Zeitfresser, Möbelmonster und schlechtes Gewissen adé! Erste tolle Veränderungen durchs Minimalisieren!

29. April 2017

Mit vielen kleinen Schritten bin ich durchs Entrümpeln schon zu ein paar tollen großen und kleinen Ergebnissen gekommen, die ich euch heute zeigen möchte.

Goodbye, Möbelmonster!
Das auffälligste und schönste ist auf jeden Fall, dass das riesen große Vintage Sideboard aus dem Schlafzimmer gehen durfte. Es hat mich einige Jahre begleitet und ich fand es im Schlafzimmer auch ganz ok, aber die große Liebe war es nicht mehr. Und außerdem war es durch das Ausmisten schon ziemlich leer! Bei Ebay Kleinanzeigen ging es schnell weg und ich habe jetzt 150 Euro mehr in der Spardose. Statt eines eher ungeliebten und nicht mehr benötigten Möbelmonsters genieße ich nun einfach den leeren Raum, den es hinterlässt. Guckt mal wie wunderbar hell und luftig unser Schlafzimmer jetzt ist! Ich liebe es!

Minimalistisches Schlafzimmer

 

 

Zeitfresser beseitigt!
Ich habe eine kleine Macke, die mich hier zuhause immer recht unentspannt gemacht hat. Das ist mein angeborener Fehler-Radar, der in unserem Zuhause unbewusst immer alle möglichen Ecken abcheckt, ob sie ordentlich, staubfrei und schick sind. Es gab hier ein paar Ecken, die immer wieder dieses Radar ausschlagen ließen, dazu gehörte bis vor kurzem meine geliebte Schneiderpuppe vom Flohmarkt, die fast immer schief dastand. Ich dachte, die wäre einfach kaputt und ich habe als Ausgleich immer eine Pappe unter den Fuß gelegt, damit sie grade steht. Das hielt natürlich mehr schlecht als recht. Ständig fiel mir die schiefe Puppe ins Auge, was mich genervt hat und immer wieder musste ich an ihr rumhantieren, damit sie ordentlich aussah. Mit dem Minimalisieren wurde mir mein Bedürfnis, mich zuhause entspannen zu können, immer wichtiger und so habe ich mir das Ding mal fünf Minuten genauer angeschaut. Ich musste nur ein Mal ein wenig an einem Gewinde drehen und schon stand die Puppe bombensicher. Und all die Jahre den albernen, zeitfressenden Ärger mit der schiefen Schneiderpuppe, oh Mann…

Schneiderpuppe mit weißen Kleid

Ähnlich war es mit den Aufbewahrungsgläsern im Bad, die bisher links neben dem Waschbecken unterm Handtuch standen. Beim Hände abtrocknen haben die immer ein paar Wassertropfen abbekommen und hatten so ständig hässliche Flecken, die regelmäßig weggeputzt werden mussten. Ich habe zwei Jahre gebraucht, um auf die Idee zu kommen, die Gläser auf die rechte Seite zu stellen! Es mag für euch banal erscheinen, aber tatsächlich ist das für mich ein kleiner Fortschritt: den optisch perfekten Platz für etwas aufzugeben zugunsten des praktischeren, pflegeleichteren Platzes! Der eigentlich auch prima aussieht. ;)

Ich kann euch jedenfalls nur sehr empfehlen, dass ihr euch ein Mal etwas mehr Zeit nehmt, um eure Zeitfresser zu identifizieren und eine Idee zu finden, diese zu beseitigen! Ich habe auf diese Weise viele kleine Problemecken hier beseitigt, was mich sooo viel entspannter gemacht hat. Dazu gibt es auch ein andermal mehr.

Badezimmerdeko am Waschtisch

 

Weniger konsumieren!

Das mit dem weniger kaufen klappt bei mir schon ziemlich gut. Aber, puh, was Nachhaltigkeit und Müllvermeidung angeht, sollte ich echt noch ein wenig was verbessern. Zum Beispiel fallen hier immer total viele Plastikverpackungen vom Obst und Gemüse an. An anderer Stelle bin ich aber schon einen Schritt weiter. Was mir in letzter Zeit nämlich immer mehr gegen den Strich ging, war mein unnötiger Verbrauch von To-Go-Bechern. Ich trinke ja nicht mal Kaffee, aber gerne einen frisch gepressten Saft vom Wochenmarkt. Den Plastikbecher habe ich vielleicht fünf Minuten benutzt, dann landete er im Müll. :( Ich hatte mich schon auf die Suche nach einem schönen To-Go-Becher begeben und just zu der Zeit bekam ich das Angebot, euch hier doch mal den To Go Click Becher von der skandinavischen Traditionsmarke Stelton zu zeigen (den gibt es jetzt nämlich in neuen zarten Farben, dieses hier in sand). Et voilà, hier ist er! Dienstags und freitags wandert er also nun zusammen mit Portemonnaie, Schlüssel und Metalltrinkhalm in meinen Einkaufskorb und schon bin ich bestens ausgerüstet für meinen zero-waste-Wochenmarkt-Saft. ;)

Stelton To Go Click

Ein dickes Minus beim Konsumieren macht jetzt auch mein Entschluss aus, einen Großteil unserer Bücher in der Bücherei auszuleihen. Das klappt besonders gut bei Romanen (ich lese mich gerade durch einen Klassiker nach dem anderen und fühle mich schrecklich intellektuell dabei) und bei Kinderbüchern! Und unser Kinderbuch-Verbrauch ist sehr hoch, da Levi es liebt, von uns mehrmals am Tag etwas vorgelesen zu bekommen. Ich bin etwa ein Mal im Monat bei meinen Eltern zu Besuch und da dort die Bibliothek gleich um die Ecke ist, nutze ich die Zeit dort sehr gerne, um mit Levi ein Stündchen in dem schönen Angebot zu stöbern und ein paar tolle Bücher mit nach Hamburg zu nehmen. Ich finde diese Lösung großartig! Das spart Geld und vor allem unendlich viel Platz im Bücherregal, denn nach spätestens drei Monaten gehen die Bücher ja wieder zurück.

Urban Jungle in der Küche und Kinderküche

 

Weg mit dem schlechten Gewissen!
Kennt ihr das? Man hat ein schlechtes Gewissen beim Blick in den Kleiderschrank, denn die Hälfte der Kleidung hat man seit langer Zeit nicht getragen. Das selbe gilt für den Blick in den Badezimmerschrank, denn auch die vielen schicken Nagellacke und coolen Lippenstifte werden viel zu selten benutzt. Das wollte ich nicht mehr. Denn mein Zuhause soll ja keine Ansammlung von miesen Gefühlen sein. Sobald ich mit dem Bad- und Kleiderschrank fertig bin, gewähre ich euch einen Blick hinein. An anderer Stelle habe ich mein schlechtes Gewissen aber schon beseitigt. Meine tolle, große und teure Monstera war nämlich (wohl durch zu wenig Licht?) im Arbeitszimmer ziemlich verkümmert und die braunen Blätter waren ein mitleiderregender Anblick. Ich hatte die Nase voll davon. Also habe ich knallhart alles abgeschnitten, was nicht mehr fit aussah und übrig blieben ein paar kleine gesunde Triebe, die zusammen ein neues Zuhause in einem kleineren Topf gefunden haben. Dieses Mal auch in der Küche, wo mehr Licht ist. Das schlechte Gewissen ist passé und die Freude beim Anblick meiner glücklichen Monstera nun umso größer.

Urban Jungle in der Küche und Kinderküche

Also hier noch mal ein Rat an euch. Auch wenn etwas teuer war oder ihr es erst neu gekauft habt: Wenn ihr kein gutes Gefühl bei seinem Anblick habt, gebt es lieber weg. Leider, leider gibt es Fehlkäufe und wir alle versuchen sie zu vermeiden. Aber wenn es doch mal passiert ist, fragt euch, ob es das wirklich wert ist, wegen 10, 20 oder 50 Euro täglich ein schlechtes Gewissen zu haben.

Ich würde mich freuen, wenn ich euch mit diesem Minimalisierungs-Update und meinen Tipps ein paar spannende Inspirationen zu einem einfacheren Leben geben konnte!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Spielküche von Brio*
schwarze Gießkanne von House Doctor*
weiße Regale von Ikea

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Frohe Ostern!

15. April 2017

 

Ihr Lieben, ich wünsche euch frohe Ostern und ein paar wunderschöne freie Tage mit eurer Familie und euren Freunden!

Hier auf meinem Blog ist es im Moment oft ein bisschen ruhig (What?! Es gab nicht EIN einziges
Oster-DIY?!) und ich danke euch, dass ihr mir dennoch die Treue haltet. Aber aus eigener Erfahrung weiß ich auch, dass man als Leser auch gar nicht so viele Blogposts zu lesen schafft wie man gerne möchte. Also ist es vielleicht auch nicht so schlimm. ;)

Obwohl hier content-mäßig in letzter Zeit weniger los war, gibt es doch etwas neues, was die Optik meines Blogs angeht. Euch ist es bestimmt schon aufgefallen, dass das rosa hier an der rechten und linken Seite durch weiß ersetzt wurde. Fühlt sich für mich mittlerweile einfach passender an. :) Ich freue mich sehr über die kleine, aber wie ich finde sehr wirkungsvolle Veränderung! Und ich hoffe, ihr mögt es auch.

Schöne Feiertage und liebste Grüße
Karina

 

Buchtipp: Einfach Leben von Lina Jachmann

9. April 2017

 

Ich möchte heute allen, die sich für das Thema Minimalismus interessieren, ein neu erschienenes Buch ans Herz legen: Einfach Leben: Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil* von Lina Jachmann. Ich hatte es kurz vor seiner Veröffentlichung als Tipp in einer Zeitschrift entdeckt und manchmal weiß man ja schon, wenn man das Cover eines Buches sieht, dass der Inhalt einem mindestens ebenso gut gefällt wie das Äußere. Bei Einfach leben war dies so. Sobald das Buch raus war, habe ich es mir also schnell bestellt und hatte es aus lauter Freude am Lesen fast ebenso schnell durch. Meine Erwartungen wurden zum Glück erfüllt: es ist ein sehr gelungenes Buch rund um alle Themen, die minimalistisches Leben betreffen.

Lina Jachmann hat ihren Guide in die Kapitel Wohnen, Mode, Körper und Lifestyle gegliedert. Für mich persönlich hätte der Wohn-Teil natürlich auch gleich mal die Hälfte des Buches ausmachen können, aber Lina Jachmann war es, denke ich, ein Anliegen, eine breite Palette an Themen zu beschreiben, in die Minimalismus hineinreichen kann.
Im Kapitel Wohnen erklärt uns Lina unter anderem, warum es so befreiend ist, mit weniger Dingen zu wohnen (darüber lese ich gerne immer und immer wieder), wir bekommen Tipps zum Ausmisten und einem Kram-freieren Kinderzimmer, aber auch zu einem einfacheren Arbeiten im (Home-)Office. Dazu gibt es ein paar Homestories, von denen mich vor allem die von Jenny Mustard (sie hat auch einen tollen YouTube-Kanal!) und Joachim Klöckner inspiriert haben. Letzterer lebt mit nur 50 Dingen und ich kenne ihn auch schon aus dieser Doku. Ein sympathischer Mann!
Da ein Schwerpunkt aus Linas Buch das Thema Nachhaltigkeit ist (hier habe ich übrigens sicher noch Nachholbedarf!), gibt es auch Tipps für plastikfreie Küchentools und chemiefreie DIY-Reinigungsmittel.

Für viele – auch für mich – fängt das Ausmisten mit dem Kleiderschrank an. In Einfach Leben findet ihr im Kapitel Mode unter anderem einen Guide für die Erstellung einer Capsule Wardrobe, das inspirierende Porträt der Youtuberin Minimal Mimi sowie Tipps zu Slow Fashion-Labels und -Blogs.

Seit ich vor vier Jahren auf Rohkost-Ernährung umgestiegen bin, hat sich mein Kosmetik-Pool nach und nach fast von alleine minimalisiert. Manches wollte ich nicht mehr benutzen, manches vertrug ich plötzlich nicht mehr und für anderes hatte ich irgendwann einfach keinen Bedarf mehr. Statt Duschgel und Shampoo benutze ich zum Beispiel nur Wascherde (diese Lavaerde von Logona*). Das Thema natürliche und einfache Körperpflege finde ich daher super interessant und in Linas Buch konnte ich weitere schöne Anregungen hierfür finden.

Im letzten Kapitel Lifestyle wird zum Beispiel das Thema Zero-Waste vorgestellt, wir lernen, wie man aus schnöden Kastanien sein eigenes Waschmittel zaubert und erfahren mehr über den Trend Unverpacktes Einkaufen. Da es mich selber seit geraumer Zeit immer mehr aufs Land zieht, fand ich auch das Interview mit Anna und Marcus sehr schön, in dem sie von ihrem spontanen Umzug von Berlin aufs Brandenburger Land und ihrem jetzt sehr einfachen und sehr erfüllenden Leben erzählen.

 

Ganz ehrlich: innerhalb von drei Wochen habe ich das Buch schon ein zweites Mal durchgelesen. Es hat mir einfach Freude gemacht und wie erwartet sind beim zweiten Mal auch noch mehr Tipps und Ideen bei mir hängen geblieben.
Ich kann jedenfalls sagen: Einfach Leben sieht nicht nur außen und innen sehr hübsch aus, sein Inhalt hat mich weiter zu meinem Ziel, ein wenig minimalistischer zu leben, vorangetrieben. Und die zahlreichen Tipps zu Minimalismus-Blogs und -Youtubekanälen haben mir einen weiteren Schubs gegeben. Meinen Schreibtisch miste ich zum Beispiel derzeit zum DRITTEN Mal aus (und, ja, ich finde schon wieder eine Menge, das gehen darf) und dekorieren tue ich jetzt lieber mit dem Strohhut meines Mannes als mit dem x-ten Kerzenständer. ;)

Ich hoffe, euch mit dem Buch einen spannenden Lese-Tipp gegeben zu haben!

Liebste Grüße
Karina

 

 

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Mein täglicher Frühjahrsputz – mit dem Saugroboter VR200 von Vorwerk

6. April 2017

Werbung: Beitrag entstanden in Zusammenarbeit mit Vorwerk

Neben dem Entrümpeln hat mich jetzt zu Beginn des neuen Jahres auch mal wieder die Lust auf einen gründlichen Frühjahrsputz befallen. Geht es euch auch so? Ich finde es auch echt richtig gut, dass man ausnahmsweise mal total motiviert ist, endlich mal wieder den Boden zu wischen, die Fenster zu putzen oder auch auf den schwerer erreichbaren Regalen Staub zu wischen. Die Frühlingssonne fördert bei mir auch ganz schön viele vernachlässigte Ecken zutage, auweia… :D

Jede Wohnung hat ja so ihre Tücken und Eigenheiten. Bei uns ist es zum Beispiel weniger das Staubwischen (das geht einigermaßen einfach, denn allzu viel stand hier ja noch nie herum). Unsere Herausforderung ist eher die große Fläche des Bodens. Wir wohnen auf 140 qm und da dauert gründliches Saugen etwa eine halbe Stunde und Wischen eine Stunde. Und seit Levi da ist, wird es hier natürlich noch schneller krümelig durch heruntergefallenes Essen, Sand vom Spielplatz etc. Alle zwei, drei Tage saugen ist daher schon angesagt.
Als ich vor einiger Zeit dann die Anfrage von Vorwerk bekam, deren Saugroboter Kobold VR200 zu testen, konnte ich daher verständlicherweise nicht nein sagen. Ich wollte so ein Teil unbedingt mal bei uns ausprobieren. Hier kommt also mein Bericht nach einigen Wochen des Testens!

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Der Kobold ist ein ganz schicker Zeitgenosse. Pures Design in weiß, schwarz und mit ein paar grünen Details. Das passte ja schon mal gut hierher! Sein Zuhause, die Ladestation, hat dann im Gästezimmer seinen Platz gefunden. Um die Station herum muss nämlich genug Raum sein, damit der Roboter diese ungehindert verlassen und später wieder anfahren kann. Daher kann man sie leider nicht in die letzte ungenutzte Ecke im Abstellkämmerchen quetschen. Aber dank der netten Optik des Geräts war das für mich auch kein Problem.
Auf der Oberseite des Kobolds findet man das einfache Bedienfeld mit einer Statusanzeige und den Startknopf. Von oben kommt man auch an den kleinen Staubbehälter ran. Er lässt sich leicht ein- und ausbauen, man entleert ihn einfach in den Mülleimer oder saugt ihn mit dem Staubsauger aus und verwendet ihn immer wieder.

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Man kann mit dem Saugroboter auf zwei verschiedene Arten reinigen lassen. Einmal nimmt er sich die ganze Wohnung vor oder er reinigt nur ein Quadrat von 2 x 2 m („SPOT-Reinigung“). Letzteres könnte man zum Beispiel nutzen, wenn beim Nachhausekommen im Flur nur an einer Stelle ne Menge Sand verteilt wurde (passiert hier häufiger…). Ich habe aber fast immer die Funktion der ganzen Wohnung genutzt. Mit einer Akkuladung schafft der Kobold ca. 120 qm. Ich musste daher immer in zwei Schritten saugen lassen.

Und wie war der Kleine in der Praxis? Insgesamt kann ich sagen: gut! Hier kommt meine Liste der vielen positiven und wenigen negativen Punkte:

POSITIVES
– Fast alle Ecken werden erreicht. Das wirklich tolle ist, dass der Roboter auch dort saugt, wo ich oft zu faul bin mit dem Staubsauger hinzulangen. Unter größeren Möbelstücken zum Beispiel wie unserem Sideboard im Wohnzimmer, wo der Fernseher drauf steht. Was super klappt, da der Kobold VR200 nur 9 cm hoch ist.
– Bei Gebrauch etwa alle zwei Tage bekommt man eine sehr schöne „Grundsauberkeit“ in die Räume, die mindestens immer so gut ist, dass man nie denkt: oha, ich müsste mal wieder dringend staubsaugen. Das entspannt. :)
– Er hat Power. Wenn er über etwas rüber rauscht, ist es auch weg.
– Den Staub auszuleeren geht leicht und schnell. Ist auch immer schön zu sehen, was nun aus der Wohnung verschwindet. Ein bisschen „ausmisten für jeden Tag“ sozusagen. :D
– Unkomplizierte, leicht verständliche Bedienung mit wenigen sinnvollen Funktionen.
– Der herumfahrende Roboter hat vor allem für Kleinkinder einen enormen Unterhaltungswert. Für Erwachsene aber auch! Die ersten Male bin ich dem herumflitzenden Kobold mit Levi auf dem Arm immer ganz neugierig hinterher gelaufen.

NEGATIVES
– Es wäre schön, wenn er noch etwas leiser wäre.
– Einfach Kobold anschalten und abhauen geht leider nicht. Man muss die Wohnung etwas vorbereiten, vor allem, wenn man nach einiger Zeit die „Stolperfallen“ des Roboters kennt. An den Fransen unseres Wohnzimmerteppichs ist er zum Beispiel immer hängen geblieben. Die muss ich also vorher nach unten einschlagen. Oder: stehen die Stühle sehr dicht am Esstisch, so dass der Roboter nicht dazwischenpasst, sollte man sie vom Tisch etwas abrücken.
Für Bereiche, die der Kobold nicht befahren soll, gibt es übrigens eine 4 m lange Magnetstreifenrolle, die man als Barriere auslegen kann. Darüber kann der Roboter nicht fahren.

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Hier noch ein paar Extratipps von mir:
– Um sicher zu gehen, dass der Kobold nichts weggesaugt hat, das kein Müll ist (Legostein, der klassische Ohrring), sollte man beim Ausleeren des kleinen Staubbehälters schnell dessen Inhalt checken. Das geht aber sehr easy.
– Anfangs hatte ich etwas Probleme, da der Saugroboter sich nicht so systematisch durch die Räume bewegt hat, wie versprochen. Manches hat er doppelt bearbeitet, manches gar nicht. Nach einem Telefonat mit dem sehr netten Kundenservice habe ich den Tipp bekommen, möglichst die Wohnung zu verlassen oder sich eine Weile z.B. mit einem Buch aufs Sofa zurückzuziehen, da es den Roboter irritiert, wenn man sich ständig in seiner Nähe bewegt (also kein neugieriges Hinterherlatschen mehr). Gesagt, getan, Levi und ich lassen in Zukunft sehr gerne den Kobold schuften, während wir auf dem Bett gemütlich ein Buch anschauen. :)

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Übrigens: nicht nur ich finde den Kobold richtig „gut“. Bei Stiftung Warentest ist er erst im Februar dieses Jahres als Testsieger ausgezeichnet worden. In einem Test mit fünf Mitstreitern hat er als einziger das Qualitätsurteil „Gut“ erhalten. Glückwunsch!
Unseren 08/15 Staubsauger werde ich übrigens trotz immer noch laufenden Groß-Entrümpelns behalten. Für die Sandhäufchen im Flur, die schnell mal weggesaugt werden müssen. Ihr wisst schon, siehe oben.

Liebste Grüße
Karina

 

minimalistischer wohnen – das sind meine Ziele

10. März 2017

Wow, mein letzter Blogpost über meine Beweggründe, minimalistischer wohnen zu wollen, hat bei euch ja riesen Interesse geweckt! So viele spannende Kommentare und der große Tenor dabei war: ja, hier auch! Das finde ich echt interessant. Ob es wirklich in den nächsten Jahren zu einer Trendwende im Bereich des Konsums kommt? Ich sehe es ja tatsächlich gerade überall: Minimalismus, Entrümpeln, bewussterer Konsum etc. ist aktuell in aller Munde: Modeblogger stellen ihre Capsule-Wardrobe vor, die Gratis-Zeitschrift in der Drogerie gibt Tipps zum Ausmisten, reduziertes skandinavisches Design ist eh schon lange angesagt und immer mehr Menschen lassen sich von „echten“ Minimalisten zur Vereinfachung ihres Lebens inspirieren.

Vase mit Heidelbeere

Diese „echten“ Minimalisten leben mit sehr, sehr wenigen Dingen (bekannt ist z.B. die 100 Things Challenge) und konsumieren nur noch sehr reduziert, dafür bereichern sie ihr Leben mit Erlebnissen und Beziehungen zu anderen Menschen. Ich habe zwar gerade erst angefangen, mein Konsumverhalten zu verändern, aber langfristig könnte ich es mir echt vorstellen, gaaanz einfach zu leben. In so einem Tiny House zum Beispiel! Da müsste dann natürlich die ganze Familie an einem Strang ziehen. Mein Liebster ist allerdings noch nicht so für dieses Thema zu begeistern (man muss ihm aber zugute halten, dass er dafür auch nie so kaufverrückt war wie ich!). Ok, also erst mal kein Tiny House. Ich habe dafür aber andere, „bescheidenere“ Ziele, die ich erreichen will, indem ich minimalistischer wohne und lebe. Die erzähle ich euch heute!

Vase mit Heidelbeere

Kurzfristige Ziele (in den nächsten Wochen)

  • So viel es geht aussortieren. Ich stelle im Moment zum Beispiel fast jeden Tag einen Karton mit ein paar Sachen zum Verschenken an die Straße.
  • Weniger konsumieren. Das bezieht sich vor allem auf alles rund ums Wohnen, aber auch auf Kleidung. Ich möchte weniger kaufen, dafür sollen die Sachen hochwertiger sein und mir länger Freude machen.
  • Herausfinden, was ich wirklich liebe. Wenn ich möchte, dass ich die Dinge, die ich kaufe, nicht nur ein paar Monate lang mag, muss mir klar werden, was abseits der Trends eigentlich mein wirklich wahrer eigener (Wohn)Stil ist. Dieser Punkt ist meiner Meinung nach essentiell, aber leider gar nicht so einfach!!!
  • Nein sagen lernen zu Käufen, Projekten, Verpflichtungen. Nein, ich muss jetzt nicht den achten Kerzenständer kaufen. Nein, das DIY fange ich jetzt nicht auch noch an. Nein, diese Kooperation passt zeitlich einfach nicht mehr in meinen Blogplan.

Vase mit Heidelbeere

Mittelfristige Ziele (in den nächsten Monaten/paar Jahren)

  • Hier wohnt nur noch das, was mich glücklich macht. Ich möchte bald nur noch von Dingen umgeben sein, die ich liebe, die mich glücklich machen, die ich brauche und die ich regelmäßig benutze.
  • Weniger besitzen. Um weniger (Haus-)Arbeit zu haben. Denn wie ich es schon in ähnlicher Weise in meinem letzten Blogpost beschrieb: weniger Kram braucht weniger Stauraum braucht weniger Möbel braucht kleinere Räume braucht nur ein kleines Zuhause. Und dadurch:
  • Mehr Zeit haben für die schönen, erfüllenden Sachen im Leben. Meine Familie, meine Freunde, meine Leidenschaften. Und in dieser freien Zeit den Moment voll genießen können, weil keine nervige To-Do-Liste im Hinterkopf umherschwabert.
  • Mehr Harmonie: Wie bei manch anderen Paaren gibt es auch hier öfter Diskussionen über Hausarbeit. Ich hoffe, wenn hier bald weniger zu tun anfällt, werde ich entspannter und netter und räume ohne meine üblichen zickigen Kommentare die Socken des Mannes einfach selber weg. :)

Vase mit Heidelbeere

Langfristige Ziele (die nächsten Jahre)

  • Vielleicht doch ein Tiny House? ;)

Was sind eure Ziele beim Minimalisieren? Ich bin gespannt und freue mich wieder auf spannende Kommentare!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Vase von habitat, ganz frisch gekauft (mistemistemiste)

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