Home Tour durch unser Waldhaus! Mit Tipps fürs minimalistische, aber hyggelige wohnen in weißen Wänden.

10. Juni 2018

 

Werbung: Beitrag entstanden in Zusammenarbeit mit Kolorat

 

Viele von euch freuen sich schon lange auf diese große Home Tour durch unser Waldhaus und ich bin natürlich auch aufgeregt, euch jetzt endlich durch unser ganzes Zuhause führen zu können.

Dieser Blogpost ist in Zusammenarbeit mit dem wunderbaren Onlineshop Kolorat entstanden, der aus dem Zweierteam Monja und Sebastian besteht und Farben sowohl für Wände als auch für Möbel herstellt. Monja hatte die Idee dieser Kooperation und schrieb mir eine Mail. Ich war erst mal vorsichtig mit einer Zusage, denn ich wollte dieses Mal gänzlich auf aufwendige Gestaltung der Wände verzichten. Bloß keine Tapeten und auch keine fünf verschiedenen Grautöne an den Wänden wie in der alten Wohnung. Ob es denn überhaupt interessant für den Shop wäre, wenn ich bloß ihre weiße Wandfarbe für die anstehende Renovierung verwende? Da habe ich mit Monja ein wenig gebrainstormt und eigentlich wäre es doch gerade mal toll, euch zu zeigen, dass weiße Wände alles andere als langweilig sind!

Aber dazu gleich mehr. Erst mal möchte ich euch herzlich begrüßen in unserem Waldhaus! Tretet ein, ich hoffe, es gefällt euch und viel Spaß!


 

Willkommen in unserem Wohnzimmer!

Oder man müsste ja eigentlich sagen: in unserem Wohn-Essbereich mit offener Küche. ;)

Hier halten wir uns natürlich die meiste Zeit des Tages auf. An der Stelle, wo ich das Foto oben gemacht habe, geht es auch raus in den Garten. Dieser Raum bietet also wirklich alles, was das Herz begehrt: gemütliche Kuschelabende auf dem Sofa, leckeres Essen, unterhaltsame Spiele- und Malstündchen am Esstisch und ein herrlicher Blick raus ins Grüne. Und es ist auch noch reichlich Platz zum Fangen Spielen (immer um den gemauerten Küchenblock herum) und Tanzen (bevorzugt zu „Schnappi, das kleine Krokodil“).

 

 

Den Essbereich kennt ihr ja schon aus diesem Blogpost und er ist auch eines meiner liebsten Motive auf Instagram. Hier steht unser maßgefertigter Altholztisch, der eines meiner allerliebsten Möbelstücke geworden ist. Inzwischen habe ich die schwarzen Sprossenstühle gegen unsere ehemaligen weißen Balkonstühle von HAY ausgetauscht. Erst war es nur ein Test, aber es gefällt mir überraschend gut! Die Sitzbank war ja schon beim Einzug da und ich habe mir eine Sitzauflage, bezogen mit alten Bauernleinen, anfertigen lassen.

 

 

 

 

Hier ist unsere Sofaecke. Wir haben nach wie vor unser weißes Ikea KIVIK Sofa. Der Bezug kostet mich ehrlich gesagt schon einige Nerven, weil es mit zwei Männern im Haus wohl nicht möglich ist, ihn länger als eine Woche sauber zu halten. Aber meistens nehme ich die extra Arbeit des immer-mal-wieder-Waschens stillschweigend hin, denn nach wie vor LIEBE ich den Bezug. Schon hier beim Sofa zeigt sich meine weiß-Liebe und die Zeit fürs Waschen hole ich mir wieder, weil ich quasi noch nie das Bedürfnis hatte, mit neuen Kissen und einer großen Umstyling-Aktion seinen Look zu erneuern. Ich finde es einfach seit Jahren jeden Tag super schön.

 

 

 

Also die Küche. Ich finde den gemauerten Küchenblock ja ganz cool, den wir von den Vorbesitzern übernommen haben. Aber wie ihr euch vielleicht denken könnt: mein Traum ist es doch, ihn weiß zu streichen. Das war eigentlich auch unser Plan, aber dann kam irgendwie doch ein Einspruch des Liebsten und weil wir ja alles andere so machen, wie ICH es will, musste ich erst mal klein beigeben. Naja, es ist schon in Ordnung so.
Die Schiebetüren haben wir auch so mitgekauft. Sehen super aus, vor allem mit den Schienen oben. Aber manchmal sind sie doch etwas unpraktisch.
Hinter den Schiebetüren verbergen sich die offenen Ikea-Küchenschränke. Da wir nach wie vor eher wenig Küchenutensilien besitzen, findet man dort auch unsere Fotos, meine immer weiter schrumpfende Deko- und Kissenbezugsammlung, unsere Reiseführer, Kerzen, den Batterienvorrat und anderes.

Für jeden Wohnbereich möchte ich euch hier auch ein paar meiner Tipps und Erfahrungen fürs Wohnen mit weißen Wänden geben. Und kurz erläutern, wie ich dort meine Ideen für gemütlichen Minimalismus umgesetzt habe.

 

Wohn-Essbereich – minimalistisch wohnen in weiß

Der komplett weiß gestrichene Raum ist, zusammen mit den großen Fenstern und dem weißen Betonboden, super hell. Das ist klasse, weil wir uns hier ja sehr viel aufhalten!

Ich bin absolut flexibel, was das Einrichten und Umdekorieren angeht. Ich möchte ja nur noch mit sehr wenigen Dingen dekorieren. Es stört mich inzwischen sehr, wenn zu viel rumsteht. Wie ihr gesehen habt, sind z.B. die Fensterbank fast und der Couchtisch gänzlich leer. Aber ein wenig Abwechslung möchte ich doch gern ab und zu haben. Umdekorieren ist für mich jetzt so leicht, weil zu weiß einfach alles überall gut aussieht. Und weil ich nur wenige Teile umstellen muss, geht es noch einfacher und schneller.

Weiße Wände müssen natürlich überhaupt nicht klinisch kühl wirken. Ich bin ja ein Fan von Cozy Minimalism und möchte es unbedingt auch hyggelig haben. Meine Tricks hier im Wohn-Essbereich:
– Viele Textilien aus natürlichen Materialien wie Leinen (Sofakissen, Sitzauflage), Fell (auf dem Schaukelstuhl) oder Wolle (der Teppich von Linie Design in der Sofaecke). Auch der Zickzackstrauch auf dem Sideboard hat einen textilen Übertopf.
– Ich kombiniere zum vielen weiß warme Farben. Ich mag derzeit beige sehr gerne und habe den Teppich, den Bezug der Sitzauflage und ein paar Kissen in dieser Farbe.
– Holz und Korb sehen zu weiß wunderhübsch aus. Ich habe einen großen Korb neben dem Schaukelstuhl stehen, in dem immer zwei Decken fürs Sofa parat liegen. Überm Esstisch, der einen warmen, dunklen Holzton hat, steht eine alte hölzerne Teigmolle.

Weiß ist durchaus pflegeleicht. Flecken konnte ich mit einem Schmutzradierer bisher gut entfernen. Wenn nicht, habe ich im Abstellraum immer ein kleines Schraubglas (nehmt ein altes Gurkenglas oder ähnliches) mit der weißen Wandfarbe griffbereit. Damit und mit einem kleinen Pinsel bewaffnet, mache ich alle paar Monate eine Tour durchs Haus. In der Küche haben wir an einer kritischen Stelle übrigens seidenmatte Latexfarbe, die man gut abwischen kann.

 

 

Im Erdgeschoss liegt auch unser kleines Gästezimmer. Ich nutze es aber auch gerne mal, um mit Levi ne Kuschelrunde mit Büchern einzulegen. Es ist einer meiner liebsten Räume. Vielleicht weil es so leer ist. :D

Wir haben hier auf ein Bett verzichtet. Ich fand die Idee mit der Matratze auf dem Fußboden einfach nett und super gemütlich.

In die Wandnische habe ich ein ganz einfaches Regal aus einem Fichtenbrett gebaut, auf dem unsere Gäste ihren Kleinkram ablegen können. Die Garderobe besteht aus einem entrindeten Ast.

 

 

 

Gästezimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Gerade im Gästezimmer finde ich es schön, wenn es nicht zu voll ist. Schließlich brauchen die Gäste Platz für ihre Sachen und wenn Levi und ich hier auch mal ein Mittagspäuschen machen, möchte ich nicht von überflüssigem Kram abgelenkt werden. Ein Gästezimmer sollte daher möglichst nie als Abstellraum benutzt werden!

Natürliche Materialien machen den kleinen, weißen, fast leeren Raum gemütlich: das Holzbrett, der romantische Ast, der Strohhut an der Wand.

Strukturierte Oberflächen wirken gut gegen glatt und kühl wirkendes weiß. Auf dem Stuhl liegt ein gestricktes Kissen und der bereits erwähnte Ast ist schön schrubbelig. Auch der Kerzenständer ist aus einem rauen Eisen gefertigt und die Vase hat eine feine Rillenstruktur.

 

So, nun weiter in die nächsten Räume des Erdgeschosses. Aber nanu?! Hier ist ja doch nicht alles weiß. Ja, stimmt, ich hab am Anfang vielleicht ein wenig geflunkert. Es war nämlich so, dass beim Einzug einige Bereiche (Flur, Treppenhaus und Gäste-WC) in einem dunklen grau gestrichen waren. Das hat uns eh gut gefallen und so haben wir es einfach übernommen und mit einem Neuanstrich in der gleichen Farbe (RAL 7030 steingrau) aufgefrischt. Also haben wir genau zwei Wandfarben im ganzen Haus. Aber es ist tatsächlich so, dass es eine perfekter Kombi ist. Warum, verrate ich gleich.

 

 

Das Gäste-WC liegt jedenfalls ebenfalls im Erdgeschoss. Das Edelstahl-Waschbecken ist von den Vorbesitzern. Ich hätte mir ein solches wohl nie selber ausgewählt, aber ich finde es richtig, richtig gut, weil es mal was ganz anderes ist und das Gäste-WC dadurch so gänzlich von den zwei anderen Bädern unterschieden wird.
Den Spiegel habe ich aus unserem alten Bad mitgenommen. Das Silikonband von HAY wurde aber durch ein schönes dunkelbraunes Lederband ersetzt.

Hinter dem Bad befindet sich übrigens noch ein ganz kleiner Hauswirtschaftsraum, in dem sich unsere Heizung, der Waschtrockner, Staubsauger und ein (sehr praktischer!) an der Wand montierter Wäscheständer befinden. Der Raum ist aber noch nicht blogreif. :D Irgendwann mal wird der schick gemacht, dann zeig ich ihn euch hier natürlich sofort!

 

 

Nun sind wir in unserem Flur im Erdgeschoss. Ich mag ihn super gern! Vor wenigen Wochen ist endlich der alte Schrank, den wir uns haben schwarz streichen lassen, eingezogen. Das war seit einiger Zeit ein großer Wunsch von mir und ich habe diese Investition noch keine Sekunde bereut. Hier passt unsere ganze Garderobe rein, wodurch der Flur immer ziemlich picobello aussieht.
Allerdings muss man dazu sagen, dass wir vor der „richtigen“ Haustür noch einen Vorbau haben, der als Schmutzschleuse dient (auch noch nicht blog-schick). Und er macht seinem Namen alle Ehre… Dort steht auch unser Schuhregal drin, ein weiterer Grund, warum dieser Flur sehr ordentlich ist.
Die wunderbare vom Tischler maßgefertigte Treppe ist auch im Haus „inklusive“ gewesen. Wir haben noch im ganzen Treppenhaus Netze montiert, der Sicherheit wegen. Unter der Treppe ist ein kleiner Abstellraum, der derzeit vor allem zur Unterbringung unserer Handwerksutensilien genutzt wird. Da hab ich ja doch ein paar mehr als passionierte DIYerin.

 

Flur und Gäste-WC- minimalistisch wohnen in weiß

Hä, aber hier ist doch alles grau. Ja, schon. Was ich aber damit sagen will: Das dunkle grau ist genau die richtige Abwechslung und der perfekte Kontrapunkt zum strahlenden weiß in den meisten anderen Räumen. Vom hellen Wohnzimmer in den schummrigen Flur laufen – ich mag den Kontrast total! Und: was ich erst zu weiß dekoriere, sieht zu grau plötzlich ganz anders aus.

Wir haben uns hier übrigens an die Idee der Vorbesitzer gehalten und nicht hier und da mal einen Raum oder eine Wand grau gemalert. Stattdessen zieht sich der Flur im EG mit anschließendem Treppenhaus übers erste Stockwerk bis hoch ins Dachgeschoss wie ein grauer Tunnel durchs Haus. Das sorgt für zwei klar definierte Bereiche, was auch ruhiger wirkt als ein hin und her von weiß und grau.

Der dunkle Farbton hat von ganz allein schon eine tolle, etwas mystische Ausstrahlung, zu der ich kaum zusätzliche Deko benötige. Wenn, dann kombiniere ich dazu fast immer schwarz. Macht den Look noch geheimnisvoller. :) Das Gäste-WC wird durch die besondere dunkle Farbe zu einem Örtchen mit eigenem speziellen Look statt sein Dasein als langweiligen, aber notwendigen 08/15 Raum zu fristen.

Noch ein Tipp für minimalistisches Wohnen: wo man nur spärlich einrichtet, auf besondere Stücke achten. Der schwarze Schrank ist ein echtes Statement-Piece und macht allein schon sehr viel her.

Und er ist wie gesagt ein richtiges Stauraum-Wunder und sorgt für einen aufgeräumten Eingangsbereich. Ich bin froh, auf meinem „Trampelpfad“ vom EG ins obere Stockwerk nicht mehrmals am Tag durch ein Garderoben-Chaos laufen zu müssen.

Und: im Flur möglichst auf EIN großes Stauraum-Möbel beschränken statt auf viele kleine Garderobenhaken, Boxen und Regale. Das wirkt natürlich auch viel ruhiger.

 

 

 

Oben seht ihr den Flur im ersten Stock. Hier gibt es gar nicht viel zu sagen, außer: wie ihr seht, keine Deko. Auch hier tut es mir gut, wenn mein Blick nicht ständig an Bildern oder Dekoteilen hängen bleibt.
Ach ja, wir haben hier und im Dachgeschoss übrigens weiß geöltes Eichenparkett, was auch eine schöne Abwechslung zu unserem weißen Betonboden im Erdgeschoss ist.

Vom Flur geht rechts der begehbare Kleiderschrank ab, den wir auch so übernommen haben. Ich muss es immer wieder erwähnen, da ich schon ein wenig stolz auf mein Reduzieren der letzten eineinhalb Jahre bin: mein Mann beansprucht derzeit wesentlich MEHR Platz im Kleiderschrank als ich. :) Da aber auch er nicht allzuviel Kleidung hat, bleibt im Schrank auch noch genügend Platz für Levis Kleidung und zwei Schubladen sind derzeit sogar leer.
Minimalismus für den Kleiderschrank ist sowieso das beste, was man machen kann und für viele ist das Ausmisten der Klamotten der Start in das ganze Thema. Ich habe mein Kaufverhalten hierbei (und für Deko) jedenfalls am krassesten verändert.

 

 

 

Kurz noch mal ein Blick in unsere zwei Badezimmer. Die kennt ihr ja schon aus meinem letzten Blogbeitrag.
Wir haben im ersten Stock ein Duschbad und ein Wannenbad. Wir benutzen zu 90% ersteres, aber wenn die Familie wächst, sind zwei Bäder vielleicht irgendwann sehr praktisch. Das Wannenbad wurde von den Vorbesitzern sogar als Kinderbad eingerichtet, was mir noch mal bewusst wurde, als ich dort mal die Toilette benutzt habe. Hoppla, ist die niedrig!

 

 

 

Badezimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Im ersten Stock wirkt das viele weiß eh viel gefälliger dank des schönen Eichenfußbodens. Wer zufällig sowieso komplett renoviert und wirklich fürchtet, mit nur weißen Wänden eine zu kühle Atmosphäre zu haben, nimmt einen gemütlichen, warmen Holzfußboden – et voilà. Dieser hier hat durch die weiße Ölung auch keinen zu rustikalen Look, sondern wirkt modern und skandinavisch frisch.

Wenn ich eines in den letzten zwei Jahren gelernt habe, dann: Ordnung kommt nicht durch viele tolle und teure Ordnungsutensilien sondern nur durchs rigoroses Aussortieren. Behalte nur, was du brauchst und liebst, dann ist aufgeräumtes Wohnen sooo viel einfacher. Das gilt meiner Erfahrung nach vor allem fürs Badezimmer. Wir haben wirklich wenig Zeug in diesen Räumen und so sieht es hier (fast!) immer ziemlich schick aus.

Auch im Bad braucht man keine aufwendige Wandgestaltung mit besonderen Wandfarben und Fliesen. Ich bin mit den weißen Wänden und Fliesen sehr happy. Von Klinikatmosphäre keine Spur dank schöner, hochwertiger Handtücher, hübscher Pflanzen, Bilder und kleiner Körbe. Auch im Bad kann man die gleichen „cozy minimalism“ – Ideen anwenden wie in den Wohnräumen!

Statt tüdeliger Deko habe ich bei den Sachen, die „eh sein müssen“ in besonders schöne Exemplare investiert. Zum Beispiel habe ich mich für richtig coole schwarze Armaturen entschieden (mehr dazu in meinem entsprechenden Blogpost). So steht weniger extra Kram herum, um den Raum aufzuhübschen.

 

 

Und jetzt: willkommen in Levis Kinderzimmer!

Da wir in der alten Wohnung kein Kinderzimmer hatten (nicht, weil wir keinen Platz gehabt hätten, sondern weil er mit unter drei Jahren eigentlich noch keines brauchte), habe ich hier im Haus mein erstes Kinderzimmer überhaupt eingerichtet. Da Levi bei uns schläft und kein eigenes Bett hat, findet man hier eigentlich nur zwei Kuschelecken (die alte Liege aus dem Wohnzimmer, flach ausgelegt, sowie den Baldachin von Numero 74) und Stauraum. Wie im Flur steht auch hier ein alter, schwarz gestrichener Schrank, in dem sich Levis Spielzeug befindet.

 

 

Kinderzimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Weiß ist im Kinderzimmern toll, denn es macht einen Raum hell und freundlich. Zusätzlich habe ich hier noch mal das grau aus dem Flur benutzt, um die Wand halb hoch zu streichen. Das betont den unteren Bereich des Raumes und macht das Kinderzimmer noch gemütlicher.

Alte Möbel sind im Kinderzimmer einfach sooo hübsch! Sie wirken herrlich nostalgisch und schaffen immer eine hyggelige Atmosphäre mit ihrem duftenden, alten Massivholz. Und auch hier ist der schwarze Schrank ein echtes Statement-Piece, so dass das Kinderzimmer nicht mehr viel auffällige Deko braucht.

Überhaupt wäre ich mit Deko im Kinderzimmer seeehr vorsichtig. Kauft lieber hübsches Spielzeug, das reicht als optisches Highlight. Aber bitte nicht nur solches, dass IHR cool findet, sondern es sollte auch von den Kindern bespielt werden! Es gibt so viel stylisches Spielzeug, bei dem ich mir denke: und was soll das Kind damit machen?

Gegen das Spielzeugchaos hilft nur sehr, sehr bewusstes Kaufen. Und Achtung auch bei Geschenken! Wenn erst mal viel da ist, ist es nicht so leicht, mit oder ohne Kind (je nach Alter) wieder auszusortieren. Im Internet gibt es einige Tipps zum Thema „bewusste Spielzeugauswahl“.

Und wieder Naturmaterialien: Geflochtene Körbe waren auch hier meine erste Wahl, um für Levi leicht zugänglichen Stauraum zu schaffen.

 

 

 

Hier kommt unser Arbeitszimmer! Die Grundelemente habe ich eins zu eins aus unserer alten Wohnung übernommen. In diesem Raum möchte ich allerdings noch ein wenig etwas umgestalten. Was genau sich ändern soll, weiß ich aber noch nicht.
An der linken Wand hängen meine wichtigsten Wohn-Inspirationen aus Zeitschriften. Die Collage ist aber klein, zu jedem Raum habe ich bloß ein bis zwei Bilder.

 

Arbeitszimmer – minimalistisch wohnen in weiß

Wie ihr weiter unten seht, befindet sich gegenüber dem Schreibtisch unser vintage String Regal. Der warme Holzton sieht einfach wunderbar vor der weißen Wand aus. Würden sich nur die weißen Möbel in dem Raum befinden, wäre mir der Look sicher zu kühl.

Eine Pflanze und eine Holzschale geben dem Raum noch mehr Wärme.

Dank gründlichen Ausmistens habe ich statt zweien nur noch einen Schubladenschrank in der Mitte des Schreibtisches stehen. Das String Regal konnte ich auch um etwa ein viertel verkleinern. Die Schränke überm Schreibtisch haben wir beim Kauf übernommen. Unter anderem konnte ich dort durchs Minimalisieren alle meine Bücher unterbringen. Auch im Arbeitszimmer gilt: es ist immer genug Stauraum da, wenn man bloß das behält, was man benötigt und liebt. :)

Die Ecke mit dem String Regal ist übrigens der einzige Platz in der Wohnung, den ich noch mit Deko „inszeniert“ habe. Ein kaputter Stuhl, auf dem man nicht sitzen kann, eine kaum benutzte Schneiderpuppe, lauter kleine Deko-Staubfänger und Bücher, die ich nie wieder lese, die aber gut aussehen. Auch beim Minimalismus gilt: erlaubt ist, was gefällt. ;)

 

 

 

 

Erklimmen wir nun die letzten Stufen durchs graue Treppenhaus in das Dachgeschoss…

Im Haus findet man einige Bereiche mit Klinkerwänden. Das alte Klinkerhaus aus den späten 1920ern wurde nämlich von den Vorbesitzern kernsaniert und mit einem Anbau erweitert. Hier an dem Treppenabsatz vor dem Schlafzimmer sieht man einen Teil der früheren Außenwand. Ich hoffe, ich kann ihn bald weiß streichen. Im Duschbad und im Kletterzimmer haben wir das ja bereits umgesetzt.

Neben der Tür zum Schlafzimmer ist noch ein kleines Kabuff, in dem ich unter anderem Levis Sachen aus Babyzeiten (Kleidung, Tragetücher, Stoffwindeln,…), Weihnachts- und Osterdeko und meine Semestermodelle aus Modestudentenzeiten lagere. Wir haben weder Dachboden noch Keller und der Schuppen ist etwas schimmelig. Da sind diese kleinen Einbauten selbst für eine Minimalistin Gold wert. ;)

 

 

 

Hier sind wir nun in unserem Schlafzimmer. Das Dach wurde gut isoliert, so dass es hier selbst bei Sommerhitze absolut erträglich ist. Das herrlich große 2 x 2 Meter Familienbett habe ich natürlich behalten sowie die Lampen und auch meinen sehr praktischen vintage Nachtschrank, in dem meine und vor allem Levis Bücher sind sowie Taschentücher, Notizzettel und anderer Kleinkram.

 

 

Hinter dem Schlafzimmer befindet sich noch der folgende super kleine Raum. Wofür der konzipiert wurde, weiß ich gar nicht genau. Wir nutzen ihn jedenfalls derzeit als Kletterzimmer. :) Hier ist wie bereits erwähnt auch eine der wunderschönen weiß gestrichenen Klinkerwände. Ehrlich, ich LIEBE diesen romantischen Look. Wie gern hätt ich ihn auch für den Küchenblock. Najaaa…

 

 

Schlafzimmer – minimalistisch wohnen in weiß

An sich sind Schlafzimmer super für heimelig dunkle Wände in z.B. dunkelblau, grau oder gar schwarz. Wir haben hier allerdings viele unruhige Bauelemente wie Schrägen, Winkel, Dachbalken und eine Schiebetür. Wenn alles weiß ist, verschwinden die einzelnen Details ein wenig und der Raum wird ruhiger.

Im Schlafzimmer habe ich schon immer auf Deko verzichtet. Das habe ich auch im neuen Haus so beibehalten. So komme ich abends am besten zur Ruhe.

Statt Deko kann man natürlich das Bett mit toll gemusterter Bettwäsche „dekorieren“. Ich selber mag aber auch hier weiß am liebsten. Dafür habe ich in schöne Leinenbettwäsche investiert, die allein schon viel her macht und mit ihrem natürlichen Knitter Struktur reinbringt.

Auch die Struktur der Klinkerwand und die weißen Holzbalken setzen einen romantischen Kontrast zu den glatten weißen Wänden.

Neben Leinen habe ich hier auch anderen Naturmaterialien den Vorzug gegeben: das Bett hat statt eines klassischen Holz- oder Metallrahmens einen kuscheligen Wollbezug, der dunkle Holzton des Nachttisches wirkt wohnlich warm.

 

 

Ich würde euch noch liebend gern unseren Garten zeigen, aber da sind wir leider noch nicht wirklich weit gekommen. Deshalb nur mal ein hübsches Foto von unserer (natürlich!) weißen Garage mit romantischen blauen Blümchen. Als absolute Neu-Gärtnerin war ich schon unheimlich stolz, nach Monaten endlich die verwitterten Korbampeln bepflanzt zu haben. :)

Falls ihr zufällig auch eine große oder kleine Renovierung plant, konnte ich euch nun vielleicht von der universalen Schönheit weißer Wände überzeugen. ;) Aber auch farbliche Experimente finde ich absolut spannend! Fehlt euch da noch die nötige Inspiration oder benötigt ihr Tipps, bin ich dafür aber vielleicht nicht eure Topp-Expertin. :D Hierfür kann ich euch aber sehr den Onlineshop für Farben Kolorat empfehlen, mit dem ich für diese Home Tour zusammengearbeitet habe. Monja und Sebastian helfen euch nämlich auch bei einem Farbkonzept und beraten euch gern umfassend zu allen Thema rund um eure Farb-Neugestaltung. Und ihre Farbauswahl ist riesig! Selbst bei der Auswahl der richtigen weißen Farbe (ich habe genau diese hier) sowie bei meinen vielen Fragen zum Streichen der Klinker (kein Problem mit der Farbe von Kolorat!) habe ich viele gute Tipps bekommen.

 

 

 

Die Qualität der Kolorat Farben kann ich übrigens nach ausführlichem Test (ein 140 qm großen Haus zu streichen bietet ausreichend Zeit hierfür) absolut empfehlen. Die hochdeckende Farbe hat uns viel Zeit erspart, der Geruch war nicht unangenehm und die Verarbeitung klappte super. Wir haben jedenfalls gern mit den Farben gearbeitet und ich bin über diese Kooperation wirklich happy.

So, nun ist die wirklich seeehr große Home Tour beendet und ich hoffe, es gefällt euch in unserem neuen Haus und ihr konntet vielleicht auch ein paar Tipps fürs Wohnen mit weißen Wänden, fürs Minimalisieren oder auch für irgendein anderes Thema mitnehmen.

Liebste Grüße
Karina

 

13 comments

  • susann

    Liebe Karina,

    jetzt wollte ich dir schon so lange einmal einen Kommentar auf dem Blog hinterlassen zu eurem wunderschönen Waldhaus. Nachdem ich heute Nachmittag mit Schmutzradierer im Treppenhaus unterwegs war, stand das sogar ganz oben auf meiner „Möchte ich mal machen“-Liste. Und dann ausgerechnet heute der neue Beitrag! Es ist bildschön geworden bei euch.

    Eure alte Wohnung mochte ich auch sehr, sehr gern. Aber hier wirkt dann doch alles noch einmal unaufgeregter und klarer. Was ich ganz spannend finde, ist, wie ihr die wirklich schon tollen Ideen der vorherigen Eigentümer mit euren eigenen kombiniert. Und ich finde es auch gut, dass sich dein Mann an einigen Stellen gestalterisch behauptet. Wenn alles wie aus einem Guss ausschaut, ist es etwas erwartbar. Genau wie bei der Gästetoilette – die Abweichung vom eigentlichen Wohnkonzept erzeugt ja auch eine gewisse Spannung.

    Was ich persönlich sehr mag, ist, dass du etwas weg vom Midcentury (so schön, aber eben auch so oft gesehen) hin zu alten Stilmöbeln gegangen bist. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Auf jeden Fall ist das ganze Haus angenehm reduziert und zugleich sehr gemütlich! Und ich finde es bei uns gerade im Vergleich ziemlich bunt und trubelig, was mir nicht oft so geht.

    Liebe Grüße
    Susann

    • karina

      Liebe Susann,
      lustig, erst vor ein paar Tagen war ich auch mit einem Schmutzradierer im Haus unterwegs. :D
      Das mit den alten Stilmöbeln finde ich auch spannend. Es werden hier tatsächlich immer weniger Mid Century Teile. Manchmal find ich es aber auch beängstigend, wie man etwas irgendwann nicht mehr gut findet, wovon man noch vor einiger Zeit dachte, es wäre das non plus ultra. Das habe ich von 50er Jahre Sachen nämlich mal gedacht und dass ich sicher niiie was anderes mögen würde. Naja, Geschmack ändert sich. Das ist leider nicht sehr nachhaltig, was? ;)
      Bei euch bunt und trubelig? Deine Instagram Bilder sind doch immer so herrlich ruhig und still. Ich mag es sehr bei dir! Und nicht vergessen, dass ich natürlich vor dem Fotografieren aufgeräumt habe. Also Spielzeug, Abwasch, etc.
      LG Karina

      • susann

        Liebe Karina,

        bei manchen Dingen sieht man sich vielleicht nicht einmal wegen der eigenen Wohnung / Einrichtung satt, sondern weil ähnliches überall in Magazinen, Social Media, Blogs und so weiter auftaucht. Mir ging es zum Beispiel bei den Lyngby-Vasen so. Mittlerweile bin ich froh, dass ich mir keine gekauft habe, so schön ich sie eigentlich auch finde.

        Alle meine zaghaften Versuche, es mal mit Midcentury und sonstigem jüngeren Vintage zu versuchen, sind übrigens an meinem Freund gescheitert. Der mag das überhaupt nicht. Daher gibt es bei uns nur Hundertjähriges und ganz Neues. Ich bin auch mal gespannt, wie lange uns das wirklich so gefällt.

        Hab vielen Dank für das Kompliment, es freut mich sehr, dass dir die Bilder gefallen. Die Ecken / Bereiche, die ich noch nicht so gelungen finde, fotografiere ich derzeit einfach nicht – es gibt noch so viele kleine, mittlere und größere Baustellen bei uns. Aber egal, das Haus ist auch zu groß, um gleich alles nach Wunsch zu haben. Immerhin scheint sich gerade das Problem mit unserer Techniecke im Wohnzimmer zu lösen. Ich hatte die perfekte Konsole dafür bei einem Händler in Rheinland-Pfalz entdeckt, der partout nicht versenden wollte. Viele nette Mails und noch mehr Hartnäckigkeit später klappt es jetzt aber doch. Von daher: Bleib ruhig dran am Küchenblock.

        Liebe Grüße
        Susann

        • karina

          Liebe Susann,
          das kenne ich auch, dass man sich an Sachen satt sieht, obwohl man sie nur online sieht. Meist ist es so: je ausgefallener, desto schneller passiert das. Deswegen sind schlichte Klassiker ja eben oft eine gute Wahl. ;)
          Zum Glück gefällt mir mittlerweile jede Ecke der Wohnräume. Das ist wirklich erstaunlich und mir ist es jetzt erst bewusst, wo du darüber scheibst. Nur wie gesagt, ein paar Räume sind noch nicht so schön: die Schmutzschleuse und der Waschraum. Aber das ist ja auch total normal. Einen schönen Waschraum wollen ja eh nur Blogger und Pinterest-Junkies wie ich. :D Aber ich lass mir Zeit dafür.
          LG Karina

          • susann

            Liebe Karina,

            jede Ecke schön zu finden daheim (von Schmutzschleuse und Waschraum abgsehen) ist doch wirklich wundervoll als Ergebnis eines Umzugs! Bei uns gibt es eine richtig große Sache, die in der Wohnung noch aussteht – wir wollen eine Wand versetzen zwischen Bad und Küche und beide Räume müssen dann komplett neu hergerichtet werden. Manche Dinge hätte man vielleich auch noch einmal bis dahin aufhübschen können – Fliesen streichen, die Fronten der alten Küche ändern. Aber das war mir zu viel Mühe für ein dann doch unbefriedigendes Gesamtergebnis für eine Übergangszeit. Bei den kleineren Sachen, die sich auch ändern lassen, muss ich mich immer mal wieder motivieren, dass ich Lösungen suche und es wirklich schön hinbekommen. So ganz fertig wird man eben dann doch nie mit dem Einrichten.

            Liebe Grüße
            Susann

  • Claudia Prinz

    Wunderschöne Hometour. Tolle Ideen. Hab es sehr genossen. LG Claudia

  • Kathrin

    Ich bin begeistert! Besonders gut gefällt mir das Treppenhaus, die Stufen und die Abtrennung mit dem Netzsystem. Das Wohnzimmer mit der durchgehenden Bank und dem gemauerten Küchenblock ist auch richtig klasse, ich würde da doch überlegen ob du den nicht so lassen willst, so kommt die dunkle Farbe des Tisches noch mal wieder. Dank deiner Posts über Minimalismus versuche ich da ja auch dran zu arbeiten, ich bin noch lange nicht so weit wie du, aber zumindest kaufe ich bewusster, gerade auch bei Kleidung und Dekokram und ich habe auch schon begonnen Klamotten wegzuwerfen. Weisse Wände bevorzuge ich auch, allerdings aus dem Grund das ich mehr Kunst an den Wänden habe und die wirkt einfach nur auf weiß. Im Kinderzimmer gefällt mir die zweifarbige Wand sehr gut, so was planen wir im Gäste WC.
    Viele Grüße Kathrin

    • karina

      Liebe Kathrin,
      über die Netze hab ich auch mit meinem Mann diskutieren müssen. Er ist ein Sicherheitsfan, ich eher entspannt. Aber erstens ist seine Ansicht hier sicherlich vernünftiger und außerdem mag ich die Netze optisch auch mittlerweile gern.
      Ich werde den Küchenblock auf jeden Fall erst mal so lassen. Auch weil mein Mann es unbedingt möchte. Ich habe dafür noch zwei kleine Ecken mit Klinker, die ich streichen darf (beim Schlafzimmer und im Hauswirtschaftsraum. :) Und immerhin mag ich das ganze Wohnzimmer auch mit rotem Klinker. :)
      Wie ich schon hier und da mal schrieb, liegt auch vor mir noch ein langer Weg. Vieles ist zB zwar schon aussortiert, befindet sich aber noch in Kartons, die dann erst im August zum Flohmarkt kommen. Und was Erinnerungsstücke angeht, oh je… Da gibt es noch eine rieeesen Box mit Kram, die ich mir mal vornehmen muss…
      LG Karina

  • Claudia

    Sehr schön bei dir – genau mein Stil. Geschmackvoll und zeitlos und mit sehr viel Liebe zum Detail. Einfach perfekt.

    • karina

      Dankeschön, liebe Claudia! :) Die Korrektur hab ich mal direkt übernommen, ist mir so natürlich lieber. :D
      LG Karina

  • Madeline

    Hallo liebe Karina,
    Mir gefällt dein Einrichtungsstil total gut. Würdest du mir verraten, woher das schöne Kissen aus deinem Esszimmer ist?
    LG Madeline

    • karina

      Liebe Madeline,
      das Kissen habe ich mal als Einzelstück via Dawanda gekauft. Aber schau doch mal mit Google unter „Mali Bogolan Kissen“ oder „Mali Mudcloth Kissen“, dann müsstest du ähnliche finden! Es gibt ein paar Onlineshops, die sie verkaufen und über etsy wirst du vielleicht auch fündig.
      LG Karina

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