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Cozy Minimalism: mit wenigen Dingen gemütlich wohnen – 7 Ideen

23. Juli 2017

 

Wohnen mit wenigen Dingen fände ich für mich eine wunderbare Sache. Wie ihr wisst, habe ich mich, inspiriert durch Minimalismus und Mari Kondo, auf eine große Reise begeben, bei der ich einerseits extrem aussortieren und andererseits anders (das heißt vor allem weniger) kaufen möchte. Gleichzeitig ziehen wir im Herbst in ein Haus ein. Ich freue mich totaaal über diese Gelegenheit eines Wohn-Neustarts, bei dem ich meinen Wunsch nach einem einfacheren Wohn-Leben umsetzen kann! Es soll sich vieles ändern… was, das versuche ich derzeit noch genauer herauszufinden, aber über eine Sache mache ich mir besonders Gedanken:

Wie schaffe ich es, mit wenigen Dingen gemütlich zu wohnen?

Ich meine: kennt ihr diese Architektur-Reportagen aus Wohnzeitschriften, wo man nach der Präsentation der Außenfassade die Gestaltung des Innenraums zeigt und dann nur diese völlig leergefegten Räume sieht? Ein langer Flur mit einer Bodenvase. Ein offener Wohn-Essbereich mit einer Salz- und einer Pfeffermühle auf der Kücheninsel und einer Obstschale auf dem Esstisch. Ich fand diese Bilder immer schrecklich. So tot. Aber auf eine Art und Weise waren sie eben auch minimalistisch. Ich möchte aber nicht, dass es in unserem Haus so steril aussieht. Also bin ich gerade dabei, mir Ideen zu überlegen, wie es bei uns mit wenigen Dingen schön, gemütlich und einladend aussieht. Cozy Minimalism eben.

 

1. Lieber eine große Sache statt vieler kleiner Kleckerdinge wählen
Wenn man beginnt, Minimalismus für sich zu entdecken, lernt man auch, leeren Raum wert zu schätzen. Dabei muss jeder für sich die richtige Balance finden. Wie ich oben schon schrieb: ich möchte es nicht ganz leer und steril haben. Meine Idee ist, die vielen kleinen Dinge mit wenigen großen zu ersetzen. Ich sage nur: Statement Pieces.
Beispiele: Statt drei kleiner Vasen eine große, statt vieler Pflänzchen eine große Palme, statt drei Stühlen am Esstisch lieber eine lange Bank. Die „raumfüllende Wirkung“ ist die gleiche. Man hat aber weniger rumzuräumen, kann sich bei den Pflanzen pflegemäßig auf einen Kandidaten konzentrieren und die Optik einer Bank mit vier Beinen ist viel ruhiger als die zwölfbeinige Stuhl-Gang.

 

 

2. Mit echten Sachen einrichten
Achtung, nun wird’s esoterisch. ;) Ich habe mittlerweile das Gefühl, dass für mich Dinge aus künstlichen Materialien in ihrer „Ausstrahlung“ zu wenig Raum einnehmen. Die positive Wirkung auf den Raum ist eher gering, manchmal sogar negativ, so dass ich früher versucht habe, durch Masse fehlende Klasse zu ersetzen. Also mit viel Deko eine schönere und „wärmere“ Wirkung zu erzielen. Das funktioniert natürlich, aber wenn man in Zukunft auf viel Deko verzichten möchten, muss man andere Wege finden. Ich möchte daher unser Haus mit (noch) mehr natürlichen Materialien einrichten.
Beispiele: Statt Spanplatten-Möbel massives Holz. Statt neuer mehr alte Möbel mit Geschichte. Statt synthetischer Stoffe Naturmaterialien wie Leinen, Wolle oder Baumwolle.
Ich erhoffe mir, dass wenige dieser natürlichen „Zutaten“ ausreichen werden, um unser neues Zuhause super wohnlich zu machen!

Mein Vorbild hierfür ist Rebekka, deren Instagram-Account silentandcalm eine wunderbare Inspiration für das Wohnen mit ganz wenigen, aber echten Dinge ist. Und findet ihr, es fehlt bei ihr etwas? Ich finde, nein! Es sieht sooo gemütlich und einfach wunderschön bei ihr aus!

 

 

 

3. Mit lebendigen Sachen einrichten
Wie praktisch, dass Pflanzen gerade modern sind. ;) Ein einzelnes, großes Exemplar kann nämlich meiner Meinung nach ein halbes Zimmer mit Leben füllen und somit eine Menge „toter“ Dekorationsteile ersetzen. Dasselbe gilt für Schnittblumen. Gut, ganz lebendig sind sie ja nun nicht mehr. :/ Aber ich finde, dass ein einfacher, größerer Blumenstrauß oder einige grüne Zweige weitere Dekorationsteile oft überflüssig machen.
Beispiele: Siehe mein Bild aus unserem Flur unten, den neuerdings eine üppige Fischschwanzpalme ziert. Oder: Statt gewöhnlicher Weihnachtsdeko kann man das Zuhause lieber mit natürlichen Materialien wie Lärchenzweigen schmücken (hier geht es zu meinem Blogpost zu natürlicher Weihnachtsdekoration).

 

 

4. Leeren Raum mit Bildern füllen
Eine weitere Idee von mir ist, Stellen, die einem doch zu leer erscheinen, mit einem Bild zu schmücken. Ich finde, das ist eine gute Alternative zu üppiger Deko, da Bilder an der Wand wenig Arbeit machen: sie stören beim Staubwischen nicht, fangen auch selber kaum Staub, verrücken nicht und können viel Kleinkram ersetzen. Wer Tipp 1 beherzigen möchte, greift auch hier lieber zu einem einzigen, größeren Exemplar statt zu vielen Bilderchen.
Beispiele: Statt eine Kommode mit viel Deko vollzustellen, lieber ein Bild drüber hängen. Statt eine Wand mit einem Regal zu zieren, das man wieder mit Dingen füllt, auch hier lieber ein Poster, Foto oder Gemälde wählen.

 

5. Gebrauchsgegenstände als Deko benutzen
Wenn man seine Menge an Deko-Teilen gering halten möchte, ist es ganz praktisch, wenn Gebrauchsgegenstände hübsch anzusehen sind. Dann kann man diese in (wenigen) offenen Regalen ausstellen und ohne rein dekorative Dinge wie Vasen, Kerzen und Co. eine wohnliche Wirkung erzielen.
Beispiele: Eine Schürze aus Leinen, ein stylisches Kehrset und ein schicker Staubwedel hängen an Haken an unserem Küchenbuffet und sind ein schöner Hingucker.

 

 

6. Die richtigen Dinge besitzen
Ach herrje… welche Dinge aus meinem Besitz mir wirklich wichtig sind und ich daher behalten möchte, versuche ich seit Monaten Stück für Stück heraus zu finden. Mittlerweile habe ich dabei schon unglaublich viel gelernt und weiß, dass ich in Zukunft viel klüger einkaufen kann (hier findet ihr meinen Blogpost zum Thema Fehlkäufe vermeiden). Denn es ist ja offensichtlich: wenn man mit möglichst wenigen Dingen wohnen möchte, muss die Trefferquote in Bezug auf Praktikabilität, Qualität und Ästhetik extrem hoch sein! Aber wenn man es schafft, sich mit den richtigen Dingen zu umgeben (und dieses „richtig“ kann und soll für jeden etwas anderes bedeuten!), dann kann man auf viel Brimborium verzichten, das nur irgendwelche Lücken füllen soll.
Beispiele: Der absolute Lieblingskerzenständer statt eines Tischs voller kleiner Teelichthalter. Eine schöne, hochwertige Bettwäsche statt einer Armada an Dekokissen. Ein hübscher, warmer, robuster Wintermantel statt drei Mäntel für jede Gelegenheit (uuuaaah, hat da jemand ne Idee?!).

 

Minimalistisches Schlafzimmer

 

Und wenn ich mich an den paar Dingen, mit denen ich mein Zuhause einrichte, irgendwann sattgesehen habe? Dann kommt hier Tipp Nummer

 

7. mal eben flott umdekorieren
Wenn das ganze Wohnszenario mit zig Dekoteilen, Möbelstücken und Gebrauchsgegenständen zu komplex ist, ist es ziemlich aufwendig, mal eben umzudekorieren. Man räumt ein Teil von A nach B, zwei andere Teile müssen dafür nach C umziehen. Für die Sachen, die auf C standen, findet man irgendwie keinen passenden Platz. Grübelgrübel, räumräum… Ok, manchen macht das total Spaß, aber ab einer gewissen Grenze fand ich es doch ziemlich anstrengend. Wenn man aber nur ein paar wenige, ausgesuchte Sachen hat, kann man in recht kurzer Zeit einen Raum umdekorieren. Ich habe dann viel mehr Lust, mit einer kurzen Umräumaktion frischen Wind in unser Zuhause zu bringen, damit Langeweile bei der Einrichtung keine Chance hat.
Beispiel: Frische Blumen in die Vase auf dem Esstisch, zwei Kerzenständer miteinander vertauschen, ein Bild von A nach B hängen. Fertig. Ich hoff’s zumindest. ;)

Was meint ihr, schaffe ich es, mit meinen Ideen ein minimalistisches Zuhause mit wenigen Dingen zu haben, das trotzdem warm, gemütlich und lebendig wirkt? Habt ihr noch weitere Tipps und Erfahrungen für mich? Ich bin nach wie vor auf Ideensuche!

Liebste Grüße
Karina

Wie ich es schaffe, weniger zu kaufen und Fehlkäufe zu vermeiden – 11 Tipps

18. Juni 2017

 

Auf meinem Weg zu einem minimalistischeren Wohnstil bin ich nicht nur dabei, Sachen nach und nach auszusortieren, sondern vor allem auch mein Kaufverhalten zu verändern. Mit welchen Tricks ich es bisher geschafft habe, weniger zu kaufen und Fehlkäufe zu vermeiden, das möchte ich euch heute mal erzählen. Ich hoffe, es sind auch ein paar Tipps für euch dabei! Manche kennt ihr sicher schon, ich habe sie aber trotzdem hier mit aufgenommen, wenn sie für mich sehr gut funktionieren. Andere Tipps sind aus meiner eigenen Erfahrung heraus entstanden. Inklusive ist hier und da auch mal wieder eine Reise in meine tiefenpsychologischen Kaufsucht-Abgründe. ;) Also, los geht’s!

 

Achtung bei Trendkäufen!
Trends sind kurzlebig, das wissen wir alle. Das ist ja auch deren Sinn und völlig in Ordnung. Aber ich möchte in Zukunft noch mehr darauf achten, keine oder noch weniger Trendkäufe zu tätigen. Zwei, drei Teile pro Trend sollen für mich das Maximum sein. Und vor allem: keine großen Stücke wie zum Beispiel Möbel kaufen. Eine Vase darf auch nur mal ein, zwei Jahre ein Lieblingsstück sein. Aber ein Esstisch sollte schon länger halten, oder? Beispiel: Ich habe viele Dekoteile aus Kupfer, aber ich mag nur noch sehr wenige davon wie die säulenförmige Vase. Hätte ich mir zum Beispiel vor ein paar Jahren einen Couchtisch aus Kupfer gegönnt – ach du je. Deswegen wird es auch keinen mit Marmorplatte geben (auch, wenn ich so was im Moment sooo schick fände.)

 

Achtung bei „einmaligen Gelegenheiten“ und „wenn ich schon mal da bin“-Situationen!
Hier tappe ich nach wie vor öfter mal in die Shoppingfalle und kaufe eher unnütze Dinge. Und zwar in Situationen, in denen ich denke: „Ich bin doch so selten hier, jetzt muss ich auch was kaufen.“. Beispiele sind unsere gelegentlichen Trips nach Kopenhagen oder Bummeln in netten, günstigen Shops wie Tiger und Søstrene Grene, wo ich nicht so oft hinkomme. Einfach nur das Bummeln genießen, wieder aus dem Laden gehen und nichts kaufen – das fällt mir oft noch schwer.
Das selbe gilt für Onlineshops. Ich habe sehr oft meinen Warenkorb mit mehr Dingen befüllt, als ich eigentlich kaufen wollte, einfach, weil ich ja eh schon was bestelle und „sich die Versandkosten dann noch eher lohnen“. Auweia…

 

Achtung bei Souvenirs!
Dass Deko-Mitbringsel aus eher exotischen Ländern bei mir zuhause meist ziemlich fehl am Platze wirkten, habe ich schon ziemlich früh bemerkt. Trotzdem bin ich in der Vergangenheit in ähnliche Shoppingfallen getappt. Zum Beispiel haben wir mal Urlaub in einem im Shabby Chic gestylten Bed and Breakfast mit angeschlossenem Shop gemacht. Es war wirklich zauberhaft dort! Aber die Deko-Teile, die ich mir da gekauft habe, weil ich mich vom dem Flair habe mitreißen lassen, waren nicht lange meine Lieblinge… Also: bleibt im Urlaub auf dem Boden der Tatsachen und überlegt euch genau, ob ihr euch gerade nur von der speziellen Atmosphäre einlullen lasst und ob die Sachen, die ihr shoppen möchtet, wirklich, wirklich EUER Stil sind.

 

Foto: Jenny Mustard

Foto: Jenny Mustard

Minimalismus zum coolen Lifestyle erklären
Statt sensationell schönen und nach dem aktuellen Trend eingerichteten Wohnungen aus Pinterest nachzueifern, habe ich für mich einen neuen Lifestyle als das ultimativ coole erklärt: Minimalismus. Ich hatte nämlich oft das Bedürfnis, bei den toll durchgestylten Wohnungen mithalten zu müssen, um mich „angesagt“ zu fühlen. Wenn ihr auch shoppt, um einem bestimmten Lifestyle hinterherzujagen, sucht euch doch einen, der das Shoppen sehr zurückhaltend sieht. Wie wäre es mit Minimalismus? ;) Eines meiner coolen wenig-shoppen-Vorbilder ist zum Beispiel Jenny Mustard, deren herrlich spärlich eingerichtetes Zuhause ihr oben auf den Bildern seht. Wenn ich also mal wieder einem Kauf widerstanden habe, fühle ich mich neuerdings immer seeehr coooool.

 

Test: einen Monat lang keine Kleidung und keine Deko kaufen
Das habe ich mal gemacht, einfach nur um zu testen, ob ich dann wirklich mehr Zeit habe. Ergebnis: ja, hatte ich. Diese Erfahrung motiviert mich nach wie vor, zurückhaltender zu shoppen.

 

Gefährliche Shops identifizieren
Bei mir gibt es ein paar (Online-)Shops, in denen ich in der Vergangenheit öfter mal Sachen gekauft habe, die sich später dann als eher kurzlebige Lieblinge oder sogar Fehlkäufe herausgestellt haben. Diese Shops sind entweder sehr günstig oder stehen für einen Lifestyle, von dem ich glaube, dass ich ihn mit einem Kauf in mein Leben holen müsste. Dazu zählen zum Beispiel Bolia oder H&M Home. Hat man diese Bösewichte identifiziert, kann man sie meiden oder sich wenigstens beim Shoppen fragen, ob man dieses oder jenes Teil wirklich haben will oder sich mal wieder von niedrigen Preisen oder einem tollen Image beeinflussen lässt.

 

Newsletter abbestellen
Den Tipp liest man immer wieder. Warum habe ich es so lange trotzdem nicht gemacht? Naja, ich hatte Angst, etwas zu verpassen. Seit ich mir aber einen Ruck gegeben habe und jetzt doch die letzten Newsletter von Onlineshops abbestellt habe, muss ich sagen: richtige Entscheidung. Ich hatte ja oft gar nicht mal etwas gekauft nach dem Klick auf die Links in der Email. Aber gerade deswegen kann ich gut auf die Newsletter verzichten, denn bei meinem Minimalismus-Weg ist es mir auch ganz wichtig, möglichst wenig Zeit online zu verbringen.

 

Vorsicht bei Sale-Aktionen und Rabatten
Das ist ebenfalls ein altbekannter Tipp. Aber natürlich bin auch ich ständig in die Rabatt-Falle getappt und habe mir Sachen gekauft, die ich nicht brauche und die ich nicht wirklich, wirklich toll fand. Vor wenigen Monaten erst habe ich in einem Einrichtungsladen extra mehr Teile gekauft, weil man ab einer bestimmten Einkaufssumme 25% Rabatt bekam. Oh-oh…

 

Wünsche aufschreiben und erst mal abwarten
Auch dieser unter Minimalisten weit verbreitete Tipp hat mir geholfen, Spontankäufe zu vermeiden. Bei Gebrauchsgegenständen, die ich glaubte zu benötigen, hat sich oftmals herausgestellt, dass sich einfach meine Gewohnheiten verändern und sie mittlerweile überflüssig wären. Bei Dingen, die ich einfach super schön fand, hat sich mein Geschmack oder der Trend dann doch schneller als erwartet verändert. Was bin ich froh, mir damals doch nicht den teuren Eames House Bird gekauft zu haben…

 

 

Finde deinen eigenen Stil
Puh, ganz schön schwierig. Auch ich interessiere mich für Wohntrends und werde nach wie vor von ihnen beeinflusst. Aber seit ich minimalistischer wohnen und leben möchte, habe ich es mir zur großen Aufgabe gemacht, meinen ureigenen Wohnstil zu finden. Dabei versuche ich herauszufinden, welche Teile mich schon viele, viele Jahre begleiten und glücklich machen und was deren Eigenschaften sind. Tatsächlich sind es zum Beispiel die Farben schwarz-weiß und blau sowie schöne Hölzer und sehr schlichte Midcentury Teile. Beispiele sind unser String-Regal, mein praktischer und schöner Nachttisch sowie – das ist jetzt ein klein wenig makaber – ein paar Käfer und Falter in kleinen schwarz-weißen würfelförmigen Kästen. Letztere habe ich zu Teenager-Zeiten von der Mutter meiner besten Freundin, einer Kunstlehrerin, geschenkt bekommen und ich finde sie immer noch schön.
Wenn man sich bewusst macht, was einen bereits viele Jahre begleitet, kann man daraus Richtlinien für zukünftige Käufe ableiten und sich vor Fehlkäufen schützen.

 

Nicht gekauft = ausgemistet
Haha, das ist mein ganz spezieller Trick, mit dem ich mich bereits mehrfach überlistet habe, um einem Kauf zu widerstehen.
Ich miste jetzt ja seit einigen Monaten Stück für Stück aus und kenne inzwischen sehr gut das schöne Gefühl, ein weiteres Teil, das man nicht mehr wirklich braucht, losgeworden zu sein. Wenn ich dann in letzter Zeit etwas nettes in einem Geschäft gesehen habe, von dem ich überlegte, es zu kaufen, ich aber wusste, das es mich eigentlich nicht wirklich begeistert, habe ich es so gemacht: Ich habe innerlich nein zu dem Teil gesagt und mir dabei einfach vorgestellt, ich hätte das Ding gerade aus meinem Besitz aussortiert. So habe ich jetzt statt des negativen Gefühls des Verlusts, das ich früher beim Nicht-Kaufen hatte, ein super gutes Aussortiert-Gefühl. :)

 

Waren ein paar Tipps für euch dabei? Oder habt ihr noch mehr Ideen, wie man zurückhaltender und gezielter shoppen kann? Ich bin gespannt!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Kinder und Minimalismus? Krempelfrei bleiben mit Kindern: Ideen und Erfahrungen

19. Mai 2017

 

Wenn man beim Ausmisten seinen ganzen Besitz durchgeht, wird man als Mama schnell feststellen, dass ein Großteil der Dinge zusammen mit dem Kind/den Kindern ins Zuhause gezogen sind. Ist ja normal und ok, denn drei, vier oder fünf Personen sind mehr als zwei und Kinder benötigen schon ein paar spezielle Dinge. Ich schreibe „ein paar“, denn ganz sicher sind es nicht so viele wie uns von der Spielzeug-, Kindermöbel- und Lebensmittelindustrie vorgegaukelt wird. Dass man eine Babyhaarbürste, Babymineralwasser, Quetschies (=Obstsmoothies in Wegwerfverpackungen) oder sprechende und blinkende Plüschtiere nicht braucht, diese Meinung teilen viele. Aber Windeln, Kinderwagen und Wundcreme? Das ist doch „typisch Baby“! Naja, wir jedenfalls sind ohne all das ausgekommen. Hier kommen ein paar eigene Erfahrungen und Ideen, wie man mit weniger Dingen Kinder groß bekommt.

Tragetuch statt Kinderwagen
Ganz oben auf der Liste der wichtigsten Anschaffungen steht bei werdenden Eltern ein Kinderwagen. Das war bei mir genauso, als ich gerade erfahren habe, dass ich schwanger bin. Uns war aber auch schon früh klar, dass wir auch eine Babytrage haben möchten. Bei der Recherche nach geeigneten Modellen fragte ich mich dann aber immer öfter, ob wir denn wirklich, wirklich auch einen Kinderwagen benötigen. Nach ein bisschen Überlegen haben wir beschlossen, es einfach mal ohne zu probieren und das war eine suuuper Entscheidung! Levi lag in seinem ersten Lebensjahr nicht ein Mal in einem Kinderwagen, sondern war immer in einem Tragetuch oder einer Tragehilfe. Noch heute, er ist zwei, nehme ich meist die Trage statt den Buggy. 

Unsere Tragen habe ich in einem Körbchen im Flur stehen. Im Moment benutze ich nur den MySol und die Trage von Studio Romeo. Wir haben auch noch je ein Tragetuch von Didymos und von ByKay. Die haben wir benutzt, als Levi noch gaaanz klein war, weil die für ihn besseren Halt boten.

Hier einige Vorteile, Tragen statt einen Wagen zu benutzen:
– Es ist viel günstiger! Kinderwagen kosten neu so 800 bis 1200 Euro. Ein neues Tragetuch bekommt man für um die 80 Euro.
– Tragetücher nehmen viel weniger Platz zuhause weg.
– Kein Kinderwagen-Geschleppe.
– Mobilität beim Treppensteigen und in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
– Das Kind ist immer ganz nah bei einem, man kann ihm alles zeigen und erzählen und es jederzeit abknutschen.

Bücher leihen statt kaufen
Ich habe es schon in einem vorherigen Blogpost geschrieben. Ich kaufe nur noch wenige Kinderbücher, nur noch ganz besonders tolle. Ich lese Levi sooo viel vor und wenn ich immer neue Bücher kaufen würde, hätten wir wohl schon ein ganzes Regal voll. Also leihe ich immer schön Bücher in der Bücherei aus.
Außerdem kann man statt der „normalen“ Bücher auch mal Pixie-Bücher kaufen. Die nehmen nur einen Bruchteil des Platzes weg und die Geschichten sind genau so schön.

Familienbett statt Kinderbett
Als Levi geboren wurde, hatten wir noch ein Beistellbett im Schlafzimmer stehen. Zum Glück konnten wir das irgendwann als Sitzbank für ihn umfunktionieren, denn gebraucht haben wir es eigentlich nie so wirklich. Gut, als Rausfallschutz war es super, als unser Bett nur 1,40 m groß war. Aber Levi lag nie drin. Irgendwann habe ich unser Bett auf 2m Breite erweitert und Levi schläft nach wie vor bei uns. Wir finden’s super schön. Und wir sparen uns erst mal Kinderbett, -matratze und -bettzeug. Leisten könnten wir uns das alles, darum geht es nicht. Es ist einfach dieses Minimalismus-Ding, dass viele Dinge viel Arbeit machen. In diesem Fall gilt: ich mache lieber ein Bett als zwei. :)

Windelfrei und Stoffwindeln statt Wegwerfwindeln
Ich habe mich in der Schwangerschaft zu allen möglichen Themen dumm und dusselig recherchiert. Da lief mir auch irgendwann das Thema Windelfrei über den Weg. Muss ich ausprobieren, dachte ich. Also haben wir Levi, als er etwa drei Wochen alt war, immer mal wieder abgehalten, wenn wir dachten, dass er mal groß oder klein muss. Das ging mal nach Gefühl, mal nach Signalen, mal nach der Uhr. Es hat mal besser, mal schlechter geklappt.

Zur Sicherheit hat Levi aber auch oft Stoffwindeln getragen. Wir haben uns für die gDiapers entschieden. Die waren praktisch und schön schlicht (ich wollte Stoffwindeln ohne bunte Muster haben, was eher schwer zu finden war). Das mit dem Waschen klappte ganz gut und war auch nicht übermäßig viel Arbeit. Das lag aber auch daran, dass ja viel in der Toilette bzw. im Töpfchen landete und die Windel oft einfach sauber blieb. Wegwerfwindeln trug Levi selten und wenn, dann Öko-Windeln.

Bei unserem Windelfrei-Projekt waren wir nie verbissen und Humor braucht man auf jeden Fall, wenn man das probieren will. Denn ja, es geht auch ziemlich oft was schief. :D
Levi war jedenfalls trotzdem irgendwie mit 15 Monaten Tag und Nacht trocken, was mich selber überrascht hat, denn es kam so spontan und von ganz alleine. Er hatte irgendwann gar keine Lust mehr auf Windeln und dann klappte es auch sehr gut ohne. Ich sehe das nicht als unseren Verdienst an, aber ich bin trotzdem ein bisschen stolz und unheimlich froh, denn wir sparen BERGE an Müll bzw. Wäsche und Arbeit dadurch, dass wir nur ca. halb so lange gewickelt haben wie manch andere.

Ne Menge Tipps rund um Stoffwindeln und Windelfrei findet ihr zum Beispiel hier.

Wasser statt Kosmetik
Ich besitze quasi keine Kosmetikprodukte für Levi. Durchs Teilzeit-Windelfrei musste Levi selten in seinen Ausscheidungen liegen, dadurch hatte er nie einen wunden Po. Eine Wundcreme habe ich also nie gekauft und auch nie gebraucht. Er wird immer mit Wasser gewaschen, nur seine Hände ab und zu mit Seife. In der Badewanne ist nur Wasser und auch Shampoo benutze ich nicht bei ihm. Natürlich wird er trotzdem immer sauber und riecht nicht komisch oder so. Ich höre von anderen höchstens, wie gut er duftet. :) Einmal-Feuchttücher benutzen wir nur ab und zu unterwegs. Durch die stets sanfte Reinigung ist Levis Haut nie trocken und braucht keine Creme. Als Sonnenschutz nehme ich Kokosöl (aber Achtung: Sonnenschutzfaktor ist nur ca. 4!), Kleidung und einen Sonnenhut. Und wir bleiben möglichst im Schatten! Bisher hatte er so nie einen Sonnenbrand.

Kinderkleidung kaufen nach Bedarf statt nach Lust und Laune
Ich kann es absolut verstehen, wenn man in der Schwangerschaft und in den ersten Monaten mit Baby riesen Freude am Babykleider-Shopping hat. Das ging mir genau so. Und erst seit ich mich mit dem Thema Minimalismus beschäftige, kann ich mich beim Shoppen zurückhalten, weil ich einfach nicht möchte, dass unsere Schublade für Levis Klamotten so voll wird. Und weil mit erst jetzt so richtig bewusst geworden ist, dass Levi viele Sachen kaum getragen hat. Entweder, weil die Menge einfach ZU GROß war oder die Sachen einfach unpraktisch waren. Man muss eben erst mal schauen, was so zu dem eigenen Lebensstil passt. Durch das Windelfrei-Ding waren zum Beispiel Einteiler wie Strampler und teilweise auch Bodys eher unpraktisch und verstaubten daher in den Schubladen.

Ich kann mich mittlerweile ganz gut beherrschen. Ich kaufe nur noch das, was wir wirklich benötigen und – ganz heißer Tipp, haha – GUCKE GAR NICHT ERST IN DEN SHOPS. Denn wenn ich erst mal etwas süßes gesehen habe, fällt es mir nämlich nach wie vor schwer, zu widerstehen.

In der aktuellen Größe habe ich jedenfalls mittlerweile vielleicht nur noch halb so viele Sachen wie in den damaligen Babygrößen. Es ist schön zu wissen, dass alle Kleidungsstücke auch genutzt werden und alles in eine Schublade unserer Ikea-Malm-Kommode passt, ohne dass ich quetschen muss.

Die Spielecke für unseren kleinen Sohn im Wohnzimmer mit Ikea Besta Schrank.

Spielzeug?!
Puh, keine Ahnung, wer Tipps hat, bitte melden. ;) Wir haben im Vergleich zu anderen bestimmt nicht mega viel Spielzeug, aber für mich fühlt es sich nach zu viel an (es ist jedenfalls mehr, als oben auf dem schicken Bild zu sehen ist). Zu unserer Verteidigung muss ich aber sagen, dass wir vielleicht ein Viertel davon selber neu gekauft haben, ein Viertel ist vom Flohmarkt und der Rest sind – wer errät es? – Geschenke. Was wir in Zukunft versuchen wollen, ist, uns zu Weihnachten und Co eine große Sache von mehreren Personen zu wünschen. Mal sehen, wie das klappt.

Ich hoffe, hier waren ein paar schöne Ideen und Anregungen für alle (werdenden) Mamas und Papas dabei!

Liebste Grüße
Karina

 

Zeitfresser, Möbelmonster und schlechtes Gewissen adé! Erste tolle Veränderungen durchs Minimalisieren!

29. April 2017

Mit vielen kleinen Schritten bin ich durchs Entrümpeln schon zu ein paar tollen großen und kleinen Ergebnissen gekommen, die ich euch heute zeigen möchte.

Goodbye, Möbelmonster!
Das auffälligste und schönste ist auf jeden Fall, dass das riesen große Vintage Sideboard aus dem Schlafzimmer gehen durfte. Es hat mich einige Jahre begleitet und ich fand es im Schlafzimmer auch ganz ok, aber die große Liebe war es nicht mehr. Und außerdem war es durch das Ausmisten schon ziemlich leer! Bei Ebay Kleinanzeigen ging es schnell weg und ich habe jetzt 150 Euro mehr in der Spardose. Statt eines eher ungeliebten und nicht mehr benötigten Möbelmonsters genieße ich nun einfach den leeren Raum, den es hinterlässt. Guckt mal wie wunderbar hell und luftig unser Schlafzimmer jetzt ist! Ich liebe es!

Minimalistisches Schlafzimmer

 

 

Zeitfresser beseitigt!
Ich habe eine kleine Macke, die mich hier zuhause immer recht unentspannt gemacht hat. Das ist mein angeborener Fehler-Radar, der in unserem Zuhause unbewusst immer alle möglichen Ecken abcheckt, ob sie ordentlich, staubfrei und schick sind. Es gab hier ein paar Ecken, die immer wieder dieses Radar ausschlagen ließen, dazu gehörte bis vor kurzem meine geliebte Schneiderpuppe vom Flohmarkt, die fast immer schief dastand. Ich dachte, die wäre einfach kaputt und ich habe als Ausgleich immer eine Pappe unter den Fuß gelegt, damit sie grade steht. Das hielt natürlich mehr schlecht als recht. Ständig fiel mir die schiefe Puppe ins Auge, was mich genervt hat und immer wieder musste ich an ihr rumhantieren, damit sie ordentlich aussah. Mit dem Minimalisieren wurde mir mein Bedürfnis, mich zuhause entspannen zu können, immer wichtiger und so habe ich mir das Ding mal fünf Minuten genauer angeschaut. Ich musste nur ein Mal ein wenig an einem Gewinde drehen und schon stand die Puppe bombensicher. Und all die Jahre den albernen, zeitfressenden Ärger mit der schiefen Schneiderpuppe, oh Mann…

Schneiderpuppe mit weißen Kleid

Ähnlich war es mit den Aufbewahrungsgläsern im Bad, die bisher links neben dem Waschbecken unterm Handtuch standen. Beim Hände abtrocknen haben die immer ein paar Wassertropfen abbekommen und hatten so ständig hässliche Flecken, die regelmäßig weggeputzt werden mussten. Ich habe zwei Jahre gebraucht, um auf die Idee zu kommen, die Gläser auf die rechte Seite zu stellen! Es mag für euch banal erscheinen, aber tatsächlich ist das für mich ein kleiner Fortschritt: den optisch perfekten Platz für etwas aufzugeben zugunsten des praktischeren, pflegeleichteren Platzes! Der eigentlich auch prima aussieht. ;)

Ich kann euch jedenfalls nur sehr empfehlen, dass ihr euch ein Mal etwas mehr Zeit nehmt, um eure Zeitfresser zu identifizieren und eine Idee zu finden, diese zu beseitigen! Ich habe auf diese Weise viele kleine Problemecken hier beseitigt, was mich sooo viel entspannter gemacht hat. Dazu gibt es auch ein andermal mehr.

Badezimmerdeko am Waschtisch

 

Weniger konsumieren!

Das mit dem weniger kaufen klappt bei mir schon ziemlich gut. Aber, puh, was Nachhaltigkeit und Müllvermeidung angeht, sollte ich echt noch ein wenig was verbessern. Zum Beispiel fallen hier immer total viele Plastikverpackungen vom Obst und Gemüse an. An anderer Stelle bin ich aber schon einen Schritt weiter. Was mir in letzter Zeit nämlich immer mehr gegen den Strich ging, war mein unnötiger Verbrauch von To-Go-Bechern. Ich trinke ja nicht mal Kaffee, aber gerne einen frisch gepressten Saft vom Wochenmarkt. Den Plastikbecher habe ich vielleicht fünf Minuten benutzt, dann landete er im Müll. :( Ich hatte mich schon auf die Suche nach einem schönen To-Go-Becher begeben und just zu der Zeit bekam ich das Angebot, euch hier doch mal den To Go Click Becher von der skandinavischen Traditionsmarke Stelton zu zeigen (den gibt es jetzt nämlich in neuen zarten Farben, dieses hier in sand). Et voilà, hier ist er! Dienstags und freitags wandert er also nun zusammen mit Portemonnaie, Schlüssel und Metalltrinkhalm in meinen Einkaufskorb und schon bin ich bestens ausgerüstet für meinen zero-waste-Wochenmarkt-Saft. ;)

Stelton To Go Click

Ein dickes Minus beim Konsumieren macht jetzt auch mein Entschluss aus, einen Großteil unserer Bücher in der Bücherei auszuleihen. Das klappt besonders gut bei Romanen (ich lese mich gerade durch einen Klassiker nach dem anderen und fühle mich schrecklich intellektuell dabei) und bei Kinderbüchern! Und unser Kinderbuch-Verbrauch ist sehr hoch, da Levi es liebt, von uns mehrmals am Tag etwas vorgelesen zu bekommen. Ich bin etwa ein Mal im Monat bei meinen Eltern zu Besuch und da dort die Bibliothek gleich um die Ecke ist, nutze ich die Zeit dort sehr gerne, um mit Levi ein Stündchen in dem schönen Angebot zu stöbern und ein paar tolle Bücher mit nach Hamburg zu nehmen. Ich finde diese Lösung großartig! Das spart Geld und vor allem unendlich viel Platz im Bücherregal, denn nach spätestens drei Monaten gehen die Bücher ja wieder zurück.

Urban Jungle in der Küche und Kinderküche

 

Weg mit dem schlechten Gewissen!
Kennt ihr das? Man hat ein schlechtes Gewissen beim Blick in den Kleiderschrank, denn die Hälfte der Kleidung hat man seit langer Zeit nicht getragen. Das selbe gilt für den Blick in den Badezimmerschrank, denn auch die vielen schicken Nagellacke und coolen Lippenstifte werden viel zu selten benutzt. Das wollte ich nicht mehr. Denn mein Zuhause soll ja keine Ansammlung von miesen Gefühlen sein. Sobald ich mit dem Bad- und Kleiderschrank fertig bin, gewähre ich euch einen Blick hinein. An anderer Stelle habe ich mein schlechtes Gewissen aber schon beseitigt. Meine tolle, große und teure Monstera war nämlich (wohl durch zu wenig Licht?) im Arbeitszimmer ziemlich verkümmert und die braunen Blätter waren ein mitleiderregender Anblick. Ich hatte die Nase voll davon. Also habe ich knallhart alles abgeschnitten, was nicht mehr fit aussah und übrig blieben ein paar kleine gesunde Triebe, die zusammen ein neues Zuhause in einem kleineren Topf gefunden haben. Dieses Mal auch in der Küche, wo mehr Licht ist. Das schlechte Gewissen ist passé und die Freude beim Anblick meiner glücklichen Monstera nun umso größer.

Urban Jungle in der Küche und Kinderküche

Also hier noch mal ein Rat an euch. Auch wenn etwas teuer war oder ihr es erst neu gekauft habt: Wenn ihr kein gutes Gefühl bei seinem Anblick habt, gebt es lieber weg. Leider, leider gibt es Fehlkäufe und wir alle versuchen sie zu vermeiden. Aber wenn es doch mal passiert ist, fragt euch, ob es das wirklich wert ist, wegen 10, 20 oder 50 Euro täglich ein schlechtes Gewissen zu haben.

Ich würde mich freuen, wenn ich euch mit diesem Minimalisierungs-Update und meinen Tipps ein paar spannende Inspirationen zu einem einfacheren Leben geben konnte!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Spielküche von Brio*
schwarze Gießkanne von House Doctor*
weiße Regale von Ikea

*Affiliate-Link

Buchtipp: Einfach Leben von Lina Jachmann

9. April 2017

 

Ich möchte heute allen, die sich für das Thema Minimalismus interessieren, ein neu erschienenes Buch ans Herz legen: Einfach Leben: Der Guide für einen minimalistischen Lebensstil* von Lina Jachmann. Ich hatte es kurz vor seiner Veröffentlichung als Tipp in einer Zeitschrift entdeckt und manchmal weiß man ja schon, wenn man das Cover eines Buches sieht, dass der Inhalt einem mindestens ebenso gut gefällt wie das Äußere. Bei Einfach leben war dies so. Sobald das Buch raus war, habe ich es mir also schnell bestellt und hatte es aus lauter Freude am Lesen fast ebenso schnell durch. Meine Erwartungen wurden zum Glück erfüllt: es ist ein sehr gelungenes Buch rund um alle Themen, die minimalistisches Leben betreffen.

Lina Jachmann hat ihren Guide in die Kapitel Wohnen, Mode, Körper und Lifestyle gegliedert. Für mich persönlich hätte der Wohn-Teil natürlich auch gleich mal die Hälfte des Buches ausmachen können, aber Lina Jachmann war es, denke ich, ein Anliegen, eine breite Palette an Themen zu beschreiben, in die Minimalismus hineinreichen kann.
Im Kapitel Wohnen erklärt uns Lina unter anderem, warum es so befreiend ist, mit weniger Dingen zu wohnen (darüber lese ich gerne immer und immer wieder), wir bekommen Tipps zum Ausmisten und einem Kram-freieren Kinderzimmer, aber auch zu einem einfacheren Arbeiten im (Home-)Office. Dazu gibt es ein paar Homestories, von denen mich vor allem die von Jenny Mustard (sie hat auch einen tollen YouTube-Kanal!) und Joachim Klöckner inspiriert haben. Letzterer lebt mit nur 50 Dingen und ich kenne ihn auch schon aus dieser Doku. Ein sympathischer Mann!
Da ein Schwerpunkt aus Linas Buch das Thema Nachhaltigkeit ist (hier habe ich übrigens sicher noch Nachholbedarf!), gibt es auch Tipps für plastikfreie Küchentools und chemiefreie DIY-Reinigungsmittel.

Für viele – auch für mich – fängt das Ausmisten mit dem Kleiderschrank an. In Einfach Leben findet ihr im Kapitel Mode unter anderem einen Guide für die Erstellung einer Capsule Wardrobe, das inspirierende Porträt der Youtuberin Minimal Mimi sowie Tipps zu Slow Fashion-Labels und -Blogs.

Seit ich vor vier Jahren auf Rohkost-Ernährung umgestiegen bin, hat sich mein Kosmetik-Pool nach und nach fast von alleine minimalisiert. Manches wollte ich nicht mehr benutzen, manches vertrug ich plötzlich nicht mehr und für anderes hatte ich irgendwann einfach keinen Bedarf mehr. Statt Duschgel und Shampoo benutze ich zum Beispiel nur Wascherde (diese Lavaerde von Logona*). Das Thema natürliche und einfache Körperpflege finde ich daher super interessant und in Linas Buch konnte ich weitere schöne Anregungen hierfür finden.

Im letzten Kapitel Lifestyle wird zum Beispiel das Thema Zero-Waste vorgestellt, wir lernen, wie man aus schnöden Kastanien sein eigenes Waschmittel zaubert und erfahren mehr über den Trend Unverpacktes Einkaufen. Da es mich selber seit geraumer Zeit immer mehr aufs Land zieht, fand ich auch das Interview mit Anna und Marcus sehr schön, in dem sie von ihrem spontanen Umzug von Berlin aufs Brandenburger Land und ihrem jetzt sehr einfachen und sehr erfüllenden Leben erzählen.

 

Ganz ehrlich: innerhalb von drei Wochen habe ich das Buch schon ein zweites Mal durchgelesen. Es hat mir einfach Freude gemacht und wie erwartet sind beim zweiten Mal auch noch mehr Tipps und Ideen bei mir hängen geblieben.
Ich kann jedenfalls sagen: Einfach Leben sieht nicht nur außen und innen sehr hübsch aus, sein Inhalt hat mich weiter zu meinem Ziel, ein wenig minimalistischer zu leben, vorangetrieben. Und die zahlreichen Tipps zu Minimalismus-Blogs und -Youtubekanälen haben mir einen weiteren Schubs gegeben. Meinen Schreibtisch miste ich zum Beispiel derzeit zum DRITTEN Mal aus (und, ja, ich finde schon wieder eine Menge, das gehen darf) und dekorieren tue ich jetzt lieber mit dem Strohhut meines Mannes als mit dem x-ten Kerzenständer. ;)

Ich hoffe, euch mit dem Buch einen spannenden Lese-Tipp gegeben zu haben!

Liebste Grüße
Karina

 

 

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