war der Tisch dann fertig und wurde pünktlich zum Einzug in unser Waldhaus geliefert und gleich an seinen vorbestimmten Platz gestellt. Das war ein toller Moment!

Und natürlich, nach sechs Wochen bin ich immer noch genau so glücklich mit unserem Esstisch. Er ist schon beinahe ein neues Familienmitglied, wird hier doch gegessen, geklönt, gebastelt, gemalt und an Blogposts getippt. ;) Besonders froh bin ich, dass durch die Maßfertigung auch meine Wunschfarbe, ein möglichst dunkles Braun, umgesetzt werden konnte. Ich liebe den hell-dunkel-Kontrast in unserer Essecke!
Bei der Beratung zu unserem Tisch konnte ich damals schon ein paar spannende Einblicke in die Werkstatt erhaschen, aber Herr Sievers von M&S Antiquitäten war so nett, mir ein paar Bilder vom Making-of unseres Altholztisches zu schicken. Hier seht ihr zum Beispiel, wie die Kieferndielen des Tisches ursprünglich aussahen. Ein wahnsinns Vorher-Nachher-Effekt, oder?!

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch von M&S Antik in Ahrensburg

 

 

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch von M&S Antik in Ahrensburg

Wenn ihr jedenfalls im Raum Hamburg (Ahrensburg liegt nord-östlich) einen netten und kompetenten Tischlerbetrieb für euren Wunschtisch aus Altholz sucht, kann ich euch M&S Antiquitäten nach meinen guten Erfahrungen sehr empfehlen. Und wie gesagt gibt es dort auch eine sehr große Auswahl an „fertigen“ Möbelstücken. M&S ist spezialisiert auf antike Kiefernmöbel der Epochen Biedermeier und Gründerzeit. Da Ahrensburg nun für uns fast um die Ecke liegt, war ich in letzter Zeit immer wieder mal dort und bin durch die großen Verkaufsräume gebummelt. Es ist wirklich eine kleine Schatzkammer, vor allem die Hallen mit den noch nicht restaurierten Stücken erinnern an einen riesen Dachboden eines alten Bauernhauses mit versteckten schlafenden Schönheiten. ;) Für mich selber überraschend, habe ich dort mit einem Paar antiker weißer Nachttische mit schwarzer Marmorplatte sehr geliebäugelt. Mein Wunsch nach einer minimalistischeren Einrichtung lässt nun tatsächlich ein Interesse an antiken Möbelstücken entstehen. Sie strahlen einfach so viel Gemütlichkeit und Wärme aus und ein Mix mit Scandi-Sachen geht ja sowieso immer. ;)

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch von M&S Antik in Ahrensburg

 

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch von M&S Antik in Ahrensburg

 

Unser wunderbarer Esstisch: ein Altholztisch von M&S Antik in Ahrensburg

 

So, das war er, mein erster Einblick in unser Waldhaus. Ich freue mich, wie gesagt, wieder zurück zu sein und von euren Meiningen zu unserer Essecke zu lesen! Ich bin übrigens noch ein bisschen auf der Suche nach neuen Esszimmerstühlen, da unsere bisherigen für den neuen Tisch zu filigran sind (was ich jetzt im Winter mit den Schaffellen aber prima kompensieren kann). Vielleicht hat ja jemand von euch eine spontane Idee. Ach, und die Esstischleuchte! Was WAR ich auf der Suche, konnte mich wochenlang nicht entscheiden, das meiste war viel zu teuer, wie das immer so ist. Bis mir der Gedanke kam, dass so ein Japanballon doch eigentlich am schönsten wär! Und wisst ihr, was die Dinger kosten? Ich sag mal so: die Glühbirne war teurer. :D Und ich bin SEHR happy mit dieser Lampe!

In den nächsten Wochen wird es noch ganz viele weitere Bilder aus unserem Haus geben und natürlich zeige ich euch auch in den nächsten Tagen noch fix unsere diesjährige Weihnachtsdekoration, für die ich tatsächlich sogar ein paar Schritte in den Wald gestapft bin. Genau wie ich’s mir vor dem Umzug erträumt hatte. :D

Liebste Grüße
Karina

 

 

* Ich habe den Esstisch etwas günstiger bekommen, als Dankeschön dafür, dass ich euch in
diesem Blogpost M&S Antik gerne ausführlich vorstellen wollte.
 Es hat mir dort einfach so gut gefallen! Danke noch mal an Herrn Sievers  für die nette Zusammenarbeit!

Minimalismus-Update: was sich bisher getan hat – 12 Erkenntnisse und Fakten

7. Oktober 2017

 

Nach einem dreiviertel Jahr des Minimalisierens und kurz vor meinem Wohn-Neustart in unserem Waldhaus möchte ich euch mit einem bunten Erkenntnisse-und-Fakten-Mix berichten, was sich bisher so getan hat!

 

 

Wieviel habe ich bisher eigentlich ausgemistet?
Etwa die Hälfte unserer Möbel kommt nicht mit ins Haus und nein, ich habe nicht vor, alles mit neuen Stücken zu ersetzen. Zusätzlich habe ich wohl etwa einen Mini-Container an Kleinkram aussortiert. Oder anders geschätzt waren es wohl 20 Umzugskartons voll, die wir nicht ins Waldhaus schleppen müssen.
Das komische ist: ich habe vorher schon öfter mal im normalen Rahmen aussortiert und dachte, all die verbliebenen Dingen hätten eine Berechtigung, sich in meinem Besitz zu befinden. Dann kam der Minimalismus und damit die Erkenntnis, dass ich vieles eben doch nicht brauche. Würde jetzt jemand mit dem Inhalt dieser 20 Kartons vor meiner Tür stehen und mir eine Million Euro bieten, wenn ich sie wieder in unsere Schränke sortiere – NEVER! Ich bin sehr froh, dass all das weg ist.

 

Wo ist das Zeug hin?
Keine Sorge, ich habe nicht alles à la KonMari weggeschmissen. Das meiste habe ich via Ebay verschenkt oder an die Straße gestellt, ich war ein Mal auf dem Flohmarkt und die Möbel gingen an unsere Nachmieter oder an Bekannte. Zum Beispiel haben wir die Kommode mit Levis Kleidung abgegeben, da ich inzwischen genug Platz in meinem Kleiderschrank habe, um dort auch seine Sachen unterzubringen. Was übrigens sehr praktisch ist! Derzeit steht an der Stelle der Kommode unsere Gästeliege, da sich im Gästezimmer bereits die Umzugskartons stapeln (uäääh…).

 

 

Was habe ich denn so aussortiert?
Hier meine Hitliste: Ganz klassisch habe ich SEHR viel Kleidung aussortiert. Dann folgen Deko-Accessoires, Bücher, Bastel-, Schreib- und Nähsachen, Unterlagen/Dokumente, Kabel- und Elektrokram und Kosmetik/Schminke.

 

Es ist tatsächlich sehr aufwendig, das Zeug loszuwerden.
Ich hatte die letzten Monate wirklich Freude am Aussortieren. Aber es ist echt ganz schön aufwendig, das Zeug loszuwerden. Wegschmeißen geht natürlich am schnellsten, aber das halte ich für absolut unverantwortlich und dafür waren die meisten Sachen wirklich zu schade. Wie oben bereits erwähnt, habe ich sehr viel verschenkt. Dabei war an die Straße stellen natürlich am einfachsten, denn selbst via Ebay muss das Verschenken „gemanagt“ werden (Termin zum Abholen ausmachen etc.). Mein Rat an euch: überlegt es euch dreimal, ob ihr all eure Sachen wirklich verKAUFEN wollt. Ich habe durchs Verschenken insgesamt vielleicht auf 150 Euro verzichtet, aber damit viele Stunden Zeit gewonnen.

 

 

Ordnungs- und Aufbewahrungsutensilien sind riesengroßer Quatsch!
… und Tipps und Strategien zum Ordnunghalten auch. Behalte nur die Dinge, die du wirklich benutzt und man braucht das alles nicht. Meiner Meinung nach gibt es kaum einen Bereich im Zuhause, der so viele Dinge enthalten muss, das man sie umständlich sortieren müsste. Ausnahmen sind vielleicht einige besondere Bereiche wie Werkzeuge oder wenn man ein spezielles Hobby hat, zum Beispiel wenn man wirklich viel näht oder bastelt. Aber selbst ich mache gerne mal DIYs, nähe hin und wieder und heimwerken tue ich gerne und regelmäßig. Trotzdem habe ich meine Dinge in diesen Bereichen so sehr reduziert, dass ganze Schränke und Boxen leer und somit überflüssig wurden. Ich habe mittlerweile einen BERG an Aufbewahrungsutensilien angesammelt, die leer wurden.

 

Huch, ich bin doch ein Fashion-Victim!
Hä. Irgendwie musste ich in den letzten Monaten feststellen, dass ich zwar echt wenig neue Deko geshoppt habe, dafür aber in meinem Kleiderschrank einiges los war. Bei Mode kann ich mich überraschenderweise schlechter zurückhalten als bei Interior. Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich unterm Strich durchs Aussortieren wirklich viiiel weniger Sachen in meinem Schrank habe als vorher und es eher ein Update als ein Aufstocken des Bestands war (auch dank des schönen Buches „Das Kleiderschrank-Projekt“ von Anuschka Rees). Und viele Sachen hatten einen Austausch wirklich nötig, weil sie inzwischen einfach lumpig aussahen.

 

 

Langfristig erfreue ich mich mehr an Dingen, die ich auch benutze.
Das war eine recht interessante Erkenntnis, die ich vor Kurzem hatte. Reine Dekogegenstände machen mir nur kurze Zeit bewusst Freude. Besteht die Qualität eines Gegenstandes einzig und allein in seiner schönen Optik, gewöhne ich mich irgendwann an ihn und wertschätze ihn nicht mehr. Ich sehe sozusagen an ihm vorbei.
Wenn stattdessen aber meine Gebrauchsgegenstände von besonderer Qualität sind, das heißt für mich: schön sind, sie gut funktionieren und sich vielleicht sogar gut anfühlen, ist das tatsächlich auch eine Bereicherung meines Alltags.

 

Carmen Elaine – meine neue Lieblings-Minimalismus-YouTuberin.
Seit einigen Monaten gibt es einen YouTube Kanal von einer Minimalistin, deren Videos mir sehr gut gefallen, da sie auch viel und überaus klug von den psychologischen Gründen fürs Viel-Kaufen und Nicht-Loslassen-Können spricht. Diese Einsichten haben mir beim Minimalisieren noch mal einen kleinen Schubs gegeben. Zu meinen Favoriten zählen zum Beispiel ihre drei Videos zu „Minimalism for Beginners“ sowie ihr shopping hack.

 

Ich habe neue Wohn-Vorbilder.
Nach wie vor finde ich viele Arten des Wohnens schön und interessant. Richtige Stil-Vorbilder sind Wohnungen mit „normaler“ Menge an Möbeln und Deko (und das ist so ziemlich das meiste, was man auf Pinterest und Co. findet) aber nicht mehr. Ich sehe hauptsächlich die Arbeit dahinter. Die Arbeit, die es macht, so zu dekorieren, alles auch mal umzudekorieren und sauber zu halten. Das klingt erst mal irgendwie traurig und spießig, aber in Wirklichkeit ist es für mich sehr befreiend. Um es mal konkret auszudrücken: ein Wohn-Vorbild mit 20 Dingen ist leichter zu erreichen als eines mit 100. Ohne Minimalismus hätte ich jetzt wahrscheinlich den Anspruch, ein bis ins Details stylisch dekoriertes neues Haus zu haben, was mich sehr unter Druck setzen würde. Stattdessen gehe ich einigermaßen entspannt und mit Freude ans Einrichten unseres Hauses mit möglichst wenigen Dingen.

 

 

Die stylischen Pinterest-Kinderzimmer gibt es so nicht.
Vor allem die werdenden und frisch gebackenen Mamas unter euch kennen sie sicher alle: die schicken Kinderzimmer mit stylischen, auf dem frisch gemachten Bettchen arrangierten Kissen, coolen Spielsachen, die in Reih und Glied auf dem String-Pocket-Regal stehen, tollen Häkel-Kuscheltieren, die brav auf vintage Stühlchen sitzen und in die Kamera schauen und einem Regal mit hübschen, grafisch gemusterten Körben, in denen fein sortiert die Spielsachen auf ihren Einsatz warten. Liebe Leute: so etwas existiert nicht. Wer glaubt, solche Kinderzimmer gäbe es tatsächlich (ich meine länger als fünf Minuten nachdem das Foto für den Blog/Instagram/Pinterest geknipst wurde), kann genau so gut an den Weihnachtsmann glauben (das gilt übrigens auch für unsere schicke Spielecke im Wohnzimmer). Die Kissen liegen kreuz und quer in dem zerwühlten Bett, Spielsachen und Kuscheltiere liegen dort herum, wo gerade gespielt wurde (und das nicht mal unbedingt im Kinderzimmer) und finden irgendwie nur schwerlich wieder von alleine zurück in die stylischen Körbe. Und wisst ihr was? Das ist ganz normal.
Soll ein Kinderzimmer hübsch und ordentlich sein, hilft nur Zurückhaltung bei der Menge der Dinge, die ihren Weg hinein finden, sei es Deko oder Spielzeug. Dass weniger Zeug auch für die Kinder besser ist, darüber gibt es hinreichend Infos im Netz zu finden (ein schöner Blogbeitrag dazu ist zum Beispiel dieser hier von Birgit).
Und was hat diese Erkenntnis mit mir zu tun? Tja, ganz aktuell hab ich nämlich bisher keinen Plan, wie Levis Zimmer im Haus aussehen soll, eben weil ich mir über unsere wirklichen Kinderzimmer-Bedürfnisse erst mal klar werden muss.

 

Es liegt noch ein seeehr weiter Weg vor mir.
Auch wenn ich hier immer so schlau daherrede, denkt bloß nicht, es läuft alles glatt und vorbildlich mit meinem Minimalisieren. Ich bin nach wie vor eine absolute Amateurin und habe sicher noch einen langen Weg vor mir. Aber schon jetzt kann ich sagen:

 

Ich bin glücklicher als früher!
Und das hat auch ein wenig etwas mit meinem Interesse am Minimalismus zu tun. Ich habe in den letzten Monaten angefangen, die nicht-materiellen Dinge mehr wert zu schätzen und wirklich für das dankbar zu sein, was ich habe: Ich und all meine Lieben sind gesund und leben in Sicherheit und diesen Luxus besitzen sehr viele Menschen heutzutage leider nicht. Wenn ich abends und morgens das kleine Menschlein betrachte, das neben mir liegt, überschwemmt mich jedes Mal eine Welle tiefen Glücks und tiefer Dankbarkeit. Und auch die vielen kleinen besonderen Momente am Tage nehme ich heute bewusster wahr. Danke, lieber Minimalismus für dieses Geschenk! :)

 

Und das war doch ein schöner Abschlusssatz. Ach ne, ich wollte heute unbedingt noch Bescheid geben, dass ich mich nun wohl für eine Weile verabschieden muss, denn nächste Woche geht unsere Renovierung los und Ende des Monats steht auch schon der Umzugswagen vor der Tür. Da hab ich erst mal andere Pflichten und Freuden. :) Irgendwann im November geht es dann hier weiter!

Bis dahin liebste Grüße
Karina

 

Einfach glücklich sein mit meinem neuen Lieblingsmagazin hygge. Und 5 Jahresabos für euch!

17. September 2017

 

Hygge. Dieses dänische Wort ist gerade ist aller Munde. Warum, ist eigentlich leicht zu erklären. In unserer westlichen Welt besteht derzeit eben ein großes Bedürfnis nach einer Rückbesinnung zu einem einfacheren Alltag, der uns ohne viel Brimborium glücklich macht. In den letzten Jahrzehnten wurde uns vor allem eingeredet, dass es darum geht, dieses und jenes zu haben. Nun merken wir langsam: viel toller ist es eigentlich, dieses und jenes zu erleben. Dabei geht es meiner Meinung nach nicht darum, wie viel wir erleben oder dass es immer sensationelle Dinge sein müssen. Das wie ist entscheidender. Und am schönsten ist es, besondere Erlebnisse mit anderen zu teilen (in echt, nicht bei Facebook). Ob bei einem entspannten Spaghetti-Abend mit den besten Freunden zu Hause, einem Wald- und Wiesenspaziergang, einem hübschen DIY-Projekt oder einer Vorlesestunden mit den Kindern – es gibt so viele einfach schöne, hyggelige Sachen zu erleben.
Und darum geht es im neuen Magazin HYGGE: einfach glücklich sein. Ich habe schon jeden einzelnen Artikel der ersten Ausgabe sehr genossen und seit dem 13. September ist das zweite Heft raus, das ich euch genauso ans Herz legen möchte.

Jedes Heft ist in die vier Themen aufgeteilt, um die es bei dem hygge-Lebensgefühl, das die Dänen so sehr lieben, geht: Zusammen sein, verwöhnt werden (hier gibt es unter anderem schöne, bodenständige Rezeptideen), zuhause sein und draußen sein.
Ich weiß nicht, ich für meinen Teil muss sagen: ich liebe diese Mischung und sie trifft genau das, was mich im Moment so besonders interessiert. Und was ich vor allem mag, ist die insgesamt sehr ruhige und entspannte Aufmachung des ganzen Magazins, die genau das bewirkt, was HYGGE vermitteln will: mach mal langsam. Inhaltlich und optisch liegt es damit irgenwie genau zwischen den gerade sehr angesagten „glücklich sein“-Heften wie FLOW und HAPPINEZ und der ebenfalls sehr erfolgreichen LANDLUST. Nur ist HYGGE im Gegensatz zu ersteren, für mich etwas über-designten Zeitschiften, viel ruhiger gestaltet und natürlich viel moderner als die LANDLUST. Wie gesagt: für mich perfekt.

 

Bei einem der schönsten Artikel der aktuellen Ausgabe geht es um Makramee. Ich mag den Trend sehr, habe mich aber erst nicht selber dran versucht. Da ich gerade immer noch am Ausmisten bin und gleichzeitig unseren Umzug ins Haus vorbereite, machte es in letzter Zeit einfach nicht viel Sinn, etwas neues fürs Heim zu basteln. Bis ich irgendwann merkte, dass mir zwar nicht unbedingt das haben des fertigen DIYs fehlt, sondern das machen des selbigen. Dann lag die neue HYGGE in Briefkasten und ich habe mir kurzentschlossen eine Blumenampel aus einem Lederband geknotet. Ich habe zwei sehr glückliche Stunden verbracht. :)

 

 

Ein weiterer Volltreffer war für mich auch der „Einfach raus“-Artikel. Es kam mit der Umstellung auf Rohkost und dann noch mehr mit Levi, dass ich mich hier in der Stadt einfach nicht mehr wohl fühle. Ich habe in den letzten zwei, drei Jahren einen sehr starken Wunsch nach Natur und eben „einfach raus“ gehen entwickelt. In dem Artikel in der HYGGE werden verschiedene Menschen in einem kurzen Porträt vorgestellt, denen es ähnlich geht. Zum Beispiel eine Familie, die raus aus der Stadt und rein in eine Waldhütte in Schweden zieht.

 

Haha, und das da sind Levi und ich wie wir einmal „einfach raus“ in den Wald gegangen waren. Ach so, das da auf dem Foto ist NICHT unser neues Haus, von dem ich hier immer quatsche. Unseres ist schon ein bisschen komfortabler. ;)

So,  und für alle, die nun auch Lust auf mehr hygge in ihrem Alltag haben, gibt es nun noch eine super tolle Verlosung: Ich habe fünf Jahresabos an euch zu vergeben! Berichtet mir einfach bis Mittwoch 20.09. kurz in einem Kommentar, was für euch zu einem richtigen schönen hygge-Moment dazugehört. Per Los werde ich fünf GewinnerInnen ziehen. Weitere Infos zum Gewinnspiel findet ihr unten. Ich drücke die Daumen!

Liebste Grüße
Karina

 

Das Gewinnspiel ist beendet und die fünf glücklichen Gewinnerinnen sind benachrichtigt. Lieben Dank für eure Teilnahme und die viiielen,
super tollen Kommentare!!!

 

Hier noch mal die Teilnahmebedingungen für das Gewinnspiel:

Hinterlasst bis Mittwoch 20.09.2017 um 23:59 unter diesem Post einen Kommentar. Das Los entscheidet dann (fünf Nummerm werden zufällig via random.org ermittelt).

Jede natürliche Person kann teilnehmen, auch anonyme Leser.
Wenn der Gewinner gezogen ist, kontaktiere ich ihn zur Übermittlung der
Adresse für die Zustellung der Zeitschriften.
Falls ihr noch nicht 18 seid, fragt vor der Teilnahme bitte eure Eltern um Erlaubnis.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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