Entries Tagged as 'auf Zimmerschau'

Zimmerschau: Traumhaft schön und doch minimalistisch wohnen mit Rebekka

29. Juli 2017

 

Mit unserem Umzug ins Haus möchte ich meine Ideen vom Wohnen mit wenigen Dingen rigoros in die Tat umsetzen. Mein Zuhause war immer schon ziemlich aufgeräumt, aber einerseits doch voller Dinge und andererseits war die Ordnung hier und da nur oberflächlich. Deswegen ist das alles jetzt schon irgendwie Neuland für mich, weshalb ich versuche, für meine neue Vorstellung des Wohnens Vorbilder zu finden. Rebekka alias silentandcalm ist für mich so ein Vorbild. Ich habe in meinem letzten Blogpost schon zwei Bilder aus ihrem Zuhause gezeigt, heute kommt eine volle Homestory mit einem Interview rund ums Thema Cozy Minimalism. Weil ich ihr Zuhause einfach LIEBE! Und ich unbedingt herausfinden wollte, wie sie das eigentlich macht, dass es so ruhig und doch sooo gemütlich bei ihr aussieht.

 

 

Erst einmal: wo wohnst du, mit wem wohnst du dort und wie groß ist dein Zuhause?

Liebe Karina, erst einmal herzlichen Dank für all die schönen Komplimente. Es ehrt und berührt mich sehr, wie du meine Art zu Leben siehst.

Ich weiß, dass ein Leben mit wenigen Dingen und wenig Deko nicht dem Geschmack aller einrichtungsinteressierten Menschen entspricht. Manche Menschen fühlen sich eher mit vielen Dingen wohl, mich machen zu viele Gegenstände in meinem Lebensraum einfach nervös.

Die Gestaltung des Wohnraums ist für mich eine sehr private Sache. Deshalb freut es mich wirklich von Herzen, dass du mir deine Zeit schenkst und dass dich mein Stil berührt hat.

Ich lebe mit meinem Mann und unserem zehnjährigen Sohn in Basel. Uns stehen 110 Quadratmeter zur Verfügung: 90 m² verteilt auf vier Zimmer und ein Atelierraum mit weiteren 20 m². Es ist nicht nur unsere Familienwohnung, sondern auch die erste gemeinsame Wohnung von meinem Mann und mir.

 

 

Du wohnst ja mit so wunderbar wenigen Dingen, ich finde deine Wohnung aber trotzdem totaaal gemütlich und überhaupt nicht „clean“. Was ist dein Rezept dafür? Und wie würdest du deinen Wohnstil generell beschreiben?

Ich kenne mich zu wenig mit einrichtungsspezifischen Begriffen aus, um meinem Wohnstil einen Namen zu geben. Ich mag einfach natürliche Materialien und Dinge, die schon eine Geschichte haben. Vielleicht nennt sich mein Wohnstil natural living oder so ähnlich.

Mein Rezept dafür? Ich folge einfach meinem Herzen. In viele Dinge habe ich mich irgendwie verliebt (klingt jetzt sehr esoterisch, ich weiss, aber das ist – wenn es eines gibt – mein Geheimnis). Ich liebe es, in einer ruhigen, reizarmen Umgebung zu leben und mich mit Dingen zu umgeben, die sich einfach gut anfühlen.

 

 

 

Definierst du dich überhaupt als Minimalistin beim Wohnen? 

Hinter dem Wunsch nach Minimalismus stehen viele Kräfte. Wahrscheinlich geht es darum, sich selbst irgendwie einordnen zu können. Wir haben so viele Möglichkeiten, und die Welt steht uns vermeintlich offen. Dennoch fühlt sich das Leben oft nach einer Suche an.

Beruhigend ist jedoch, dass diese Suche menschlich ist :). Unter Minimalisten werde ich wohl nicht als Minimalistin gelten. Aber ich habe auch nicht den Anspruch, so gesehen zu werden.

Ich bin wohl eher Ästhetin als Minimalistin.

 

 

 

Ist das Wohnen mit wenigen Dingen eine bewusste Entscheidung von dir nach einem längeren Weg durch den Shoppingwahn (so wie bei mir, haha) oder steckte das einfach schon immer in deiner „Wohnseele“?

Ich mag es sehr, mich mit schönen Dingen zu umgeben. Viele der Sachen, die ich am meisten liebe, habe ich entweder gefunden, vom Flohmarkt oder selbst gemacht. Vielleicht bin ich einfach etwas wählerisch :).

Aber ich lebe mit einem echten Minimalisten – im materiellen Sinne – zusammen (er würde sich jedoch nie als solchen bezeichnen). Mein Mann wirkt bestimmt auch regulierend (das klingt jetzt echt schlimm, entschuldige Hannes, aber mir tut es wirklich gut). Er mag unsere Wohnung und meinen Stil, aber er kauft sich selbst kaum je etwas.

Was ich an ihm jedoch sehr bewundere und liebe ist seine Schaffenskraft. Er ist künstlerisch sehr begabt und sein Luxus ist es, dass er sich dafür Zeit nehmen kann. Ich mag das sehr, weil dabei so viel Schönes entsteht.

Er beruhigt mich.

 

 

Für mich ist es eine Herausforderung, in Zukunft mit nur ganz wenigen Dingen zu wohnen, denn jedes Teil muss dann ja ein „Volltreffer“ sein und genau meinem Geschmack und dem gewünschten Zweck entsprechen. Wie wählst du deine wenigen Einrichtungsstücke aus?

Die Einrichtung und unser Habe sind über die Jahre gewachsen. Für mich ist es am schönsten, wenn sich Dinge einfügen. Wenn ich etwas kaufe, dann folge ich einfach meiner Intuition. Mit Farben bin ich sehr zurückhaltend. Für mich ist es am einfachsten, wenn ich bei meiner Farbpalette bleibe. Obschon man ja in meinem Fall nicht wirklich von Farben sprechen kann :) . Ich mag abgegraute Töne und Schaumolweiß (höhö).

Bei Gebrauchsgegenständen ist mir die Langlebigkeit wichtig. Es stört mich, wenn Dinge, trotz guter Pflege, schnell kaputt gehen und die Reparatur dann mehr kostet als eine Neuanschaffung.

 

 

Was ist mit dem bekannten „Krempel“ und allgemeinen Gebrauchsgegenständen? Hast du davon auch nur ganz wenig oder bewahrst du all das nur sehr gut versteckt auf? 

Natürlich besitze ich auch Krempel. Der gehört irgendwie dazu. Nicht alles ist sinnhaft und zweckbestimmt. Ich besitze viele Dinge, die ich schön finde, die ich aber nicht wirklich brauche. Aber auch Dinge, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass ich sie besitze. Da ich meine Tage jedoch nicht nur mit Räumen und Ordnen verbringen möchte, habe ich sie einfach akzeptiert.

 

Und wo ist dieser Krempel? Ich seh nämlich nix. ;)

Also wir besitzen: 1 Truhe, 1 Sideboard, 1 kleine Kommode, 1 Schrank im Kinderzimmer, 1 kleinen Schrank in der Küche, zwei Regale halbhoch, zwei Kommoden für Kleider und ein Schuhregal vor der Haustür. Darin befindet sich: Dinge, die wir brauchen und solche, die wohl unter die Kategorie Krempel fallen. Dazu kommt: Ein Keller mit Regalen. Darauf befinden sich 5 Kisten mit Flohmarktkram und saisonale Dinge wie Skier, Weihnachtskugeln etc. Im Atelier haben wir 1 Regal mit 4 Kisten. Darin befinden sich Spielsachen, die Max nicht bespielt und solche, die er gerne aufbewahren möchte. Im Kinderzimmer habe ich verschließbare, alte Körbe unter das Bett gestellt. Darin befinden sich alle aktuellen Spielsachen.

Inventur unseres Besitzes :-)))) Am schönsten fände ich jedoch Wandschränke.

Vor einigen Jahren gab es auf BBC eine Sendung, da ging es darum, ganze Häuser auszuräumen. Das ganze Inventar wurde auf einer Plane ausgebreitet. Der Anblick des gesamten Besitzes war für alle überwältigend. Im Anschluss kehrten nur noch jene Dinge ins Haus zurück, die den Bewohnern wirklich wichtig waren. Alle anderen Sachen wurden verkauft oder entsorgt. Der Effekt dieser Räumung war beeindruckend: Plötzlich wirkten die Räume befreit und harmonisch. Und das einzig, weil sie nur noch mit Gegenständen bestückt waren, die den Menschen etwas bedeuteten.

Ich fände es selbst auch unheimlich spannend, einmal unseren gesamten Besitz auf einer Fläche ausgebreitet zu sehen. Das wäre bestimmt beeindruckend. Also, sollte uns jemand den Wohnraum aus- und im Anschluss wieder einräumen wollen, bitte einfach melden :).

Da die Wahrscheinlichkeit, dass das passieren wird, sehr gering ist, werde ich auch in Zukunft ab und an am Flohmarkt mitmachen. So geht die Geschichte in einer anderen, neuen Umgebung für die Dinge weiter. Von den unverkauften Sachen wandert immer ein großer Teil direkt in einen Secondhandshop. Vermisst habe ich noch nie etwas.

 

 

Bist du eigentlich eher eine Viel-Ausmisterin oder eine Wenig-Käuferin?

Gibt es auch eine Mischform? Ich kaufe zum Beispiel selten Möbel oder sperrige Sachen, auch bei Dekoartikeln bin ich zurückhaltend. Am wohlsten fühle ich mich in aufgeräumten Zimmern.

Das Thema Ausmisten ist aber trotzdem ein Dauerbrenner. Deshalb nun ein kurzer Exkurs zum Leben mit offenem Kleiderschrank.

Ich liebe meine Kleider. Ich achte mich darauf, dass sie aus schönen Materialien und zeitlos sind. Ich pflege sie gut und (Achtung Esoterik!) es verbindet mich etwas mit ihnen.

Es fällt mir unheimlich schwer, mich von Stücken, in denen ich mich wohl fühle, zu trennen. Da ich ja nicht einfach wild drauf los kaufe, sondern mit Bedacht auswähle und die Kleider pflege, besteht eigentlich auch kein Grund, mich von ihnen zu trennen.

Dennoch sind sie auch ein Stressfaktor, weil sie so viel Raum einnehmen und dem Zimmer immer eine etwas chaotische Note verleihen.

Nun könnte ich ja einfach einen großen, geschlossenen Schrank kaufen, aber dann hätte ich einen großen Schrank und das Luxusproblem wäre zwar nicht mehr sichtbar, würde aber noch immer bestehen. So viel zu dem Problem eines wohlstandsverwöhnten Menschen. Und nun zur Lösung: Ich akzeptiere es einfach. Denn anscheinend gibt es für mich keine andere Lösung.

In allen anderen Bereichen fällt mir das Loslassen leicht. Ausmisten geschieht da eher nebenher: Ich habe immer eine Tüte oder Kiste in der Wohnung, da wandern die Dinge rein, die ich nicht mehr haben möchte. Für diese Sachen suche ich dann ein neues Zuhause. Ich verschenke gerne, oder mache auch regelmäßig Flohmarkt.

 

 

Sogar das Zimmer von eurem Sohn (siehe Bild oben) sieht so herrlich ruhig und aufgeräumt aus. Schaffst du es wirklich, auch mit Kind halbwegs krempelfrei zu bleiben? 

Absolut nicht! Unser Sohn ist – wohl wie der Großteil aller Kinder – ein Sammler. Ich möchte ihm das auch nicht nehmen. Manche Menschen fühlen sich einfach wohler, wenn sie von vielen Dingen umgeben sind. Ich behaupte, dass es in der kindlichen Natur liegt, den eigenen Besitz möglichst sichtbar aufzubewahren. Jedes Ding scheint noch von enormem Wert zu sein und die kindliche Ästhetik unterscheidet sich nach meiner Erfahrung doch sehr von jener der Erwachsenen.

Mir ist die Entwicklung zu einer freien Persönlichkeit wichtiger als mein ballastfreies Leben. Mein Sohn soll sein Zimmer möglichst frei gestalten können. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung er sich entwickeln wird. Vielleicht ist er später eher der Nestbautyp, der sich mit ganz vielen Dingen umgibt :).

 

 

Hast du abschließend noch ein paar ultimative Tipps für uns für eine ruhige Gestaltung des Wohnraums?

1. Sich ein Farbkonzept überlegen. Möglichst neutrale Farben wählen. Beim Kauf neuer Stücke unbedingt bei den Farben bleiben. Ich persönlich rate auch davon ab, farbige Möbel zu kaufen, die nicht überstreichbar sind. Lieber selbst mal den Farbtopf zur Hand nehmen.

2. Viel weiss braucht als Kontrast natürliche Stoffe. Vollholzstühle oder Leinen, Wolle etc. schaffen eine wohnliche Atmosphäre.

3. Jedem Ding einen festen Ort geben. Wie schon Oma sagte: Jedes Ding an seinen Ort, erspart viel Müh und manch böses Wort.

4. Mit kleinen Kindern: Spielsachen werden am Abend wieder gemeinsam verräumt. In manchen Bereichen wird nicht gespielt. Mit großen Kindern: Spielsachen bleiben im eigenen Zimmer und werden nicht quer im gemeinsamen Wohnraum verstreut. Das klappt bei uns ganz gut. Das Zimmer sieht dafür manchmal aus: O la la… :-D

5. Kein wildes Potpourri bei Bett-, Frottee- und Küchenwäsche. Klingt jetzt vielleicht etwas pingelig, schafft aber viel Ruhe.

6. Shampooflaschen umfüllen, oder gleich Seifen kaufen.

7. Warten können. Meist besitzen wir so viel, dass es kaum Dinge gibt, die wir wirklich benötigen. Wenn ich also bereits einen Besen besitze, muss ich mich nicht stressen, damit ich gleich am nächsten Tag DEN perfekten Ersatz finde. Bis jetzt habe ich immer einen schönen Ersatz gefunden. Und am meisten Freude habe ich, wenn ich ungeplant DEN Besen finde. Kommt immer alles gut :-))).

8. Mit Kindern: Tabuzonen einrichten: Ich mache unheimlich gerne Geschenke. Ich habe eine Schublade mit Bändern, Klebestreifen, Leim und Schere. Die gehört nur mir. Niemand nimmt daraus meine Schere und meinen Klebestreifen. Ich habe dies so organisiert, weil ich mich einfach nicht erst eine Stunde auf die Suche machen wollte. Es klappt gut.

9. Ach ja: Lieber Matt als Glanz!

 

 

Liebe Rebekka, ganz vielen Dank für die vielen, inspirierenden Antworten!

Ich hoffe, euch hat die heutige Zimmerschau gefallen und die Bilder sowie Rebekkas Worte konnten diejenigen unter euch zu neuen Ideen anregen, die so wie ich auf der Suche nach einem aufgeräumten und doch liebevoll eingerichteten Zuhause sind!

Liebste Grüße
Karina

 

 

Alle Fotos von Rebekka alias silentandcalm

Zimmerschau: eklektischer Mix bei Modebloggerin Sue Giers

6. Juli 2017

 

… und schon kommt eine weitere Zimmerschau (nachdem ich euch kürzlich erst das Zuhause meiner Freundin und Strickdesignerin Doro gezeigt habe)! Ich habe nach einer längeren Elternzeit-Pause mal wieder eine schöne Homestory für houzz, die große Online-Plattform fürs Wohnen und Einrichten, fotografiert. Ich war bei Sue Giers, Modebloggerin bei SoSue und Einkäuferin für die Hamburger Boutique Linette. Ihre große Altbauwohnung bewohnt sie zusammen mit ihren drei Kindern und zahlreichen wunderschönen Möbel- und Dekorationshighlights aus verschiedenen Epochen und Stilen. Mich hat ihr eklektischer und farbenfroher Mix sehr begeistert. Meine liebsten Bilder aus der großen Homestory seht ihr nun hier!

 

 

 

 

 

Neugierig auf mehr? Alle Fotos sowie ein spannendes Interview, das meine Kollegin Kerstin mit Sue geführt hat, findet ihr hier bei houzz.

Na, gebt’s zu, hier hättet ihr auch gerne mal Fotograf gespielt, oder? :D Mir hat das Projekt jedenfalls riesen Spaß gemacht und es war mir eine Freude, so viel Stil und Schönheit ablichten zu dürften.

Liebste Grüße
Karina

 

Zimmerschau bei Strickdesignerin Doro: lässiger Mix aus alt und neu

10. Juni 2017

 

Juchu, endlich mal wieder eine Zimmerschau! Das ist eigentlich meine Lieblingskategorie meines Blogs, aber es ist leider zu selten, dass ich dazu komme, tolle Wohnungen für euch zu fotografieren und hier zu zeigen. Als ich neulich aber bei meiner Freundin Doro in Würzburg zu Besuch war, hatte ich die Gelegenheit dazu. Und heute kann ich euch ihr wunderhübsches Zuhause zeigen, das vor allem durch eine tolle Mischung aus alten und neuen Styles sowie ein paar DIYs seinen sehr individuellen Look bekommt.
Doro kenne ich noch aus Berliner Modestudenten-Tagen und während ich irgendwann im Interior gelandet bin, arbeitet sie seit einigen Jahren für ihr Strick- und Wolllabel Wooltwist, das ich euch an anderer Stelle auch schon mal vorgestellt habe. Aber nun auf zur Zimmerschau!

Doro wohnt mit ihrem Freund Flo und ihrem bald einjährigen Sohn Matteo im Erdgeschoss eines schönen Neubaus in Würzburg mit direktem Gartenzugang aus fast allen Zimmern. Als ich da war, war allerbestes Wetter und es war wirklich herrlich, von überall her raus gehen zu können. Durch die bodentiefen Fenster war es auch wunderbar hell in der Wohnung.
Wie bei Neubauten meist üblich, bildet ein großer Wohn-Essbereich mit offener Küche das Herz des Zuhauses. Gegessen wird bei Doro, die übrigens eine super Köchin ist, an einem uralten Tisch (ein toller Glücksfund vom Sperrmüll!) mit lässigem Vintage Stuhlmix. Die Bank ist ein Upcycling-Projekt aus einem alten Ikea Pax Schrank und die sensationelle Lampe ein DIY aus einem Ast und drei einfachen schwarzen Lampenfassungen mit XXL-Glühbirnen.

Statt mit kurzlebigen Trendobjekten dekoriert Doro lieber mit Pflanzen, Kerzen oder zweckmäßigen Dingen aus schönen Materialien. So findet man zum Beispiel eine kleine Sammlung schöner, individueller Keramik in ihrem Küchenschrank.

 

Wie ich ist Doro glückliche Besitzerin des Kivik Sofas von Ikea, das bei ihr eine große gemütliche Sitzecke für die kleine Familie und ihre zwei Katzen Anouk und Levi bildet. Der weiße Diamond-Chair, die spacige Pendelleuchte von House Doctor und der Couchtisch von Ferm Living bilden mit ihren filigranen Drahtgestellen eine tolle Einheit aus alt und neu.

 

Doro arbeitet, so gut es mit Baby eben geht, für ihr Label Wooltwist von zu Hause aus. Daher hat sie sich ein besonders hübsches und inspirierendes Homeoffice geschaffen, in dem die Utensilien für ihren Job nicht nur Arbeitsmaterial, sondern auch Deko sind. Zwischen Türmen aus dicken Garnrollen, Moodboards und Strickproben bearbeitet sie die Bestellungen ihrer Webshop-Kunden und entwickelt neue Ideen für ihre Strickgarne und modernen Stricksets.

 

In dem niedrigen Schrank mit den vielen kleinen Schubladen und den Messinggriffen finden alle Garnrollen und sonstigen Arbeitsutensilien Platz. Er ist eigentlich ein 08/15 Möbelstück aus dem Baumarkt. Doro ahnte aber gleich, da kann man mehr draus machen und hat ihn kurzerhand in einem schönen lichtgrauen Farbton gestrichen. Der hübsche Grobstrickpulli aus Merinowolle ist der „Softy“ Sweater aus Doros Shop und kann als Strickset bestellt werden. :)

 

Das Malm Bett im Schlafzimmer wird für den kleinen Matteo mit einem Beistellbett kombiniert, so dass hier die ganze Familie Platz zum Schlafen hat. Ich weiß noch, wie gut mir das altbekannte Bett von Ikea in Doros Zuhause gefiel. In dem Raum kam seine eigentlich sehr schöne minimalistische Form super zur Geltung. Dazu weiße Bettwäsche, eine gemütliche graue Strickdecke und an jeder Seite des Bettes eine ganz einfache messingfarbene Leuchte – fertig ist ein Raum, in dem man wunderbar zur Ruhe kommen kann.

 

 

In Matteos Babyzimmer steht eine zauberhafte Wiege mit einem sogenannten Moses Korb, die ein glücklicher Ebay-Fund war. Der knuffige Pinguin, der sich im Korb versteckt und der große weiße Stern am Boden sind zwei Ideen aus Doros Buch „Knooking – Häkeln im Stricklook“. Auch die riesige Holztruhe erzählt eine schöne Geschichte: sie stand früher mal bei einem Müller und war eine Mehlkiste,  beherbergt heute aber das Bettzeug für Doros und Flos Gäste.

 

Und Doro hat nicht nur ein Händchen für schöne Inneneinrichtung, auch ihre Terrasse, die rund um die Wohnung verläuft, hat sie mit vielen großen und kleinen Kübelpflanzen super schön dekoriert. Ich quetsche Doro schon jetzt ab und zu mit Fragen rund um das Thema Gärtnern aus, denn auch wir sind ja bald (uuuaaah!) Bewohner eines Hauses mit Garten. Aber demnächst kann Doro mir auch ganz direkt mit Tipps zur Seite stehen, denn die kleine Familie wird bald nach Hamburg ziehen. Ich freu mich so! Und dann wird es auch ganz bestimmt wieder eine Homestory aus Doros neuem Zuhause hier oben im hohen Norden geben.

Liebste Grüße
Karina

 

Auf Zimmerschau: bei Pepper von heimatbaum

5. September 2015

 

Heute möchte ich euch mal wieder zu einer Zimmerschau mitnehmen. Dieses Mal zeige ich euch ein paar Eindrücke aus dem Zuhause von Pepper von heimatbaum.com. Dort bloggt sie übers Reisen, Rezepte, DIYs, Wohnen und ihr Leben überhaupt. Ja, und das mit dem Wohnen interessierte mich ja mal wieder besonders! Warum ich finde, dass auch euch Peppers Wohnung brennend interessieren sollte? Weil sie 1. wie ich natürliche Materialien in ihrem Zuhause liebt, sie 2. ein unglaublich gutes Händchen für Deko-Arrangements hat. Und 3.: bei ihr sieht man, wie hübsch Wohnen mit Pflanzen sein kann… Ach so und 4. ist es einfach super schön bei ihr! Aber schaut doch einfach selbst…

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

Letztes Jahr sind Pepper, 28, und ihr Mann aus ihrer kleinen Wohnung in ein Haus in Mühlhausen gezogen. Seitdem gibt es dort natürlich eine Menge zu verschönern! Eines der großen Projekte war auch ihre Küche, an die der Essplatz anschließt. Der große, einladende Esstisch aus Massivholz war einer ihrer vielen Glücksfunde bei ebay Kleinanzeigen.

Das folgende Arrangement aus schrägem Star-Wars-Männchen, ein paar Pflanzen, Marmor, Holz und Stein präsentiert ein bisschen so was wie die Quintessenz von Peppers Wohnstil: viele natürliche Materialien, Grün und zwischen all dem ein paar witzige Details.

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

 

Zimmerschau bei Pepper von heimatbaum.com.

Eigentlich war eine neue Küche beim Einzug in das Haus gar nicht eingeplant. Die alte sollte nur aufgemöbelt werden. Das stellte sich dann aber leider als unmöglich heraus. Pepper machte das beste draus und verwirklichte nun ihren Küchentraum mit viiiel, viel weiß, hier und da schwarz, ein bisschen grün und allerlei schönem und praktischem Kleinkram.

Ein bisschen erinnert mich dieser Raum auch an unsere Küche. Neben den ähnlichen Farben und Materialien ist mir auch aufgefallen, dass sie wie ich gerne einige Nahrungsmittel in Weckgläsern aufbewahrt. Das ist praktisch und sieht gleichzeitig ordentlich und hübsch aus. Jedenfalls, wenn man den leckeren Inhalt so wie hier auf die Optik der Küche abstimmt. :D
Pepper und mir ist übrigens auch gemeinsam, dass wir beide keine großen Kochfans sind. Naja, sie kocht immerhin gerne Kaffee… ;)

kitchen-update-heimatbaum.com-14

 

Zimmerschau bei Pepper von heimatbaum.com.

Den traumschönen Geschirrtuchhalter hat Pepper selbst gebaut. Passt er mit den Lederhalterungen und dem rustikalen Ast nicht wunderbar in ihre Küche? Noch toller wird das ganze mit hübschen Putzutensilien wie dem weißen Kehrer-Pärchen. Das DIY dazu sowie ziemlich spannende vorher-nachher-Bilder ihrer Küche findet ihr auf Peppers Blog.

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

 

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

 

Zimmerschau bei Pepper von heimatbaum.com.

 

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

Die folgenden zwei Fotos gehören zu meinen Lieblingsbildern, da sie eine wirklich umwerfend hübsche Pflanzendeko aus Peppers Schlafzimmer zeigen.
Auch ich habe ja mehr und mehr Grün in unser Zuhause einziehen lassen. Aber gerade deswegen weiß ich, dass das gar nicht immer so einfach umzusetzen ist: Erstmal muss man die richtige Pflanze finden. Sie sollte irgendwie Wohnmagazin-artig cool und nicht so 90er-Jahre-mäßig aussehen. Und dann muss man noch den richtigen Übertopf beschaffen, mit einigermaßen wertiger Optik, aber auch halbwegs bezahlbar. Das am besten, bevor das zuvor gekaufte Grün schon wieder verwelkt ist. Schwierig… Pepper macht das alles jedenfalls wunderbar und versammelt alle Pflanzen auch noch zu einem perfekt dekorierten Grüppchen. Mit weißer Wand und weißem Schrank strahlt das Grün regelrecht. Rundum perfekt!

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

 

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

 

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

Pepper ist außerdem Mama einer süßen, bald eineinhalbjährigen Tochter. Das Kinderzimmer ist mit viel Holz, Kissen, Decken und besonderen Spielsachen liebevoll dekoriert. Die Wabenball-Tapete ist außerdem ein mega Hingucker und gefällt sicherlich der Kleinen so gut wie uns!
Das entzückende Mobile aus vielen kleine bunten Filzkugeln ist ein weiteres DIY der glücklichen Mama und natürlich findet ihr auch dazu die Anleitung auf Peppers Blog heimatbaum.

Zimmerschau bei Pepper von  heimatbaum.com.

Ich hoffe, dass euch die Zimmerschau in Peppers wundervollem Zuhause genau so viel Spaß gemacht hat wie mir. Und vielleicht habe ich euch damit ja mal wieder zu ein paar neuen Ideen inspiriert. :)

Liebste Grüße
Karina

 

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung via heimatbaum.com

Neuigkeiten und eine Zimmerschau: Houzzbesuch bei Tapetendesignerin Birgit Morgenstern

27. April 2015

Ihr Lieben, erst mal vorab eine paar spannende Neuigkeiten: ich bin nun eine Homestory-Fotografin! Ist das nich’n Ding? Ich freue mich sehr! Durch meinen Blog ist nämlich die Online-Plattform houzz auf mich aufmerksam geworden und hat angefragt, ob ich nicht in Zukunft in Hamburg und drumherum Porträts von interessanten Menschen und ihren Wohnungen machen möchte. Seit ein paar Tagen ist die erste Homestory im Kasten und da sie für beide Seiten sehr gut lief, wird das auch nicht die letzte bleiben. :)

Da nur alle paar Wochen eine Homestory ansteht, ist dies – natürlich nach einer längeren Pause mit Wochenbett usw. – auch eine super schöne Beschäftigung, wenn der Kleine dann da ist. Damit Muddi auch mal vom PC weg und raus kommt. ;)

 

Meinen ersten „Houzzbesuch“, von dem ich euch heute ein paar kleine Eindrücke präsentieren möchte, habe ich bei der Tapeten- und Textildesignerin Birgit Morgenstern fotografiert. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren Zwillingssöhnen in Lüneburg in einem Haus von 1908. Hier hat sie es geschafft, Wohnen und Arbeiten unter einem Dach zu kombinieren: im Keller und Dachgeschoss sind Atelier und Showroom, im ersten Stock die Privaträume der Familie – und im Erdgeschoss eine wunderbare Kombi aus beidem! Im großen Wohn- und Essbereich sowie in der Küche hat sie nämlich einige ihrer Entwürfe geschickt in die Einrichtung integriert. Oben seht ihr eine ihrer Tapeten, die die Wand hinter dem Essbereich verschönert.
Birgit druckt alle ihre Tapeten auf sehr dünnes Vliespapier, so dass die Putzstruktur der Wandflächen durch das Papier hindurch sichtbar bleibt. Das schafft einen schön unperfekten und natürlichen Look auf den Wänden.

 

Birgit Morgensterns Dessins funktionieren auch wunderbar auf Textilien: das blau gemusterte Kissen ist aus ihrer Kollektion und auch der Hocker vor dem Sofa ist mit einem ihrer Stoffe bezogen.

 

Den Boden im Flur hat Birgit Morgenstern schon kurz nach dem Einzug mit dem Rautenmuster bemalt. Ist der ganze Raum nicht wunderschön?!

Wenn ihr mehr von meiner Homestory und Birgit Morgensterns Zuhause sehen und lesen wollt, schaut gerne mal bei houzz.de vorbei! Dort gibt es noch allerhand über die Tapetendesignerin zu erfahren und natürlich noch mehr meiner Fotos aus ihrem wunderbaren Haus: *click*. Viel Spaß dabei!

Liebste Grüße
Karina

 

IMPRESSUM   DATENSCHUTZ