Kinder und Minimalismus? Krempelfrei bleiben mit Kindern: Ideen und Erfahrungen

19. Mai 2017

 

Wenn man beim Ausmisten seinen ganzen Besitz durchgeht, wird man als Mama schnell feststellen, dass ein Großteil der Dinge zusammen mit dem Kind/den Kindern ins Zuhause gezogen sind. Ist ja normal und ok, denn drei, vier oder fünf Personen sind mehr als zwei und Kinder benötigen schon ein paar spezielle Dinge. Ich schreibe „ein paar“, denn ganz sicher sind es nicht so viele wie uns von der Spielzeug-, Kindermöbel- und Lebensmittelindustrie vorgegaukelt wird. Dass man eine Babyhaarbürste, Babymineralwasser, Quetschies (=Obstsmoothies in Wegwerfverpackungen) oder sprechende und blinkende Plüschtiere nicht braucht, diese Meinung teilen viele. Aber Windeln, Kinderwagen und Wundcreme? Das ist doch „typisch Baby“! Naja, wir jedenfalls sind ohne all das ausgekommen. Hier kommen ein paar eigene Erfahrungen und Ideen, wie man mit weniger Dingen Kinder groß bekommt.

Tragetuch statt Kinderwagen
Ganz oben auf der Liste der wichtigsten Anschaffungen steht bei werdenden Eltern ein Kinderwagen. Das war bei mir genauso, als ich gerade erfahren habe, dass ich schwanger bin. Uns war aber auch schon früh klar, dass wir auch eine Babytrage haben möchten. Bei der Recherche nach geeigneten Modellen fragte ich mich dann aber immer öfter, ob wir denn wirklich, wirklich auch einen Kinderwagen benötigen. Nach ein bisschen Überlegen haben wir beschlossen, es einfach mal ohne zu probieren und das war eine suuuper Entscheidung! Levi lag in seinem ersten Lebensjahr nicht ein Mal in einem Kinderwagen, sondern war immer in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe. Noch heute, er ist zwei, nehme ich meist die Trage statt den Buggy. 

Unsere Tragen habe ich in einem Körbchen im Flur stehen. Im Moment benutze ich nur den MySol und die Trage von Studio Romeo. Wir haben auch noch je ein Tragetuch von Didymos und von ByKay. Die haben wir benutzt, als Levi noch gaaanz klein war, weil die für ihn besseren Halt boten.

Hier einige Vorteile, Tragen statt einen Wagen zu benutzen:
– Es ist viel günstiger! Kinderwagen kosten neu so 800 bis 1200 Euro. Ein neues Tragetuch bekommt man für um die 80 Euro.
– Tragetücher nehmen viel weniger Platz zuhause weg.
– Kein Kinderwagen-Geschleppe.
– Mobilität beim Treppensteigen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
– Das Kind ist immer ganz nah bei einem, man kann ihm alles zeigen und erzählen und es jederzeit abknutschen.

Bücher leihen statt kaufen
Ich habe es schon in einem vorherigen Blogpost geschrieben. Ich kaufe nur noch wenige Kinderbücher, nur noch ganz besonders tolle. Ich lese Levi sooo viel vor und wenn ich immer neue Bücher kaufen würde, hätten wir wohl schon ein ganzes Regal voll. Also leihe ich immer schön Bücher in der Bücherei aus.
Außerdem kann man statt der „normalen“ Bücher auch mal Pixie-Bücher kaufen. Die nehmen nur einen Bruchteil des Platzes weg und die Geschichten sind genau so schön.

Familienbett statt Kinderbett
Als Levi geboren wurde, hatten wir noch ein Beistellbett im Schlafzimmer stehen. Zum Glück konnten wir das irgendwann als Sitzbank für ihn umfunktionieren, denn gebraucht haben wir es eigentlich nie so wirklich. Gut, als Rausfallschutz war es super, als unser Bett nur 1,40 m groß war. Aber Levi lag nie drin. Irgendwann habe ich unser Bett auf 2m Breite erweitert und Levi schläft nach wie vor bei uns. Wir finden’s super schön. Und wir sparen uns erst mal Kinderbett, -matratze und -bettzeug. Leisten könnten wir uns das alles, darum geht es nicht. Es ist einfach dieses Minimalismus-Ding, dass viele Dinge viel Arbeit machen. In diesem Fall gilt: ich mache lieber ein Bett als zwei. :)

Windelfrei und Stoffwindeln statt Wegwerfwindeln
Ich habe mich in der Schwangerschaft zu allen möglichen Themen dumm und dusselig recherchiert. Da lief mir auch irgendwann das Thema Windelfrei über den Weg. Muss ich ausprobieren, dachte ich. Also haben wir Levi, als er etwa drei Wochen alt war, immer mal wieder abgehalten, wenn wir dachten, dass er mal groß oder klein muss. Das ging mal nach Gefühl, mal nach Signalen, mal nach der Uhr. Es hat mal besser, mal schlechter geklappt.

Zur Sicherheit hat Levi aber auch oft Stoffwindeln getragen. Wir haben uns für die gDiapers entschieden. Die waren praktisch und schön schlicht (ich wollte Stoffwindeln ohne bunte Muster haben, was eher schwer zu finden war). Das mit dem Waschen klappte ganz gut und war auch nicht übermäßig viel Arbeit. Das lag aber auch daran, dass ja viel in der Toilette bzw. im Töpfchen landete und die Windel oft einfach sauber blieb. Wegwerfwindeln trug Levi selten und wenn, dann Öko-Windeln.

Bei unserem Windelfrei-Projekt waren wir nie verbissen und Humor braucht man auf jeden Fall, wenn man das probieren will. Denn ja, es geht auch ziemlich oft was schief. :D
Levi war jedenfalls trotzdem irgendwie mit 15 Monaten Tag und Nacht trocken, was mich selber überrascht hat, denn es kam so spontan und von ganz alleine. Er hatte irgendwann gar keine Lust mehr auf Windeln und dann klappte es auch sehr gut ohne. Ich sehe das nicht als unseren Verdienst an, aber ich bin trotzdem ein bisschen stolz und unheimlich froh, denn wir sparen BERGE an Müll bzw. Wäsche und Arbeit dadurch, dass wir nur ca. halb so lange gewickelt haben wie manch andere.

Ne Menge Tipps rund um Stoffwindeln und Windelfrei findet ihr zum Beispiel hier.

Wasser statt Kosmetik
Ich besitze quasi keine Kosmetikprodukte für Levi. Durchs Teilzeit-Windelfrei musste Levi selten in seinen Ausscheidungen liegen, dadurch hatte er nie einen wunden Po. Eine Wundcreme habe ich also nie gekauft und auch nie gebraucht. Er wird immer mit Wasser gewaschen, nur seine Hände ab und zu mit Seife. In der Badewanne ist nur Wasser und auch Shampoo benutze ich nicht bei ihm. Natürlich wird er trotzdem immer sauber und riecht nicht komisch oder so. Ich höre von anderen höchstens, wie gut er duftet. :) Einmal-Feuchttücher benutzen wir nur ab und zu unterwegs. Durch die stets sanfte Reinigung ist Levis Haut nie trocken und braucht keine Creme. Als Sonnenschutz nehme ich Kokosöl (aber Achtung: Sonnenschutzfaktor ist nur ca. 4!), Kleidung und einen Sonnenhut. Und wir bleiben möglichst im Schatten! Bisher hatte er so nie einen Sonnenbrand.

Kinderkleidung kaufen nach Bedarf statt nach Lust und Laune
Ich kann es absolut verstehen, wenn man in der Schwangerschaft und in den ersten Monaten mit Baby riesen Freude am Babykleider-Shopping hat. Das ging mir genau so. Und erst seit ich mich mit dem Thema Minimalismus beschäftige, kann ich mich beim Shoppen zurückhalten, weil ich einfach nicht möchte, dass unsere Schublade für Levis Klamotten so voll wird. Und weil mit erst jetzt so richtig bewusst geworden ist, dass Levi viele Sachen kaum getragen hat. Entweder, weil die Menge einfach ZU GROß war oder die Sachen einfach unpraktisch waren. Man muss eben erst mal schauen, was so zu dem eigenen Lebensstil passt. Durch das Windelfrei-Ding waren zum Beispiel Einteiler wie Strampler und teilweise auch Bodys eher unpraktisch und verstaubten daher in den Schubladen.

Ich kann mich mittlerweile ganz gut beherrschen. Ich kaufe nur noch das, was wir wirklich benötigen und – ganz heißer Tipp, haha – GUCKE GAR NICHT ERST IN DEN SHOPS. Denn wenn ich erst mal etwas süßes gesehen habe, fällt es mir nämlich nach wie vor schwer, zu widerstehen.

In der aktuellen Größe habe ich jedenfalls mittlerweile vielleicht nur noch halb so viele Sachen wie in den damaligen Babygrößen. Es ist schön zu wissen, dass alle Kleidungsstücke auch genutzt werden und alles in eine Schublade unserer Ikea-Malm-Kommode passt, ohne dass ich quetschen muss.

Die Spielecke für unseren kleinen Sohn im Wohnzimmer mit Ikea Besta Schrank.

Spielzeug?!
Puh, keine Ahnung, wer Tipps hat, bitte melden. ;) Wir haben im Vergleich zu anderen bestimmt nicht mega viel Spielzeug, aber für mich fühlt es sich nach zu viel an (es ist jedenfalls mehr, als oben auf dem schicken Bild zu sehen ist). Zu unserer Verteidigung muss ich aber sagen, dass wir vielleicht ein Viertel davon selber neu gekauft haben, ein Viertel ist vom Flohmarkt und der Rest sind – wer errät es? – Geschenke. Was wir in Zukunft versuchen wollen, ist, uns zu Weihnachten und Co eine große Sache von mehreren Personen zu wünschen. Mal sehen, wie das klappt.

Ich hoffe, hier waren ein paar schöne Ideen und Anregungen für alle (werdenden) Mamas und Papas dabei!

Liebste Grüße
Karina

 

Freude Freude Freude: Ab Herbst ist dies unser neuer Wohnzimmer-Ausblick!

18. Mai 2017

 

Jaaa, es ist eine Pferdewiese! Und auf der anderen Straßenseite unseres neuen Zuhauses sind Schaaafe! Leute, ich freu mich so und seit gestern ist es auch ganz sicher: wir werden im Herbst umziehen und ab dann sehr dörflich wohnen (ich schreibe nicht „auf dem Dorf“, denn DAS ist tatsächlich noch Hamburg). Es wird eine ganz schön krasse Veränderung werden, aber in letzter Zeit wurde mein Wunsch, aus der Stadt raus zu ziehen immer stärker und nun hat es tatsächlich geklappt. Und natürlich freue ich mich nicht nur auf die unfassbar schöne Natur, sondern auch auf die Gestaltung eines neuen Zuhauses. Höhö. Das wird ein Spaß, ihr Lieben!
So, mehr wird für heute nicht verraten, ich halte euch aber natürlich auf dem Laufenden!

Liebste Grüße
Karina

 

Wie weiße Möbel weiß bleiben und ich meine Lieblingskleidung pflege – zwei super Helfer!

10. Mai 2017

 

Heute kommt hier mal die Hausfrau in mir zu Wort! ;) Ich möchte euch verraten, welche zwei Helfer ich benutze, damit a) unsere vielen weißen Möbel herrlich weiß bleiben und b) unsere gute Kleidung immer wie neu aussieht. Das Bild oben verrät es auch schon. Für alle möglichen weißen Flächen benutze ich Schmutzradierer, für Kaschmir- und Wolle-Seide-Kleidung einen Fusselrasierer. So bleiben Möbel und Mode sehr lange sehr schön und sehen viele Jahre gepflegt und fast wie neu aus.

Ganz ehrlich: ich weiß gar nicht, was ich ohne die Schmutzradierer machen würde. :D Wir haben ja zum Beispiel echt viele weiße Ikea-Möbel und gerade deren Flächen haben nach einiger Zeit oft so nen merkwürdigen Grabbel-Grauschleier, der sich mit Staubtuch oder feuchtem Lappen nicht entfernen lässt. Das gilt zum Beispiel für unseren Ikea-Couchtisch. Aber auch unseren Esstisch und meinen Schreibtisch reinige ich damit regelmäßig. Ich habe dort sogar schon Kugelschreiberstriche wegbekommen. Oder kennt ihr diesen gräulichen Schatten, der sich auf Schreibtische legt, weil an ihnen auch mal mit Bleistift geschrieben wird? Unten zeige ich mal ein vorher-nachher-Bild von meiner Schreibtisch-Reinigung… die Platte wird wieder wie neu!

Super sind Schmutzradierer auch für Türen sowie Tür- und Fensterrahmen, wenn hier vom Anfassen Grauschleier oder vom Dagegenstoßen dunkle Schrammen entstehen. Ich habe vor wenigen Tagen eine Schramme mit unserem schwarzen Hocker an unsere Küchentür gezaubert, die ich aber ganz einfach wegradieren konnte. Siehe Bild unten…

Um unseren Abfluss in der Küche gab es nach vielen Jahren der Nutzung immer so einen dunklen Rand. Der ging mit normalem Putzen nicht weg. Mit dem Schmutzradierer kein Problem! Eine andere dunkle Schramme im hinteren Teil ist aber leider nicht weggegangen, wie ihr auf den Bildern seht.

Ich würde allgemein natürlich aufpassen, auf welchen Oberflächen ihr den Schmutzradierer verwendet. Kunststoff kann damit zum Beispiel stumpf werden. Am besten ist es wie immer, mal kurz an einer unauffälligen Stelle zu testen. Und generell erst mal zu probieren, den Schmutz mit „normalen Mitteln“, also zum Beispiel einem feuchten Lappen weg zu bekommen. Da es sich bei dem Material des Schmutzradierers außerdem um Kunststoff handelt (Melaminharz) und sich beim Gebrauch feinste Kunststoffpartikel lösen, sollte er besser nicht übertrieben oft verwendet werden. Denn Mikroplastik ist bekanntermaßen gar nicht gut für uns und die Umwelt. Deswegen besser auch nicht für Geschirr und ähnliches verwenden! Weitere Infos und Anwendungstipps zu Schmutzradierern, die den Umfang dieses Blogposts sprengen würden, findet ihr zum Beispiel hier.

Und nun mein zweites Must-Have für eine lange Lebensdauer eurer Lieblinge: der Fusselrasierer. Es passiert vor allem bei Strick und sowohl bei Kunstfasern, als auch bei Wolle oder Cashmere: Pilling! Also die Bildung von kleinen, unschönen Knötchen auf der Oberfläche von Textilien. Wenn die einem nichts ausmachen, null problemo. Mich stören sie aber tierisch, weil ich finde, dass selbst der teuerste, hochwertigste Pullover billo aussieht, wenn er mit Pillingknoten übersät ist. Um meine Textilien immer wieder fast wie neu aussehen zu lassen, rasiere ich sie also regelmäßig.

Am besten funktioniert so ein Fusselrasierer bei Strick aus Naturfasern, also zum Beispiel bei Wolle und Kaschmir. Bei Jersey geht es auch super gut. Schwierig wird es leider bei Kunstfasern. Zwei Pullis mit Kunstfaseranteil, die ich besitze, werden daher leider wirklich mit den Monaten immer unansehnlicher. Irgendwie kann der Rasierer die Knötchen nicht „fassen“. Hm… sehr schade.

Meine dicken schwarzen Wintersocken aber, die nach einer Weile immer übersät sind mit hellen Fusseln, sehen nach der Rasur wieder klasse aus (Bild oben). Auch meine zwei Kaschmirpullover pflege ich damit regelmäßig (Bild unten).

Unverzichtbar ist der Fusselrasierer auch geworden, seit wir für Levi ein paar Wolle-Seide-Bodys besitzen. Diese sehen vor allem nach dem ersten Tragen echt schlimm aus. Nach dem Rasieren sind sie aber wieder wie neu! Je öfter sie getragen werden, desto weniger pillen sie dann auch und der Rasierer muss immer seltener ran.

Ein Hinweis aber noch zum Fusselrasierer: arbeitet in Ruhe und legt das Kleidungsstück ganz flach hin. Es ist sehr ärgerlich, wenn die Klingen mehr als nur die Fussel, also den Strick selbst, erfassen. Da gibt’s ein Löchlein. :( Ist mir ein Mal passiert und ist eher kontraproduktiv bezüglich Langlebigkeit.

 

Schmutzradierer kaufe ich in der Drogerie. Fusselrasierer gibt es dort manchmal ebenfalls. Auch ein großer Kaffeeanbieter hat sie ab und zu. Oder ihr schaut mal im Internet, in Kaufhäusern,…

Ich bin jedenfalls froh, diese zwei Helfer hier zu Hause zu haben, da ich meine Lieblingsdinge gern pflege und möglichst hübsch habe. Und es ist ja auch irgendwie viel nachhaltiger, sein Hab und Gut sorgfältig zu pflegen, anstatt es immer wieder mit etwas neuem zu ersetzen. Ihr wisst schon, Minimalismus und so… ;)

Liebste Grüße
Karina

 

Zeitfresser, Möbelmonster und schlechtes Gewissen adé! Erste tolle Veränderungen durchs Minimalisieren!

29. April 2017

Mit vielen kleinen Schritten bin ich durchs Entrümpeln schon zu ein paar tollen großen und kleinen Ergebnissen gekommen, die ich euch heute zeigen möchte.

Goodbye, Möbelmonster!
Das auffälligste und schönste ist auf jeden Fall, dass das riesen große Vintage Sideboard aus dem Schlafzimmer gehen durfte. Es hat mich einige Jahre begleitet und ich fand es im Schlafzimmer auch ganz ok, aber die große Liebe war es nicht mehr. Und außerdem war es durch das Ausmisten schon ziemlich leer! Bei Ebay Kleinanzeigen ging es schnell weg und ich habe jetzt 150 Euro mehr in der Spardose. Statt eines eher ungeliebten und nicht mehr benötigten Möbelmonsters genieße ich nun einfach den leeren Raum, den es hinterlässt. Guckt mal wie wunderbar hell und luftig unser Schlafzimmer jetzt ist! Ich liebe es!

Minimalistisches Schlafzimmer

 

 

Zeitfresser beseitigt!
Ich habe eine kleine Macke, die mich hier zuhause immer recht unentspannt gemacht hat. Das ist mein angeborener Fehler-Radar, der in unserem Zuhause unbewusst immer alle möglichen Ecken abcheckt, ob sie ordentlich, staubfrei und schick sind. Es gab hier ein paar Ecken, die immer wieder dieses Radar ausschlagen ließen, dazu gehörte bis vor kurzem meine geliebte Schneiderpuppe vom Flohmarkt, die fast immer schief dastand. Ich dachte, die wäre einfach kaputt und ich habe als Ausgleich immer eine Pappe unter den Fuß gelegt, damit sie grade steht. Das hielt natürlich mehr schlecht als recht. Ständig fiel mir die schiefe Puppe ins Auge, was mich genervt hat und immer wieder musste ich an ihr rumhantieren, damit sie ordentlich aussah. Mit dem Minimalisieren wurde mir mein Bedürfnis, mich zuhause entspannen zu können, immer wichtiger und so habe ich mir das Ding mal fünf Minuten genauer angeschaut. Ich musste nur ein Mal ein wenig an einem Gewinde drehen und schon stand die Puppe bombensicher. Und all die Jahre den albernen, zeitfressenden Ärger mit der schiefen Schneiderpuppe, oh Mann…

Schneiderpuppe mit weißen Kleid

Ähnlich war es mit den Aufbewahrungsgläsern im Bad, die bisher links neben dem Waschbecken unterm Handtuch standen. Beim Hände abtrocknen haben die immer ein paar Wassertropfen abbekommen und hatten so ständig hässliche Flecken, die regelmäßig weggeputzt werden mussten. Ich habe zwei Jahre gebraucht, um auf die Idee zu kommen, die Gläser auf die rechte Seite zu stellen! Es mag für euch banal erscheinen, aber tatsächlich ist das für mich ein kleiner Fortschritt: den optisch perfekten Platz für etwas aufzugeben zugunsten des praktischeren, pflegeleichteren Platzes! Der eigentlich auch prima aussieht. ;)

Ich kann euch jedenfalls nur sehr empfehlen, dass ihr euch ein Mal etwas mehr Zeit nehmt, um eure Zeitfresser zu identifizieren und eine Idee zu finden, diese zu beseitigen! Ich habe auf diese Weise viele kleine Problemecken hier beseitigt, was mich sooo viel entspannter gemacht hat. Dazu gibt es auch ein andermal mehr.

Badezimmerdeko am Waschtisch

 

Weniger konsumieren!

Das mit dem weniger kaufen klappt bei mir schon ziemlich gut. Aber, puh, was Nachhaltigkeit und Müllvermeidung angeht, sollte ich echt noch ein wenig was verbessern. Zum Beispiel fallen hier immer total viele Plastikverpackungen vom Obst und Gemüse an. An anderer Stelle bin ich aber schon einen Schritt weiter. Was mir in letzter Zeit nämlich immer mehr gegen den Strich ging, war mein unnötiger Verbrauch von To-Go-Bechern. Ich trinke ja nicht mal Kaffee, aber gerne einen frisch gepressten Saft vom Wochenmarkt. Den Plastikbecher habe ich vielleicht fünf Minuten benutzt, dann landete er im Müll. :( Ich hatte mich schon auf die Suche nach einem schönen To-Go-Becher begeben und just zu der Zeit bekam ich das Angebot, euch hier doch mal den To Go Click Becher von der skandinavischen Traditionsmarke Stelton zu zeigen (den gibt es jetzt nämlich in neuen zarten Farben, dieses hier in sand). Et voilà, hier ist er! Dienstags und freitags wandert er also nun zusammen mit Portemonnaie, Schlüssel und Metalltrinkhalm in meinen Einkaufskorb und schon bin ich bestens ausgerüstet für meinen zero-waste-Wochenmarkt-Saft. ;)

Stelton To Go Click

Ein dickes Minus beim Konsumieren macht jetzt auch mein Entschluss aus, einen Großteil unserer Bücher in der Bücherei auszuleihen. Das klappt besonders gut bei Romanen (ich lese mich gerade durch einen Klassiker nach dem anderen und fühle mich schrecklich intellektuell dabei) und bei Kinderbüchern! Und unser Kinderbuch-Verbrauch ist sehr hoch, da Levi es liebt, von uns mehrmals am Tag etwas vorgelesen zu bekommen. Ich bin etwa ein Mal im Monat bei meinen Eltern zu Besuch und da dort die Bibliothek gleich um die Ecke ist, nutze ich die Zeit dort sehr gerne, um mit Levi ein Stündchen in dem schönen Angebot zu stöbern und ein paar tolle Bücher mit nach Hamburg zu nehmen. Ich finde diese Lösung großartig! Das spart Geld und vor allem unendlich viel Platz im Bücherregal, denn nach spätestens drei Monaten gehen die Bücher ja wieder zurück.

Urban Jungle in der Küche und Kinderküche

 

Weg mit dem schlechten Gewissen!
Kennt ihr das? Man hat ein schlechtes Gewissen beim Blick in den Kleiderschrank, denn die Hälfte der Kleidung hat man seit langer Zeit nicht getragen. Das selbe gilt für den Blick in den Badezimmerschrank, denn auch die vielen schicken Nagellacke und coolen Lippenstifte werden viel zu selten benutzt. Das wollte ich nicht mehr. Denn mein Zuhause soll ja keine Ansammlung von miesen Gefühlen sein. Sobald ich mit dem Bad- und Kleiderschrank fertig bin, gewähre ich euch einen Blick hinein. An anderer Stelle habe ich mein schlechtes Gewissen aber schon beseitigt. Meine tolle, große und teure Monstera war nämlich (wohl durch zu wenig Licht?) im Arbeitszimmer ziemlich verkümmert und die braunen Blätter waren ein mitleiderregender Anblick. Ich hatte die Nase voll davon. Also habe ich knallhart alles abgeschnitten, was nicht mehr fit aussah und übrig blieben ein paar kleine gesunde Triebe, die zusammen ein neues Zuhause in einem kleineren Topf gefunden haben. Dieses Mal auch in der Küche, wo mehr Licht ist. Das schlechte Gewissen ist passé und die Freude beim Anblick meiner glücklichen Monstera nun umso größer.

Urban Jungle in der Küche und Kinderküche

Also hier noch mal ein Rat an euch. Auch wenn etwas teuer war oder ihr es erst neu gekauft habt: Wenn ihr kein gutes Gefühl bei seinem Anblick habt, gebt es lieber weg. Leider, leider gibt es Fehlkäufe und wir alle versuchen sie zu vermeiden. Aber wenn es doch mal passiert ist, fragt euch, ob es das wirklich wert ist, wegen 10, 20 oder 50 Euro täglich ein schlechtes Gewissen zu haben.

Ich würde mich freuen, wenn ich euch mit diesem Minimalisierungs-Update und meinen Tipps ein paar spannende Inspirationen zu einem einfacheren Leben geben konnte!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Spielküche von Brio*
schwarze Gießkanne von House Doctor*
weiße Regale von Ikea

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Frohe Ostern!

15. April 2017

 

Ihr Lieben, ich wünsche euch frohe Ostern und ein paar wunderschöne freie Tage mit eurer Familie und euren Freunden!

Hier auf meinem Blog ist es im Moment oft ein bisschen ruhig (What?! Es gab nicht EIN einziges
Oster-DIY?!) und ich danke euch, dass ihr mir dennoch die Treue haltet. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass man als Leser auch gar nicht so viele Blogposts zu lesen schafft wie man gerne möchte. Also ist es vielleicht auch nicht so schlimm. ;)

Obwohl hier content-mäßig in letzter Zeit weniger los war, gibt es doch etwas neues, was die Optik meines Blogs angeht. Euch ist es bestimmt schon aufgefallen, dass das rosa hier an der rechten und linken Seite durch weiß ersetzt wurde. Fühlt sich für mich mittlerweile einfach passender an. :) Ich freue mich sehr über die kleine, aber wie ich finde sehr wirkungsvolle Veränderung! Und ich hoffe, ihr mögt es auch.

Schöne Feiertage und liebste Grüße
Karina

 

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