Minimalismus im Garten (auch und vor allem mit Kindern)- wie denn das?

30. Juni 2018

 

Werbung: Beitrag entstanden in Zusammenarbeit mit Wayfair

 

Ganz viele „klassische“ Minimalisten wohnen in einem kleinen oder sehr kleinen Zuhause und meist ist dieses Zuhause eine Wohnung. Die Gründe kann ich gut nachvollziehen: weniger Wohnraum macht weniger Arbeit, muss mit weniger Dingen bestückt werden und kostet weniger Geld.

Nun komme ich daher, nenne mich manchmal sogar „Minimalistin“ und ziehe in ein (mittelgroßes) Haus mit (mittelgroßem) Garten?

Naja, zu Recht hat Minimalismus viele Gesichter und ich bin ja nun ganz sicher keine von der ganz harten Sorte. Ich denke daher, man darf sich durchaus auch mit Haus und Hof Minimalist nennen. ;)

Wie ich es drinnen mit meinen weniger-ist-mehr-Ideen halte, habe ich euch ja nun schon in vielen Blogbeiträgen gezeigt. Heute kommen ein paar allererste Ideen zum Thema minimalistische Gartengestaltung hinzu und ich berichte euch, was das Thema eigentlich mit diesem hübschen Spielhaus zu tun hat, das ihr auf den gleich folgenden Bildern seht!

 

 

Vor allem, wenn man Kinder hat, ist ein eigener Garten natürlich wunderbar, denn die Kleinen können sich schnell mal draußen austoben, ohne dass man hinterher stundenlang aufräumen und putzen muss. Wie sagt man so schön: Tür auf, Kinder raus. Zweitens, und dieser Punkt war mir auch sehr wichtig, kann man mit einem eigenen Garten den Kids das Thema Natur leichter näher bringen. Was haben wir bei uns nicht schon alles beobachten können: eine riesige Weinbergschnecke („Fipsi“), knallgrüne Grashüpfer, wuselige Ameisennester, ein hübsches Eichelhäherpaar hinten bei der alten krummen Eiche, eine dicke Kröte,… Gerade bei einer natürlichen Gartengestaltung gibt es draußen schon reichlich spannendes, ohne dass man den Garten mit riesen Mengen Spielgeräten und Spielzeug vollstellen muss. Aber ein wenig gut überlegtes Spielzeug ist natürlich schön und sinnvoll! Womit wir zum ersten Punkt meiner Ideensammlung zum Thema minimalistische Gartengestaltung kommen:

 

 

Wenige, aber sinnvolle und möglichst multifunktionale Spielgeräte

Ich habe einige Zeit überlegt, welche Spielgeräte wir für Levi in den Garten holen wollen. Eine schöne natürliche Sandkiste, für die die Vorbesitzer des Hauses mal einen ehemaligen Teich mit Sand zugeschüttet haben, ist schon da und wird super gern genutzt. Ansonsten sind ja Schaukeln und Rutschen die Klassiker, aber ich war hier bis jetzt vorsichtig mit einem Kauf. Ich kann mir vorstellen, dass sie nach einiger Zeit nicht mehr so oft genutzt werden, da man ja dort nicht so viele Spielvarianten hat. Außer in unterschiedlichen Positionen zu schaukeln und zu rutschen. ;) Und für den „Notfall“ gibt es ja auh Schaukeln und Rutschen auf dem Spielplatz oder im Kindergarten. Deswegen haben wir uns erst mal nur für ein Spielhaus entschieden, da es ganz unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten bietet. Selbstverständlich musste es auch schick aussehen, schließlich fällt mein kritischer Blick ständig in den Garten.

 

 

Schon öfter wurde ich bei sehr speziellen Wünschen im Onlineshop Wayfair fündig (siehe mein Kaffeeservice, die chromfarbenen Lampen im Duschbad und der schöne hölzerne Handtuchhaken im Gäste-WC). Und auch hier hatte ich wieder Glück: Die Spielhütte von KidKraft gefiel mir super! Die vielen kleinen Extras wie der Tisch oder die Kreidetafel regen die Fantasie zu immer neuen Spielvarianten an ohne zu viel vorzugeben.

An dem Tischchen gibt es öfter kleine Essenseinladungen mit leckerem Holzobst und -brot. Der Opa durfte sich bei seinem letzten Besuch dort auch schon stundenlang bewirten lassen. Manchmal gibt es sogar frische Spiegeleier vom Herd.

 

 

 

 

 

Natürlich kann man in der Spielhütte auch ganz wunderbar Kaufmannsladen oder Eisdiele spielen. Selten habe ich so leckeres Eis wie hier gegessen!

Und mindestens ein Mal am Tag wird auch der Briefkasten gecheckt, seit der Papa einmal eine Karte dort hineingesteckt hat. Nun ist es meine Aufgabe, zumindest alle paar Tage für neue Post zu sorgen. Puh! Aber Levis Freude über eine gefundene Karte macht meine Mühe zehnmal wieder wett.

 

 

Wenn eure Kinder absolute Kletterer und Tober sind, ist vielleicht wirklich eine Rutsche und / oder Schaukel das richtige für euch. Levi liebt aber solche oben beschriebenen Rollenspiele sehr und ich denke, für uns ist die Spielhütte genau die richtige Wahl. Und wie gesagt finde ich sie auch wirklich hübsch mit den weißen Sprossenfenstern, dem Satteldach und den neutralen Farben. Ach ja, eigentlich hat die Spielhütte rote Gardinen, aber ich wollte Levi eine Freude machen und habe sie durch solche mit Dino-Motiv ersetzt. Er interessiert sich langsam für diese Urwesen, denkt sich schon eigene Fantasienamen aus (Paffinodon oder so…) und malt sie auch gerne (vor allem einen Stegosaurus).

Derzeit ist die Hütte leider nicht auf Lager, aber ab August wird sie wieder vorrätig sein. Sonst schaut doch auch mal bei den anderen Gartenspielhäusern, die es bei Wayfair gibt. Da sind wirklich einige weitere entzückende Modelle in unterschiedlichen Preisklassen dabei.

 

 

Nun kommen noch ein paar weitere Ideen zum Thema minimalistische Gartengestaltung. Wie gesagt, sind mein Liebster und ich die Ober-Garten-Anfänger überhaupt. Deswegen sind dies nur meine ersten Ideen und ich freue mich sehr (!!!) über weitere Tipps und Erfahrungen von euch!

 

Spielzeug aus der Natur statt gekaufter Plastikkram

Dies ist ein weiterer Tipp gegen das Spielzeugchaos im Garten. Klar haben wir auch „Plastikkram“ zum Spielen. Aber um sich draußen zu beschäftigen, braucht es natürlich nicht immer fertiges Spielzeug. Das wissen wir Eltern und die Kinder sowieso. Deshalb ist dieser Tipp eher als Erinnerung gedacht, aus einfachen Dingen wie Stöckern, Blumen, Sand und so weiter selber etwas zu kreieren. Wem die Ideen ausgehen: Bücher über Naturspielzeug gibt es in Hülle und Fülle. Ich bewundere auch derzeit allerhand spannende Naturkreationen während der Eingewöhnungszeit in Levis Waldkindergarten. Und dann gibt es ja auch noch viele uralte Kinderspiele wie Seilhüpfen, Himmel und Hölle, Verstecken, Fangen etc., die mit ganz wenig Zeug auskommen. Wie gesagt, nur mal als Erinnerung, dass eine kleine Menge „fertiges“ Spielzeug absolut ausreichend ist.

 

Bild ist Fremdmaterial aufgrund von trauriger Ödnis im eigenen Garten (Noch! Naturgarten in Arbeit!).

 

Naturgarten statt Steinwüsten

Das ist ein Thema, das mir derzeit sehr am Herzen liegt und ich muss nun versuchen, mich kurz zu fassen.

Ein Naturgarten zeichnet sich vor allem durch heimische Pflanzen aus. Diese sind für Insekten und andere Tiere unheimlich nützlich, vor allem, da aus verschiedenen Gründen ihr Lebensraum immer begrenzter wird (ein bekanntes Beispiel ist das Thema Bienensterben). Ein Beitrag zum Erhalt der Natur ist für mich der eine Grund, mich für einen Naturgarten zu entscheiden. Außerdem finde ich Naturgärten auch unheimlich schön und ich habe selber große Freude an der Beobachtung von großen und kleinen Tieren, die man mit so einem Garten anlocken kann. Wie oben bereits erwähnt ist das auch eine wundervolle Beschäftigung für Kinder ganz ohne „Zeug“!

Das tolle ist, dass Naturgärten mit relativ wenig Pflege auskommen. Und keine Zeit für unangenehme Tätigkeiten zu verschwenden ist ja einer der vielen Gedanken im Minimalismus.

Ebenso ist vielen Minimalisten und auch mir ein nachhaltiges Leben wichtig und mit einem Naturgarten würde ich einen kleinen Teil dazu beitragen.

 

Bild ist Fremdmaterial (siehe oben).

 

Minimalistische Steinwüsten? Nein danke!

Googelt mal „minimalistischer Garten“. Da findet man nur Bilder von Gärten mit viel Stein, Rasen und Gräsern. Optisch beschreibt das so einen Garten sicher richtig. Aber das Herz des Minimalismus bedeutet für mich persönlich: Leben. Echt Werte. Nachhaltigkeit. Ein natürlich angelegter Garten passt für mich viel besser zu dem positiven, lebendigen Geist, den Minimalismus vermitteln möchte.

 

Im Garten auch mal fünfe gerade sein lassen

Es ist natürlich Geschmackssache, aber mir persönlich gefällt ein ganz akkurater, unkrautfreier Garten nicht besonders. Da ich selber ab und zu mal Wildkräuter nasche, freue ich mich über unseren Löwenzahn, Giersch und die Brennnesseln. Um die Sandkiste mähen wir das Gras nicht und es ist eine hübsche hohe Gräserwiese entstanden, in dem den ganzen Tag die Grillen zirpen.
Klar muss man die Wildnis auch ab und zu mal bändigen, aber wem ein wenig Wildwuchs gefällt, muss sich beim Unkrautjäten auch nicht kaputtarbeiten.

 

Bild ist Fremdmaterial (siehe oben).

 

An Nachbars Baum gesammelte Felsenbirnen. Lecker!

 

Arbeit vs. Arbeit

Ja, ein Garten macht immer Arbeit. Auch ein Naturgarten. Aber bis jetzt kann ich sagen, dass viele Arbeiten, die wir im Garten zu erledigen hatten, sehr erfüllend waren. Das fand sogar mein Liebster, der oft nach getaner Arbeit meinte: „Hat aber Spaß gemacht!“. Rasenmähen gehörte nun nicht dazu, aber das Pflanzen der ersten Stauden, das Gießen der ausgesäten Wildblumenwiese,… Das alles war sehr erfüllend. Man fühlt sich dann irgendwie so richtig schön erd- und naturverbunden. Und wenn es dann nächstes Jahr ans Ernten und Naschen in der Obsthecke geht… Ich kann es kaum erwarten!

Man darf also auch als Minimalist Gartenbesitzer sein. ;) Die Arbeit hierfür kann eine erfüllende Aufgabe statt ein lästiges To Do werden!

 

Liebste Grüße
Karina

 

3 comments

  • susann

    Liebe Karina,

    das Spielhaus ist ja reizend! Für Kinder wie Levi, die das „echte“ Leben in klein nachspielen (wie mit seiner Miniküche in eurer Küche – gibt es die eigentlich noch?) ist das eine wundervolle Idee. Ich habe kürzlich einen Beitrag über Spielzeugdesigner gemacht und die sagten genau das: fantasieanregend und vielfach bespielbar – das macht gutes Spielzeug aus. Und dass einem der Anblick als Erwachsenen freut (ich musste gleich an Astrid Lindgren und Bullerbü denken), ist ja leider auch keine Selbstverständlichkeit.

    Als wir damals in das Haus eingezogen sind, stand da noch eine dreistufige Miniplastikrutsche in blau-rot-grün-gelb im Garten. Eine Hinterlassenschaft früherer Mieter. Es hat mich viel Überzeugungsarbeit gekostet, dass ich dieses Ding nicht jeden Tag im Vorgarten sehen kann, auch wenn sich vielleicht irgendwann einmal ein Besuchskind oder Enkelkind erbarmen und darauf rutschen würde. Wenn unsere Neffen (18 Monate und 3 Jahre) da sind, dann genügen 1 Wasserfass, 1 Schlauch und 2 Kannen, um sie den Nachmittag über bei Laune zu halten.

    Auf eure übrige Gartengestaltung bin ich schon sehr gespannt. Wir sind noch in so einer Übergangsphase von ehemals Mietern zu nun Eigentümern. Der Garten ist nicht mitvermietet, wurde bisher aber munter von den Mietern „gestaltet“. Das ist jetzt eine diplomatische Mission, das Ganze in unser Konzept zu bringen. Ich reduziere seit Monaten behutsam herumstehendes Zeug und planlos Gepflanztes. Vorige Woche hat uns mit dem Sperrmüll unter anderem eine weiße Plastikbank aus den 90er-Jahren und ein quitschgrünes Wasserfass verlassen….

    Naja, ein weiter Weg. Im Herbst wird bei uns ein Kirsch- und ein Apfelbaum gesetzt als Ersatzpflanzungen, weil wir einige große Eschen vom Grundstück nehmen mussten. Die neuen Bäume müssen laut Vorgabe des Baumsachverständigen der Kommune eine bestimmten Stammumfang haben – was wohl einer Höhe von je fünf Metern entspricht. Auf die freue ich mich schon riesig. Ich mag es, wenn die Gestaltung im Garten nützlich und natürlich ist. Einen Strauch Beeren finde ich daher hundertmal schöner als irgendeine opulent blühende Staude, die es hier eigentlich gar nicht gibt. Wenig Pflegeaufwand und ein stimmiges Gesamtbild mit dem Haus und der Umgebung sind auch wichtig.

    Ganz liebe Grüße
    Susann

    PS: Bist du eigentlich mit dem Reduzieren / Aussortieren völlig durch oder gibt es da noch Projekte?

    • karina

      Liebe Susann,
      da hat mein Gefühl bei der Spielhütte ja gestimmt. :)
      Die Spielküche gibt es noch. Sie steht an einer kurzen Seite des Küchenblocks. Sie wird ab und zu noch benutzt, aber natürlich verlieren manche Sachen nach längerer Zeit ihren Reiz.
      Interessant, dass du das Ausmisten gerade auch auf euren Garten ausdehnst. :D Hier sind auch noch ein paar alte Steine und Kleinzeugs, das nach und nach weg kann.
      Ich hätte auch so gern eine Kirsche! Vielleicht nehme ich das das nächste Jahr in Angriff. Zwei kleine Apfelbäume haben wir schon und es ist spannend, den Äpfelchen beim Wachsen zuzusehen.
      Liebe Susann, völlig durch mit dem Ausmisten? Auf keinen Fall! Es gibt viele Sachen, bei denen ich mir jetzt nach dem Umzug einfach noch nicht sicher bin, ob ich sie hier in der neuen Umgebung noch brauche oder nicht. Wobei ich sagen muss, statt Aussortieren möchte ich bald anfangen, mehr Sachen UMzusortieren und auszutauschen, denn den Abstellraum möchte ich gern etwas strukturierter haben und den Waschraum hübsch. Was das Aussortieren angeht, da wartet noch eine riiiesige Erinnerungskiste auf mich, die bald in Angriff genommen wird (Levi ist mit der Kiga-Eingewöhnung fast durch und isst dort heute zum ersten Mal zu Mittag – unglaublich!!! Jetzt hab ich erstmals seit drei jahren Zeit für so große Aktionen wie die genannte Box.).
      LG Karina

  • susann

    Liebe Karina,

    umsortieren ist bei uns auch gerade ein großes Thema. Mein Freund hat noch erstaunlich viele Dinge bei seinen Eltern auf dem Dachboden und im Keller, die wir jetzt einmal zu uns holen bzw. aussortieren müssen (Schulsachen, Spielsachen etc.). Wir haben jetzt auch zuätzliche Räume in unserem Haus für uns genommen und ab Herbst haben wir dann endlich auch die Garage, die derzeit noch Mieter nutzen. Jedenfalls wird hier noch viel hin und her geräumt werden in diesem Jahr und oft reduziert man ja bei dieser Gelegenheit auch.

    Bei mir ist derzeit wieder das Bedürfnis groß, Papierkram zu reduzieren. Es ist ja schon sehr viel weniger als früher, aber immer noch gefühlt viel zu viel, das seit Jahren nutzlos Schränke füllt. Es tut mir eher gut, wenn ich Dinge um mich habe, die ich wirklich mag und / oder nutze, für die ich mich begeisten kann. Gerne auch hin und wieder etwas Neues. Beim Garten gehe ich tatsächlich genauso wie in der Wohnung vor: Erst einmal alles weg, was ich nicht behalten mag. Dann überlegen, wie ich das Verbliebene in eine neue Ordnung bringe.

    Viel Erfolg bei deinen Projekten und liebe Grüße
    Susann

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